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Reiseführer Österreich

Entdecken Sie Österreich!

Es ist wie der Blick in ein Schmuckkästchen: Je tiefer man gräbt, desto kostbarer werden die Schätze

Österreich, dieses in seiner landschaftlichen Schönheit so vielfältige und an kunsthistorischen Schätzen so reiche Land vermag selbst seine eigenen Bewohner immer wieder in Staunen zu versetzen. Um wie viel mehr erst Besucher ins Staunen geraten, können Sie selbst erleben, wenn Sie sich aufmachen, Österreich zu erkunden.

Da ist zunächst Wien, die im Nordosten gelegene Hauptstadt. Seit Jahren zählt die Donaumetropole zu den weltweit beliebtesten Reisezielen von Städtetouristen. Wien verbindet spielerisch historische Größe mit dem Flair einer modernen Metropole. Die sprichwörtliche Wiener Gemütlichkeit unterstreicht den Reiz, und das Flanieren ist hier nie ganz aus der Mode gekommen. Die historischen Bauten laden dazu ein, mehr zu schauen als zu gehen. Mit dem 2001 fertig gestellten Museumsquartier, dem restaurierten Barockpalais Liechtenstein und der Albertina wurde Wien zu einer der weltweit interessantesten Museumsstädte. Wiens Größe ist unerreichbar, zumindest im innerösterreichischen Wettstreit. Einzig Graz, die Hauptstadt der Steiermark und europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2003 darf sich wenigstens »die kleine Schwester Wiens« nennen, gibt es hier doch auch einen Ring und ein Opernhaus. Der wahre Charme von Graz entfaltet sich aber in den großzügigen Innenhöfen der Renaissancepalais und auf dem Schlossberg, der zudem für eine gute Übersicht sorgt.

Zwischen der gebirgigen Nordsteiermark und den lieblichen Gegenden um die Steirische Weinstraße, auch die steirische Toskana genannt, könnte der Unterschied nicht größer sein. Doch darin liegt gerade der große Reiz. ...
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Impressionen



Klima

Abtenau (548m), Österreich Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 2 4 9 14 22 22 24 23 19 14 7 2
Tiefsttemperatur °C -6 -2 0 3 9 10 12 13 9 6 1 -3
Regenmengen mm 76 146 219 96 96 153 155 202 140 95 96 144

Aigen/Ennstal, Österreich Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 0 3 8 13 18 20 23 22 19 13 6 0
Tiefsttemperatur °C -7 -5 0 3 7 11 13 12 9 4 -1 -5
Luftfeuchtigkeit % 86 79 79 74 71 72 75 78 82 83 84 87
Regentage 13 19 21 22 21 21 22 15 18 17 19 19
Regenmengen mm 40 40 91 48 148 175 137 114 177 87 88 47

Bischofshofen (712m), Österreich Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 1 5 10 15 22 22 24 23 19 15 7 2
Tiefsttemperatur °C -6 -2 1 3 9 11 13 13 9 6 1 -3
Luftfeuchtigkeit % 92 89 84 78 76 79 81 82 87 87 90 92
Regentage 9 15 16 13 13 17 12 12 14 13 14 18
Regenmengen mm 39 68 79 83 62 114 145 156 99 89 71 63




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Angesagt

Angesagt!

Was Sie wissen sollten über Trends, die Szene und Kuriositäten in Österreich

Angesagt

BEACHVOLLEYBALL

Wer cool, trendy und sportiv ist oder es zumindest sein will, zeigt seinen gut definierten Körper beim Beachvolleyball. Angesteckt vom Klagenfurter Superevent hat sich die Lust am Ballspielen im Sand wie ein Fieber über das gesamte Land verbreitet. Selbst wenn das Ambiente nicht wirklich top ist, heizt sich die Stimmung mit der richtigen Haarlänge und den richtigen Klamotten, die nicht alles zeigen, aber einiges erahnen lassen, schnell auf.

Latte Macchiato

Schon zu Zeiten der Monarchie kamen die neuesten Trends gerne aus jenem Land, wo nach Goethe die Zitronen blüh'n, über den Brenner nach Österreich. So auch heute wieder in Form des Latte Macchiato (»gefleckte Milch«), der seinen Siegeszug durch die Kaffeehäuser angetreten hat und der legendären Melange heftig Konkurrenz macht - zumindest, wenn er perfekt zubereitet wird: die Milch gut aufgeschäumt und in Schichten in einem hohen Glas serviert.

Trachtenmix

Tracht zu tragen ist wieder in, aber nur, wenn die klassische Tracht mit modernen Elementen versetzt ist und dadurch ironisiert wird. So hat sich ein eigenständiger Trachtenschick entwickelt. Männer sind besonders in, wenn sie eine alte und möglichst abgewetzte lederne Kniebundhose tragen, wobei unbedingt ein Stück Wade gezeigt werden muss. Oben darf das rustikale Beinkleid mit allem kombiniert werden, was lässig und elegant (und teuer) zugleich ist.

Ausnahmekabarettist

Der unberechenbare Extrem-Entertainer Alf Poier aus Judenburg in der Steiermark gilt nach wie vor als österreichischer Geheimtipp in Sachen Kabarett. Mit der Nominierung zum Grand Prix d'Eurovision 2003 sprengte er seinerzeit einmal mehr alle Grenzen. »Weil der Mensch zählt« hieß sein hintersinniger Titel. Aber Achtung: Bei Alf Poier ist alles mehrmals gebrochen - nichts kann als das genommen werden, was es auf den ersten Blick zu sein scheint.



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Ausflüge und Touren

Zwischen Puszta und Pasterze

Ausflüge und Touren

In die hochalpine Grossglockner-Region

Dieser rund 100 km lange Tagesausflug führt auf der Großglockner Hochalpenstraße bis hinauf in die Gletscherregion (Pasterze). Bei der Vorbereitung sollten Sie auf eine stabile Schönwetterlage achten. Packen Sie Pullover und gutes Schuhwerk ein, und treffen Sie Vorsorge bei empfindlichem Magen und Höhenunverträglichkeit.

Österreichs höchster Berg, der 3798 m hohe Großglockner, war schon immer ein Symbol, um das sich allerlei Sagen von Blutwundern, Goldsuchern und seltsamen Begebenheiten ranken. Ein solches Symbol ist auch die Hochalpenstraße, die in den 1930er-Jahren gebaut wurde und als Inbegriff österreichischen Aufbauwillens gilt. Etwa 30 Kehren, rund 48 km, 12 Prozent maximale Steigung - das sind die nüchternen technischen Daten, die dieser imposanten Tagestour zu Grunde liegen. Als Ausgangspunkt dient entweder Heiligenblut (vom Kärntner Mölltal aus) oder die Ortschaft Bruck auf Salzburger Seite, wo auch diese Tour beginnt. Weiter über das Fuscher Törl und vorbei an Schleierwasserfall und wildromantischer Bärenschlucht, gelangt man zur so genannten Edelweißstraße, von der aus ein Ausblick auf 37 Dreitausender mit insgesamt 19 Gletschern zu genießen ist. Das 2505 m hoch gelegene Hochtor, die höchste Stelle der Straße, bildet auch die Grenze zu Kärnten. Von hier erreicht man über Guttal die eigentliche Gletscherstraße, die bis zur Franz-Josephs-Höhe führt, welche die Sicht auf das Glocknermassiv mit seinen 40 Gletschern freigibt, vor allem aber auf die 9,4 km lange und 1,2 km breite Pasterze, einen 19 km² großen und 300 m dicken Gletscher, der in der Eiszeit entstanden ist und sich alljährlich um etwa 10 bis 20 m zurückzieht. Hier befinden Sie sich inmitten des weiträumigen Nationalparks Hohe Tauern, in dem rund 10 000 Tierarten, darunter Alpensteinbock, Gämse, Murmeltier, Schneehuhn und Steinadler, leben. Hinab in die Kärntner Talgründe geht die imposante Fahrt weiter in Richtung Mölltal, das bei Heiligenblut, dem Kärntner Eckpfeiler der Großglockner Hochalpenstraße, erreicht wird. Hier lohnt sich auf jeden Fall eine Rast an der spitztürmigen Pfarrkirche des heiligen Vinzenz: nicht nur wegen der Kunstschätze in der Kirche, sondern auch, weil sich von der Terrasse vor der Kirchenpforte ein unvergesslicher Blick auf eine der schönsten Gebirgsszenerien ganz Österreichs darbietet.

Zu den schönsten Kärtner Seen

Planen Sie einen langen Tag für diese Autotour zu den schönsten Kärntner Seen ein. Packen Sie einen Picknickkorb, um unabhängig zu sein, und vergessen Sie das Badezeug und den Sonnenhut nicht. Ideal wäre es, wenn Sie sich für die 270 km lange Tour zwei bis drei Tage Zeit nehmen könnten.

Sieben auf einen Streich, dieses Kunststück ist nicht nur dem Tapferen Schneiderlein vorbehalten - das können auch all jene vollbringen, die sich zu dieser Tour in die landschaftlich reizvolle Kärntner Seenwelt aufmachen. Dabei ist die Zahl Sieben keineswegs über-, sondern eher untertrieben. Denn mit ein bisschen Zeit ließe sich das gute Dutzend Seen leicht voll machen. Und dennoch hätte man damit erst einen Bruchteil der insgesamt 198 Kärntner Seen besucht. Von der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt aus ist Maria Loretto an der Ostspitze des Wörther Sees gleich der erste Stopp. Nach einem Blick auf die malerische Kapelle und das ehemalige Lustschloss des Grafen Orsini-Rosenberg gibt die zauberhafte Aussicht auf den Wörther See einen Vorgeschmack auf die landschaftlichen Schönheiten, die noch folgen. Auf der Bundesstraße 83 geht es flott am Nordufer des Sees entlang, vorbei an den Badeorten Krumpendorf und Pörtschach. Weniger still und beschaulich, sondern eher turbulent präsentiert sich Velden, der nächste Badeort, mit Spielkasino und dem aus der gleichnamigen Fernsehserie berühmten Schloss am Wörther See.

Bei Velden wird der Wörther See verlassen, und die Fahrt geht weiter in westliche Richtung, es sei denn, Sie planen einen Abstecher ins südlich gelegene Rosegg mit Wildpark, Schloss und Wachsfigurenmuseum. Um den innerstädtischen Verkehrswirrnissen von Villach zu entgehen, empfiehlt es sich, ab Velden auf die Autobahn zu fahren und die Ausfahrt Villach-Nord, Ossiacher See anzusteuern, wobei sich der Blick auf die stolze Ruine Landskron lohnt. Sicherlich noch lohnenswerter wäre es, die kurze Auffahrt zur Ruine auf sich zu nehmen, wo Burgrestaurant, Adlerflugschau und niedliche Äffchen am Affenberg auf Besucher warten. Im Schatten der Ruine Landskron erstreckt sich in nordöstlicher Richtung der smaragdgrüne Ossiacher See. Das berühmte Stift Ossiach, das architektonisch interessante Steinhaus von Günther Domenig sowie die Kanzelbahn auf die Gerlitzen sind die Hauptattraktion dieses Feriengebiets.

Die Seentour führt von hier weiter auf der B 98 in nordwestliche Richtung. In Treffen sind Riehls Puppenwelt und ein Wald- und Pilzmuseum zu bewundern, und bald ist der in die Nockberge eingebettete Afritzer See mit dem unmittelbar benachbarten Feld- oder Brennsee erreicht. Über Radenthein, das Tor zur Bad Kleinkirchheimer Bergwelt, gelangt man schließlich bei Döbriach zu Kärntens zweitgrößtem See, dem Millstätter See. Außer dem ehemaligen Benediktinerstift Millstatt liegen hier zahlreiche Museen - etwa das Foltermuseum auf Burg Sommeregg, das Plüschtier- oder das Fischereimuseum in Seeboden.

Ehe hinter Seeboden der Rückweg in Richtung Südosten eingeschlagen wird, steht mit Schloss Porcia in Spittal an der Drau ein Pflichtbesuch auf dem Programm. Auf dem Weg nach Villach könnte bei Baldersdorf und Molzbichl im frühchristlichen Museum Carantana ein Bildungsstopp eingelegt werden. Danach geht es allerdings zügig auf der A 10 in Richtung Villach weiter, und in Höhe des Magdalenensees, eines winzigen Badeidylls an der Villacher Stadtgrenze, wird hinter dem Knoten Villach die Ausfahrt Faaker See angepeilt. Nicht zuletzt wegen der malerischen Kulisse des mächtigen Mittagskogels und des fast schon kitschig-schönen Bildstockblicks bei Egg ist der Faaker See eine beliebte Urlaubsadresse.

Weniger bekannt, dafür umso hübscher ist der nahe Aichwaldsee. Die schönste Anfahrt dahin ist die Straße über Drobollach und Faak am See, die im Windschatten der Burgruine Finkenstein und des Klettergartens am Kanzianiberg in die B 85 mündet. In östlicher Richtung lässt sich dann bald nach Latschach ein kurzer Blick auf den rechts, etwas tiefer gelegenen See erhaschen. Ein kurzer Halt auf dem Parkplatz lohnt sich. Durch das malerische Rosental mit Feistritzer und Ferlacher Stausee, vorbei an der Wallfahrtskirche Maria Elend und der Hollenburg, führt die Route nunmehr auf der B 91 über das ehemalige Stift Viktring wieder zurück nach Klagenfurt. Wer hingegen das erwähnte Dutzend an Seen voll machen möchte, der unternimmt bei Viktring noch rasch einen Abstecher zur Seenplatte rund um Keutschach mit Rauschele-, Keutschacher-, Penken- und Hafnersee.

Zu Fuss oder mit dem Fahrrad durch die Puszta

Diese Tagestour können Sie gemütlich angehen lassen, wie es im Burgenland halt üblich ist. Sie können die 22 km zu Fuß in 4 bis 5 oder mit dem Fahrrad gemächlich in 2 Stunden bewältigen. Für alle Fälle sollten Sie Regenschutz mitnehmen, Fernglas und Badezeug nicht vergessen und viel, viel Zeit zum Schauen und Staunen in den Rucksack packen.

Dass der wahre Charakter des Burgenlandes Beschaulichkeit ist, wird nirgendwo so deutlich wie am Neusiedler See und auf der östlich davon gelegenen Seenplatte. Dieser Landstrich, auch Seewinkel genannt, zählt zu den letzten Naturparadiesen dieser Welt. Unzählige glaubersalzhaltige Lacken, Seen und Teiche tauchen die Steppenlandschaft in zartblaue Pastellfarben und bieten den idealen Lebensraum für über 250 zum Teil seltene (und geschützte) Vogelarten, die hier mit dem Feldstecher oder auch ganz aus der Nähe zu beobachten sind. Mit viel Geduld und etwas Glück bekommen Sie Flussregenpfeifer, Säbelschnäbler, Großtrappen und Heideschnecken zu Gesicht - allerdings nur, wenn Sie sich morgens so früh wie möglich auf den Weg machen.

Wanderer wie Radfahrer starten die Tour auf der Ostseite des Sees im Pusztadorf Illmitz, das für seine Flora und Fauna und vor allem für seine grandiosen Süßweine berühmt ist. So ist etwa das Weingut der Familien Kracher (Weinlaubenhof, Apetlonerstr. 37) dank seiner Prädikatsweine selbst Weinfreaks in Übersee längst ein Begriff.

Richtung Süden geht es zunächst zum Sandeck, einer kleinen Halbinsel an der ungarischen Grenze, die keilförmig in den Schilfgürtel des Neusiedler Sees hineinragt. Wenn man, vom Sandeck zurück, den Herrensee und die Zicklacke passiert hat, laden Pusztaziehbrunnen und gut ausgebaute Vogelbeobachtungstürme zum Rasten ein, ehe man sich in Richtung Oberer und Unterer Stinkersee wieder auf den Weg macht. Diese beiden Seen liegen inmitten von Sodaschneefeldern auf mineralischen Böden, die mit so seltenen Pflanzen wie Salzkresse oder Salzaster bewachsen sind. Vielleicht sind gerade Graugänse zu sehen, die hier einen ihrer liebsten Brutplätze unterhalten. Die Bevölkerung des Seewinkels nennt die Salzwüste »Hölle« und wundert sich über den Enthusiasmus, mit dem manche Besucher hier mitten im Salz picknicken, anstatt sich in einem der nahen Gasthöfe entlang der Seewinkler Weinstraße mit Steckerlfischen, Pusztaspießen und Seewinkelweinen verwöhnen zu lassen. Wer einmal diese Weinstraße erreicht hat, der kann sich auch nicht mehr verlaufen: Sie führt direkt nach Illmitz zurück.

Noch ein Tipp für Naturliebhaber, denen fünf Stunden Gehzeit zu lange sind: Als Alternative bietet sich eine überschaubare, aber deshalb nicht weniger faszinierende Wanderroute an, die in Apetlon beginnt und geradewegs auf die weltberühmte Lange Lacke zuführt, also den Punkt des Seewinkels, wo sich die meisten Zugvogelrouten kreuzen. Man umrundet die Lacke in etwa drei Stunden.



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Bloß nicht

Bloß nicht!

Ein paar Tipps, wie Sie Gefahren oder unliebsame Situationen vermeiden können

Bloß nicht

Naturschutz missachten

Da weite Teile Österreichs unter strengem Naturschutz stehen, empfiehlt es sich, beim zuständigen Fremdenverkehrs- oder Gemeindeamt Informationen einzuholen, welche Pflanzen man legal pflücken darf. Auch für Schwammerlsucher, die mehr als nur einen kleinen Eigenbedarf im Körbchen führen und sich damit dem Verdacht des gewerbsmäßigen Schwammerlsuchens aussetzen, gelten regional unterschiedliche, zum Teil aber sehr strenge Bestimmungen. Die Strafen können ganz schön saftig ausfallen.

Leichtsinn im Gebirge

Auch wenn sie noch so romantisch aussehen mag: Die Bergwelt der Alpen kann »Sonntagsbergsteigern« im Turnschuh-Outfit sehr gefährlich werden. Zur Sicherheit sollten Sie festes Schuhwerk tragen und selbst bei schönem Wetter Regenschutz und Pullover mitnehmen. Sinnvoll sind auch detaillierte Wanderkarten und Verbandszeug. Der Rückgang der Gletscher in den Alpen führt zur Bildung von tückischen Gletscherspalten, vor allem auch zu deren Verbreiterung.Weichen Sie nie von den ausgeschilderten Routen ab, und befolgen Sie die Ratschläge erfahrener Bergführer und Hüttenwirte. Ungeübte sollten schwierige Gipfel auf jeden Fall nur in Begleitung eines geprüften Bergführers - solche gibt es in praktisch allen Hochgebirgsgemeinden - erklimmen. Sagen Sie in Ihrer Unterkunft an, zu welcher Tour Sie aufbrechen, damit Helfer im Notfall wissen, wo sie suchen müssen.

Ohne gültige Vignette auf die Autobahn

Die Benutzung der österreichischen Autobahnen ist kostenpflichtig, und die Nichteinhaltung der Vignettenpflicht hat empfindliche Bußgelder zur Folge. Besorgen Sie sich rechtzeitig eine Vignette - oder ein Pickerl, wie sie umgangssprachlich heißt -, die für die gesamte Zeit des Aufenthalts gültig ist. Die Polizei prüft die Einhaltung der Vignettenpflicht besonders gerne auf Autobahn-Parkplätzen.

Weidetiere für zutraulich halten

Ob Sie auf einem Bauernhof Ferien machen oder auf Ihren Wanderungen an Almweiden vorbeikommen: Halten Sie Distanz zu den vermeintlich harmlosen Tieren. Ein vertraulicher Umgang empfiehlt sich nur im Beisein eines Menschen, den die Tiere kennen. Vor allem Stiere, aber auch Widder können auf Fremde aggressiv reagieren.



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Einkaufen

Fesches G'wand und G'scheit's zum Essen

In Österreich steht auch beim Einkaufen die sinnliche Komponente im Vordergrund

Wer sich beim Einkaufen auf das beschränkt, was Österreichs Handwerkskunst und Landwirtschaft herstellen, wird hoch zufrieden sein. Und wer Süßes liebt, fühlt sich ohnedies stets verführt.

Hübsche Stoffe, Trachtenkleider und Dirndl samt Accessoires bieten in großer Auswahl die jeweiligen Heimatwerke und Spezialgeschäfte wie Lanz in Salzburg, Gexi Tostmann in Wien oder Gössl in Graz an. Für den Herrn ist es obligat, dass die Krachlederne maßgeschneidert wird. In Bad Aussee fertigt die Stoffdruckerei Sekyra Handdrucke mit alten Modeln an.

Die burgenländische Töpfereiund Keramiktradition bietet kostbare Einzelstücke in zeitlosem Design ebenso wie Handfestes für den täglichen Gebrauch. In der Gmundner Keramikmanufaktur gibt es fabrikneue Zweite-Wahl-Ware zu kaufen. Die Tiroler Glasmanufakturen Swarovski in Wattens und Riedel in Kufstein, jeweils mit Läden in Innsbruck, produzieren Hochkarätiges und feine Trinkgläser.

Wer durch die inneren Bezirke in Wien schlendert, wird den unzähligen Antiquitäten- und Trödelgeschäften nicht widerstehen können. Ähnlich ergeht es Salzburg-Besuchern, deren Geldbörse aber mehr strapaziert wird. Flohmarktliebhaber halten sich den Samstagvormittag frei, um auf dem Wiener Flohmarkt an der Wienzeile zu stöbern. Das lohnt sich auch auf dem Flohmarkt auf der Esplanade in Bad Ischl (jeden 1. Sa im Monat).

Österreich wird aufgrund seiner naturnahen Landwirtschaft und der vielen regionalen Spezialitäten zu Recht als der kommende Feinkostladen Europas beschrieben. Die Wachauer Marille wie der Marchfelder Spargel, der Tiroler Graukäse ebenso wie der Vorarlberger Bergkäse oder das Steirische Kernöl zählen zu den exklusivsten Produkten. Sie sind auf den vielen Bauernmärkten (meist Sa/So), dem Josefsmarkt in Graz (tgl.) und auf dem Schrannenmarkt in Salzburg (Do) zu finden. Ein Gang über den Wiener Naschmarkt ist ohnedies ein Muss für jeden Wien-Besucher.

Bleibt noch, auf die edlen Tropfen und auf die Hochprozentigen hinzuweisen. Und wer es versäumt, sich den Geschmack einer handgemachten Mozartkugel oder eines Stücks Sachertorte auf der Zunge zergehen zu lassen, ist selbst schuld.



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Essen und Trinken

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen

Darüber besteht landesweit Einigkeit - trotz vieler regionaler Unterschiede

Dass man in Österreich heute von der Wiener und nicht von einer österreichischen Küche spricht - was beides keinesfalls gleichzusetzen ist -, geht auf jene Zeit zurück, als Wien noch die Hauptstadt eines Vielvölkerstaates war. Als Europa nach Napoleons Kriegen Anfang des 19. Jhs. in Scherben lag, sollte auf dem Wiener Kongress (1814/15) die Neuordnung des Kontinents erarbeitet werden. Während andernorts die Entstehung der Nationalstaaten zur Ausprägung einer nationalen Küche führte, umfasste der habsburgische Vielvölkerstaat aber mehrere Nationen, und so wurde die Küche nach der Reichshauptstadt benannt. Die Wiener Küche, wie wir sie heute kennen, ist ein bunter kulinarischer Flickenteppich und besteht aus Gerichten, wie sie einst in allen Winkeln der Monarchie gekocht wurden: »Was gut ist, schafft den Weg nach Wien, und was besser ist, wird dort auch Bestand haben.« Vieles - wie das ungarische Gulasch, die böhmischen Mehlspeisen, das als Wiener Schnitzel den Mailändern abgeschaute scaloppina milanese, der türkische Strudel oder der von galizischen Juden mitgebrachte gesulzte Karpfen - ist zu Highlights der Wiener Küche geworden. Selbst der Tafelspitz, das gekochte Gustostückerl vom Rindfleisch, hat große Ähnlichkeit mit dem italienischen bollito misto, obwohl dieses Gericht schon deshalb als typisch wienerisch zu gelten hat, weil es zu den Leibgerichten von Kaiser Franz Joseph zählte. Selbst Österreichs liberaler Kanzler Bruno Kreisky verordnete, dass bei Regierungsklausuren für alle Teilnehmer Tafelspitz aufzutragen sei.

Ist von der österreichischen Küche die Rede, sind in der Hauptsache Gerichte aus den alpenländischen Regionen gemeint. Eines der Merkmale dieser Küche besteht darin, dass sie kaum Fleischgerichte aufweist. Was aber keinesfalls den Schluss zulässt, dass es sich bei der österreichischen Landbevölkerung seit jeher um Vegetarier handelte. Auf den Teller kam neben den Milchprodukten, was Feld und Garten abwarfen. In den gebirgigen Regionen beschränkte sich dies auf wenige Gemüsesorten und Feldfrüchte. Frisch geschlachtetes Fleisch kam in den meisten Haushalten nur an hohen Feiertagen auf den Tisch. Der überwiegende Teil wurde durch Suren (Pökeln) und Selchen (Räuchern) als Vorrat angelegt. Dadurch hat der Speck in sehr vielen Rezepten eine große Bedeutung bekommen. Die Qualität einer Küche und das Können einer Köchin wurde nach der Menge des verkochten Specks bemessen. Auch die Mehlspeisenküche verdankt ihre Vielfalt diesem Umstand. Aber was würde man nicht alles vermissen, gäbe es keinen Schmarrn, keine Buchteln, Dalken, Strudel oder gefüllte Palatschinken, die noch oft als Hauptgerichte auf den Tisch kommen.

Die Qualität des Essens hat in den vergangenen zwanzig Jahren stetig zugenommen. Es wurde wieder verstärkt auf die Besonderheiten der Wiener bzw. der österreichischen Küche sowie auf die Qualität der Zutaten, die möglichst aus der Region kommen sollen, geachtet. Außerdem muss man nicht unbedingt die Gourmettempel aufsuchen, um sich von Österreichs Köchen und Köchinnen in den siebten Himmel schicken zu lassen.

Unter Kennern genießt der österreichische Wein weltweit einen sehr guten Ruf. Einige der burgenländischen Rotweine zählen mittlerweile zu den weltbesten Weinen überhaupt. Und in einen spritzigen, satt goldenen Grünen Veltliner aus der Wachau, wo die ersten Rebstöcke bereits zur Römerzeit angebaut wurden, verlieben sich Kenner sowieso immer wieder aufs Neue. Aber auch alte Rebsorten wie Roter Veltliner, Roter Riesling und Grüner Sylvaner werden weiter ausgebaut und ergänzen das Sortiment. Seit einigen Jahren produzieren immer mehr Winzer auch flaschenvergorenen Sekt und erzielen damit Erfolge. Zu den heimischen Weinanbaugebieten zählt neben Wien, Niederösterreich und dem Burgenland auch die Südsteiermark. Dennoch besagt die Statistik, dass in Österreich dreimal so viel Bier wie Wein getrunken wird. Das Salzburger Land kann mit einer großen, von den Klöstern ausgehenden Bierbrauertradition aufwarten, ebenso wie Tirol und Vorarlberg. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von knapp 170 l zählen Salzburg und Tirol zu den Spitzenreitern im Biertrinken, allerdings sind beide Bundesländer auch Spitzenreiter im Tourismus. In Oberösterreich und in Teilen Kärntens wird eher Most, meist aus vergorenem Apfel- oder Birnensaft hergestellt, getrunken.

Vor dem Schnaps kommt der Kaffee. Es überrascht längst nicht mehr, dass auch in den entlegenen Winkeln der Republik ein »g'scheiter« Kaffee serviert wird, worunter entweder Brauner oder Mokka und für empfindlichere Mägen ein Verlängerter zu verstehen ist. Einzig der Frühstückskaffee lässt in vielen Hotels und Pensionen häufig zu wünschen übrig.

Mit der Rechnung kommt der Schnaps. Ob es sich nun um einen Birnenen, Marillenen (Aprikosen), Trebernen (Trester) oder gar Vogelbeerenen (aus den Früchten der Eberesche) handelt - ein Schnapsl ist niemals abzulehnen. Das hieße, Weitblick und Medizin zu verschmähen, denn ein guter Schnaps erhellt den Blick auf die Welt und fördert in jedem Fall die Verdauung.



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Feste und Events

Feste, Events und mehr

Weil das Leben kein Fest ist, kann nicht oft genug gefeiert werden

Österreich ist ein katholisches Land. Auch deshalb zählt es zu den europäischen Ländern mit den meisten Feiertagen, die für alle Bundesländer gelten. Außerdem wird in Österreich gerne gefeiert. Das bedeutet vor allem um die Faschingszeit einige zusätzliche halboffizielle Feiertage. Bei den von Mai bis Oktober im gesamten Land veranstalteten Festspielen geht es neben Kunst und Kommerz auch darum, sich selbst einen Grund zum Feiern zu verschaffen.

Offizielle Feiertage

1. Jan.

Neujahr

6. Jan.

Fest der Hl. Drei Könige

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

Mai

Christi Himmelfahrt

Mai/Juni

Pfingstmontag; Fronleichnam

15. Aug.

Mariä Himmelfahrt

26. Okt.

Nationalfeiertag

1. Nov.

Allerheiligen

8. Dez.

Mariä Empfängnis

25./26. Dez.

Weihnachten

Feste und Veranstaltungen

Januar

Neujahrsschnalzen vor dem Linzer Landhaus (1. Jan.)

Lauf der Pinggalperchten in Mayrhofen (Zillertal), Lauf der Schnabelperchten in Rauris und Glöcklerlauf in Ebensee, Umzug der Pongauer Spiegelperchten: Kostümierte vertreiben die bösen Geister (alle 5. Jan.)

Mozartwoche in Salzburg: Musikfest, das der Pflege des Mozart-_uvres gewidmet ist (Ende Jan.)

Februar/März

Fasching in Bad Aussee mit Flinserlkostümen, Schemenlauf in Imst (alle 4 Jahre), Schellerlaufen in Nassereith (alle 3 J.), Schleicherlaufen in Telfs (alle 5 J.), Villacher Fasching, Maschkerertanz in Steinfeld im Drautal

März/April

Rauriser Literaturtage im Pinzgau: Autorenlesungen in Wirtshäuern

Passionsspiele in Großarl/Pongau, Treßdorf/Kärnten, Traunkirchen/OÖ

Salzburger Osterfestspiele (Palmsonntag bis Di nach Ostern)

Vierberglauf in Kärtnen:Wallfahrt, bei der in 24 Stunden 50 km zurückgelegt und 2000 m Höhenunterschied überwunden werden

Mai/Juni

Gauderfest in Zell am Ziller mit Tierkämpfen und Rangelwettbewerben (1. So im Mai)

Reiftanz beim Kärntner Laubhüttenfest: altes Knappenbrauchtum (1. So nach Pfingsten)

Fronleichnam am See: Seeprozession in Hallstatt und Traunkirchen

Prangstangen in Zederhaus und Muhr: Meterhohe Blumensäulen werden durch den Ort getragen

Donauinselfest in Wien: Auf 20 Inseln und 16 Bühnen bieten 1500 Künstler 600 Stunden Programm

Wiener Festwochen

Juni/Juli

Ars electronica: Festival für elektronische Musik in Linz (Ende Juni)

Styriarte: Musikfestival in Graz unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt

Tanzsommer Innsbruck: Österreichs größtes Tanzfestival (ab Ende Juni)

Juli/August

Salzburger und Bregenzer Festspiele

Ambraser Schlosskonzerte

August

Piratenschlacht mit Schifferstechen in Oberndorf/Salzach (Mitte Aug.)

Schubertiade Schwarzenberg (Ende Aug./Anf. Sept.)

September/Oktober

Mondsee-Tage: Literatur und Musik im Schloss Mondsee

Matthiasmarkt in Matrei: Osttirols größter Jahrmarkt

Internationale Haydn-Tage in Eisenstadt (Anfang-Mitte Sept.)

Internationales Brucknerfest in Linz (Ende Sept.-Anfang Okt.)

Steirischer Herbst: Avantgardefestival für Literatur in Graz (Okt.)

Bauernherbst: Hofbesichtigungen im Salzburger Land und Salzkammergut

Schubertiade Hohenems (Okt.-Mai, jeweils 3-4 Tage im Monat)

November/Dezember

Krapfenschnappen in Osttirol (Matrei u.a.): von Haus zu Haus ziehende Burschen mit Schnapper (Tierkopf) auf einer Stange (1./2. Nov.)

Klaubaufgehen: Maskenaufzüge am Vorabend des Nikolaustages in Matrei/Osttirtol (alle 5./6. Dez.)

Christkindleinzug in Innsbruck (4. Advent)



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Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Österreich-Reise

Anreise

Auto

Tirol, Salzburg und Kärnten erreicht man am besten über die Autobahn von München über Rosenheim nach Salzburg (A 8) bzw. Kufstein (A 93). Nach Vorarlberg empfiehlt sich die Route von Ulm über Memmingen (A 7) nach Lindau (A 96). Die Hauptverkehrsader von Innsbruck nach Wien läuft über die Inntal- bzw. Westautobahn (A 1). Die Südautobahn (A 2) führt von Wien über Graz nach Klagenfurt und Villach. Villach ist auch über die Tauernautobahn ab Salzburg erreichbar.

Autobahnen in Österreich sind mautpflichtig. Vignetten sind in Tabakläden, auf Postämtern und in grenznahen deutschen Tankstellen zu kaufen. Die Jahresvignette für PKW kostet 72,60 Euro, für 2 Monate 21,80 Euro, für 10 Tage 7,60 Euro. Auch für Motorräder besteht (eine reduzierte) Vignettenpflicht. Mautpflicht besteht zudem auf vielen Berg- und Panoramastraßen sowie einigen wichtigen Transitrouten wie Brennerautobahn, Gerlospass- oder Felbertauernstraße.

Bahn

Österreich ist durch internationale Zugverbindungen bestens erschlossen. Täglich verkehrt ein ICE zwischen Hamburg und Wien (Fahrzeit ca. 9 Std.); eine Rückfahrkarte kostet ca. 250 Euro. Von München über Salzburg nach Wien beträgt die Fahrzeit knapp 5 Stunden. Informationen zu Nachtzügen über das DB Nachtzug-Servicetelefon: 01805/14 15 14 oder www.dbnachtzug.de. Zentrale Zugauskunft in Österreich: Tel. 05 17 17, www.oebb.at

Flugzeug

Tägliche Verbindungen nach Österreich werden von fast allen deutschen Großstädten sowie von Zürich aus angeboten. Neben Austrian, Lufthansa und Swiss bieten GermanWings und Berlinair Flüge vor allem nach Wien an. Weitere Zielflughäfen sind Graz, Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck. Die Flugzeit von Frankfurt/M. nach Wien beträgt knapp 1,5 Stunden. Je früher Sie buchen, desto günstiger sind die Tickets (ab 20 Euro). Zwischen dem Flughafen Wien-Schwechat und dem Bahnhof Wien-Mitte (3. Bezirk) verkehrt der City Airport Train im Halbstundentakt. Die Fahrzeit beträgt 16 Min., das Ticket kostet 9 Euro. Für einen Großteil der Flüge kann am Bahnhof Wien-Mitte bereits eingecheckt und die Bordkarte gelöst werden.

Auskunft

Österreich Werbung

www.austria.info; Deutschland: Tel. zum Ortstarif 01802/10 18 18, Fax 10 18 19; Schweiz: Tel. 0842/10 18 18, Fax 10 18 19

Auto

Tempolimit auf Autobahnen 130, auf Bundesstraßen 100, innerorts 50 km/h. Promillegrenze 0,5. Es besteht Lichtpflicht am Tag sowie Tragepflicht von Sicherheitswesten, sobald das Auto auf Autobahnen und Landstraßen verlassen wird.

ÖAMTC Pannenhilfe: Tel. 120

ARBÖ Pannenhilfe: Tel. 123

Bus

Zentrale österreichische Busauskunft: Tel. 01/711 01

Camping

Im ganzen Land stehen zahlreiche gut geführte Campingplätze zur Verfügung. Wildes Campen ist verboten. Viele Bergstraßen sind mit einem Wohnwagen nicht benutzbar. Information: Österreichischer Camping-Club (ÖCC), Schubertring 1-13, 1010 Wien, Tel. 01/711 99 27 51, Fax 71 99 27 54, www.campingclub.at

Gesundheit

Besorgen Sie sich die Europäische Krankenversicherungskarte, die ab 2006 europaweit eingeführt sein soll. In der Zwischenzeit wird eine Ersatzbescheinigung ausgestellt. Sollte Sie von einem Arzt nicht akzeptiert werden, müssen Sie bar bezahlen und die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Internet

Neben der Website www.austria.info bieten die Seiten der Landes-Tourismusorganisationen wertvolle Informationen: www.wien-tourismus.at, www.niederoesterreich.at; www.oberoesterreich.at; www.salzburgerland.com; www.salzkammergut.at; www.tirol.at; www.vorarlberg-tourism.at; www.kaernten.at; www.steiermark.com; www.burgenland.at. Außerdem liefert die Seite www.tiscover.at ein detailliertes Angebot. www.austria-aktiv.at ist die Seite für Aktivurlauber und www.privatvermieter.at für diejenigen, die lieber privat wohnen.

Internetcafés

Wien: Bignet enter.price, Mariahilferstr. 27, Tel. 01/205 06, www.bignet.at

Niederösterreich: Hotel Metropol, Schillerplatz 1, St. Pölten, Tel. 02742/707 00, www.austria-trend.at/met

Steiermark: Sit'n Surf, Graz, Hans Sachs Gasse 10/1, Tel. 0316/81 45 65, www.sitnsurf.at

Kärnten: SirMagic's Internet-Café, Klagenfurt, Waaggasse 10, Tel. 0463/59 45 94, www.internet-cafe.at

Osttirol: Internetcafé Kals, Ködnitz 30, www.internetcafe.kals.at

Salzburger Land: Cybar, Salzburg, Mozartplatz 5, Tel. 0662/84 48 22, www.cybar.at

Oberösterreich: I-Kaff-Netcafé, Linz, Hofberg 7, Tel. 070/77 27 71, i_kaff@hotmail.com

Tirol: Café Picasso, Maria-Theresien-Str. 16, Eingang im Hof, Tel. 0512/58 48 48, www.cafe-picasso.at

Vorarlberg: VISION, Bludenz, Sturnengasse 4, Tel. 05552/300 60, www.members.aon.at/newland/A4mapsIntCafe.htm

Literatur

Es hat seinen Reiz, Land und Leute durch die Brille österreichischer Schriftsteller kennen zu lernen. Zum einen spielt die Ambivalenz gegenüber dem, was gemeinhin als österreichisch definiert wird, eine große Rolle. Zum anderen reichen die Fäden des Erzählten tief in die Geschichte des Landes, oder es wird deutlich, aus welchem Schmelztiegel das heutige Österreich noch immer besteht. Eva Menasse zeigt das in ihrem Roman »Vienna« sehr schön auf. Alfred Komareks Roman »Die Schattenuhr« ist im Salzkammergut angesiedelt und entführt u. a. in die Geschichte des Salzbergbaus. In die Südsteiermark reisen Sie in Gerhard Roths Roman »Der stille Ozean«.

Notruf

Feuerwehr: Tel. 122

Polizei: Tel. 133

Rettungsdienst: Tel. 144

Ärztenotdienst: Tel. 141

Alpinnotruf (Bergrettung): Tel. 140

Post

Das Porto für Standardsendungen (bis 20 g) beträgt EU-weit 55 Cent, weltweit 1,09 Euro

Telefon

Österreich hat ein sehr dichtes Mobiltelefonnetz mit derzeit fünf Anbietern. Es empfiehlt sich, rechtzeitig vor der Abreise zu prüfen, welche Anbieter mit welchen österreichischen kooperieren, um die günstigste Variante wählen zu können. Bei Ferngesprächen entfällt die 0 der Ortsvorwahl. Vorwahl Deutschland: 0049, Schweiz: 0041, Österreich: 0043

Sonstiges

Vergünstigungen

Viele Regionen und Ferienorte bieten ihren Urlaubsgästen Pauschalvergünstigungen wie Familiencards für Hotels, Sehenswürdigkeiten, Museen, Schwimmbäder und sonstige touristische Leistungen an. Erkundigen Sie sich bei den Tourismusbüros vor Ort oder vor Reiseantritt im Internet.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Sie Waren zum persönlichen Gebrauch frei ein- und ausführen, z. B. bis zu 800 Zigaretten oder 400 Zigarillos oder 200 Zigarren oder 1 kg Tabak, 10 l Spirituosen oder 20 l Likör oder 90 l Wein (davon maximal 60 l Schaumwein) und 110 l Bier. Für Reisende aus Nicht-EU-Ländern gelten knappere Mengen: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen, 2 l Bier, Wein oder Schaumwein.



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Sport und Aktivitäten

Eine riesengroße Sportarena

Zwischen Arlberg und Marchfeld warten auf Aktivsportler neben Skipisten und Badeseen eine Fülle von Herausforderungen und Angeboten

Der besondere Reiz Österreichs liegt darin, dass fast alle Sportarten hier miteinander verbunden werden können: Am frühen Morgen mit der Seilbahn auf einen Dreitausender, um über eine Sommerschneepiste zu wedeln, mittags schwimmen in einem See und am späten Nachmittag einen Ausritt machen. Selbst auf tagelangen Wanderungen kommt aufgrund der Erlebnisfülle nie Langeweile auf. Das Einzige, was neben den Wetterbedingungen den Spaß trüben kann, sind unvorsichtiges Verhalten und das Überschätzen der eigenen Möglichkeiten.

Sport und Aktivitäten

Bergsteigen & Klettern

Kletterfans kommen voll auf ihre Kosten. Am Faaker See in Kärnten gibt es mit dem Kanzianberg einen der beliebtesten Klettergärten des Landes (Info: Tourismusbüro Faak am See, Tel. 04254/211 00). Am Plombergstein im Salzburger Land ist der Klettergarten auch für Kinder geeignet. Unabhängig von der Wetterlage kann im Tivoli in Innsbruck ganzjährig geklettert werden (Stadionstr. 1, tgl. geöffnet, Tel. 0512/39 73 40). Die Avventura Donna in Innsbruck (Achselkopfweg 5, Tel. 0664/104 43 51) bietet Kurse für Frauen an. Geführte Eiswanderungen gibt es am Dachstein ebenso wie auf dem Stubaier Gletscher oder im Großvenedigergebiet. Eisklettern in der gefrorenen Gasteiner Ache oder in der Sigmund-Thun-Klamm im Salzburger Land zählt zu den besonderen Herausforderungen. In Wien gibt es im 6. Bezirk am ehemaligen Flakturm im Esterházy-Park eine Kletterwand. Informationen: www.bergsteigen.at

Canyoning, Rafting & Kajak

Der Oberlauf des Lech im Außerfern, Isel und Drau in Osttirol, Lammer und Salzach im Salzburger Land und die Enns in der Steiermark zählen zu den schönsten Flüssen für den Wildwassersport. Schnuppertouren für Canyoning- und Kajak-Einsteiger werden in Osttirol angeboten (Info: Tel. 0664/356 04 50 oder www.osttirol-adventures.at). Wer in der Umgebung von Salzburg Lust auf einen Hydrospeed-Kick bekommt, dem bietet sich die Strubklamm bei Faistenau an, aber nur in Begleitung erfahrener Führer (Alpinschule Club Monté, Salzburg, Tel. 0662/42 32 16, www.montee.com).

Fahrrad fahren

Mit kurzen Unterbrechungen sind Innsbruck und Wien über Radwanderwege miteinander verbunden. Vom Inn-Radwanderweg zweigt man ab, um über den Pass Thurn ins Salzachtal zum Tauernradweg zu gelangen, der bis Passau führt, von dort geht es donauabwärts weiter bis Wien. Der Murradweg von der Obersteiermark über Graz bis in den Süden des Landes ist für Trekkingfahrer eine beliebte Strecke. Um den Neusiedler wie um den Bodensee gibt es landschaftlich reizvolle Routen. Der Drauwanderweg führt auf einer Strecke von 120 km durch schöne Kärntner Landschaften.

Für Mountainbiker wurde mit der BikeWorld im Salzburger Leogang ein eigener Parcours angelegt (auch Unterricht). Im Kärntner Bärental, in den Tälern der Hohen Tauern und der Tiroler Alpen gibt es viele gut ausgeschilderte Bikerstrecken aller Schwierigkeitsgrade.

Fischen

In den Flüssen, Bächen und Seen der Alpen gibt es wegen der guten Wasserqualität neben Forellen und Saiblingen auch Äschen, Schleien und Spiegelkarpfen. Tipps für Angler sind der Urisee in Tirol in der Nähe von Reutte und die Osttiroler Reviere an Möll, Isel und Villgratenbach. In der Steiermark gilt die Mur als Anglertipp. Die vielen Seen um Salzburg und im Salzkammergut lieferten schon den Fürsterzbischöfen Fisch. In vielen Hotels werden Pauschalarrangements angeboten, z. B. vom Gasthof Bräurup in Mittersill, Pinzgau, mit Fliegenfischerschule (Tel. 06562/62 16) oder vom Hotel Neuhaus in Mayrhofen, Zillertal (Tel. 05385/67 03).

Golf

Die mehr als 100 Golfclubs liegen fast alle in landschaftlich reizvoller Umgebung, ob im Westen im Montafon oder im Osten am Neusiedler See. Mehr als ein Drittel aller Plätze liegen in den Ebenen Niederösterreichs, so auch der GC Schloss Schönborn (Tel. 02267/28 79), 45 km nordwestlich von Wien, der als Clubhaus ein Barockschloss besitzt. In der Region Zell am See/Kaprun (Tel. 06542/51 61) schaffen die Dreitausender der Hohen Tauern eine tolle Kulisse. Eine der traditionsreichsten Anlagen ist die des Clubs Kitzbühel Kaps (Tel. 05356/630 07), deren Ausläufer bis in das Zielgelände der Hahnenkamm-Abfahrtsstrecke reichen. Golfschulen gibt's wie im Club Dolomitengolf (Tel. 04852/721 00) auch in anderen Bundesländern. Info: Österreichischer Golf-Verband, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Str. 12, Tel. 01/505 32 45 16, Fax 505 49 62, www.golf.at

Paragliding

Für Liebhaber des Flugsports gibt es vereinzelt Segelflugschulen wie z. B. in Zell am See (Kapruner Str. 7, Tel. 06542/572 25). Paraglider finden im Kärntner Drautal auf der Emberger Alm (Greifenberg, Tel. 04712/127 96, www.alpsat.at) hervorragende Bedingungen, ebenso auf dem Mieminger Plateau um Nassereith und im Zillertal. Im Salzburger Pinzgau (Bramberg, Weichseldorf 211, Tel. 06566/82 07) lässt sich die Kunst des Paraglidens ebenso erlernen wie in der Flugschule im Tannheimer Tal (Berg 53, Tel. 0664/338 21 41) oder im Osttiroler Hochpustertal (Sillian 82, Tel. 04842/51 76). In Niederösterreich ist der Schneeberg ein begehrter Ort für Paraglider.

Ski fahren

Österreichs Sportidole sind seine Ski-Asse, und abgesehen von Wien und dem Burgenland gibt es überall in Österreich Skigebiete, die für jeden Geschmack und die unterschiedlichen Ansprüche etwas zu bieten haben. Begehrt und entsprechend frequentiert sind die Gebiete im Montafon und am Arlberg (Vorarlberg), in Ischgl, Hochgurgl, Hintertux und Kitzbühel (Tirol) sowie in Saalbach-Hinterglemm, Altenmarkt-Zauchensee, Zell am See-Kaprun (Salzburger Land), am Dachstein und in Schladming (Steiermark) sowie am Semmering (Niederösterreich) und am Nassfeld in Kärnten. Gemächlicher und für Familien geeignet bieten sich die Gebiete in der Wildschönau (Tirol) und am Weißsee (Salzburger Land) sowie am Semmering (Niederösterreich) an. Zentren des Fun Sport auf Pisten sind Ischgl und Serfaus in Tirol sowie Kleinarl und Piesendorf im Salzburger Land. Sommerskilauf findet am Kitzsteinhorn, in Hochgurgl und in Hintertux statt.

Wandern

Bis in Höhen von über 2000 m gibt es Zigtausende Kilometer von markierten Wanderwegen mit entsprechenden Einkehrmöglichkeiten. Eine kulturhistorisch besonders imposante Wanderung führt entlang der Semmering-Bahn in Niederösterreich. Im Salzburger Land und in Kärnten begleitet Wanderer vielerorts das Klappern der Mühlen und in der Südsteiermark das des Klapotez (Slowenisch klapotati = klappern), das die Stare aus den Weinbergen vertreiben soll.



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Stichworte

Von Adel bis Walzer

Einige Codewörter, die Ihnen helfen, die österreichische Mentalität zu verstehen

Stichworte

Adel

Der Adel wurde in Österreich nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie per Gesetz abgeschafft, und nimmt man es genau, so ist es hierzulande verboten, einen Adelstitel zu führen. Nur, so genau wird es nicht genommen, was aber keinesfalls heißt, dass man es nicht genau nehmen könnte, wenn man wollte. Diese Grundeinstellung bezieht sich nicht nur auf das Verhältnis zum Adel, vielmehr beschreibt sie einen Grundzug österreichischer Lebenshaltung. Nur weil ich könnte, muss ich noch lange nicht wollen. Der Adel spielt in der österreichischen Gesellschaft, ob mit oder ohne Adelsprädikat, nach wie vor eine gewichtige Rolle. Einen fehlenden Adelstitel durch verliehene oder ersessene Titel zu kompensieren war schon zu Zeiten der Monarchie eine wichtige Sache. Man glaubt gar nicht, wie viel sich von dieser Titelsucht bis in unsere Zeit herübergerettet hat, spricht man doch viel lieber von der Frau Doktor und dem Herrn Magister, als den Menschen direkt mit seinem Namen anzureden. Der ehemalige österreichische Hochadel ist sehr darauf bedacht, im Hintergrund zu wirken, und überlässt den Platz in den Illustriertenblättern gerne den »unteren Chargen«, wie sie sich auch über die »Kronenkraxler« mokieren und damit jene meinen, die keine Mühen scheuen, um in die Nähe von Blaublütigen zu kommen.

Fasching und Fastnacht

Fastnacht findet in Westösterreich statt, allenfalls noch im Süden. Auf dem an den Rheinischen Karneval erinnernden Villacher Fasching wird in kabarettistischer Form Lokal- und Bundespolitik durch den Kakao gezogen. Die großen Fastnachtsspektakel in den Tiroler Orten wie das Telfser Schleicherlaufen, das Schellerlaufen in Nassereith oder das Imster Schemenlaufen finden nur in mehrjährigen Abständen statt. Bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Wampelerreiten in Axams ziehen Burschen mit prall ausgestopften Oberteilen und markanten Masken durch den Ort, um sich im Kampf mit unmaskierten Reitern zu messen. Obwohl die Ursprünge nicht eindeutig belegt sind, geht es doch wie bei allen Faschings- und Fastnachtsbräuchen um Fruchtbarkeitsrituale, um den Kampf zwischen Winter und Frühling. Nicht anders verhält es sich im Pongau, wenn die Rauriser Schnabelperchten unterwegs sind, oder im Salzkammergut, das jährlich am Faschingswochenende Kopf steht.

Kaffeehaus

Das Wiener Kaffeehaus gilt als schönste Möglichkeit, die eigenen vier Wände ins Unendliche hinaus zu verlängern. »Nicht zu Hause und doch nicht an der frischen Luft« fühlten sich hier seinerzeit die so genannten Wiener Kaffeehausliteraten. Selbstverständlich sind auch heute Schriftsteller in den Kaffeehäusern anzutreffen. Sie bleiben halt sehr oft unerkannt, worüber sie sich aber überhaupt nicht grämen. Robert Menasse sitzt gerne im Café Sperl, während Ilse Aichinger, die große alte Dame der österreichischen Literatur eher im Café Tirolerhof anzutreffen ist. Im Kaffeehaus treffen sich Anwälte mit ihren Klienten ebenso wie Geschäftsleute, die einen Vertrag aushandeln, oder einfach nur Menschen, die sich sehr viel oder auch gar nichts zu sagen haben. Das typische Wiener Kaffeehaus muss einige ganz wichtige Kriterien erfüllen. Dazu zählen die frischen Kipferl zum Frühstück, das Ei im Glas in der richtigen Konsistenz, eine große Auswahl heimischer und internationaler Zeitungen und Zeitschriften sowie das obligate Glas Wasser. Über die Qualität des Kaffees brauchen nicht viele Worte gewechselt zu werden - schmecken muss er. Am Gesichtsausdruck des Obers, wie der Kellner im Kaffeehaus heißt, ist abzulesen, wie er sein Gegenüber einschätzt, das eben mal eine Tasse Kaffe bestellt hat, ohne darauf zu achten, ob es sich nun um einen Braunen, einen Schwarzen oder um eine Melange handelt. Typische Wiener Kaffeehäuser (neben Sperl und Tirolerhof noch Landtmann und Bräunerhof) gibt es auch in Linz (Traxlmayer), Salzburg (Bazar) und Innsbruck (Central).

Konditorei

Zwischen einer Konditorei und einem Kaffeehaus liegen Welten, obwohl an beiden Orten Kaffee und Mehlspeisen angeboten werden. Das ist aber auch schon der kleinste gemeinsame Nenner. In der Konditorei geht es mehr um Torten, Kuchen, Krapferl, Schnitten und Potitzen (Hefeteig mit Nuss- oder Mohnfülle), schlicht um das Werk des Zuckerbäckers, als um Zeitungen und Verabredungen. Um all die Köstlichkeiten zwischen Esterházy-Dobos- oder Malakofftorte, von der obligaten Sachertorte ganz zu schweigen, über Kaisergugelhupf und Kardinalschnitte bis zu Ischler Krapferl und Cremeschnitten zu probieren, sind viele Besuche wie etwa im Demel oder in der Kurkonditorei Oberlaa (Wien), im Zauner (Bad Ischl), in der Konditorei Grellinger (Gmunden), Schatz (Salzburg) oder Koloini (Villach) einzuplanen.

Literatur

Fast könnte man sagen, in Österreich gibt es zu viele Schriftsteller. Gemeint ist damit, dass der Markt zu klein ist, denn Poeten, Literaten und Autoren kann es selbstredend nie genug geben. Auf den deutschen Markt auszuweichen gelingt seltener, als man annehmen dürfte. Die Barrieren sind nicht nur die Sprache selbst, sondern auch die Themen, die sich nur schwer transportieren lassen. Immer wieder hat es allerdings Phasen gegeben, in denen eine spezifisch österreichische Literatur weit über die Grenzen hinaus Anklang fand. Waren es z.B. zu Beginn des 20. Jhs. Robert Musil, Joseph Roth, Hermann Broch und Heimito von Doderer, die mit der Beschreibung des Niedergangs der Donaumonarchie den Nerv der Zeit trafen, kamen um 1970 mit Thomas Bernhard und Peter Handke zwei Schriftsteller auf den Markt, für die die Etiketten »deutsch« oder »österreichisch« keine Rolle spielten. Franz Innerhofer, Gernot Wolfgruber und Peter Turrini wischten den Mief der 50erund 60er-Jahre weg und reihten sich damit - wie später Josef Winkler - in die Tradition der österreichischen Aufklärung ein. Mit Ingeborg Bachmann, der Namensgeberin des alljährlichen Klagenfurter Wettlesens, Ilse Aichinger und Elfriede Jelinek, die 2004 für ihr Gesamtwerk mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, sind die bedeutendsten Schriftstellerinnen der Zweiten Republik genannt.

Sommertheater

Österreichs Festspielkalender ist prall gefüllt, und zwar das gesamte Jahr hindurch. Es ist auch kein Zufall, dass der Festspielreigen mit der Mozartwoche in Salzburg beginnt und mit dem Adventsingen dort endet. Schließlich beherbergt Salzburg das mit über 80 Jahren dienstälteste Festival. Dass es zugleich das erfolgreichste ist, liegt zum einen am Genie Mozarts, zum anderen an der überwältigenden Kulisse, die die Stadt mit ihrer Barockarchitektur bietet. Im Lauf der Zeit wurden Festspiele, selbst wenn sie nicht immer so heißen und so exklusiv wie in Salzburg sind, auch in Bregenz, Innsbruck, Linz, Graz und Eisenstadt gegründet. Der Carinthische Sommer in Kärnten und das Donaufestival in Niederösterreich erstrecken sich jeweils über eine Region. Viele kleine Orte haben nachgezogen und bieten während des Sommers kleine, feine Musik-, Tanz-, Literatur- und Theaterprogramme an. Was in den Sommerfrische-Orten rund um Wien schon zu Monarchiezeiten zu blühen begann, zieht sich nun über das gesamte Land. Gewiss spielt neben allen anderen Überlegungen, Festspiele und Sommertheater aufzuführen, auch der Gedanke eine Rolle: Weil das Leben kein Fest ist, macht es Sinn, möglichst viele Feste zu feiern, selbst wenn jedes das letzte sein kann, wie es uns der Jedermann von Hofmannsthal, der seit 1920 vor dem Salzburger Dom aufgeführt wird, aufs Eindringlichste vorführt und wohl auch deshalb jedes Mal bis auf den letzten Platz ausverkauft ist.

Walzer

»Alles Walzer!« Mit dieser Aufforderung des Zeremonienmeisters wird auf den großen Wiener Bällen das Parkett zum Tanz freigegeben. Schon nach wenigen Schritten zu den ersten Klängen des Donau- oder Kaiserwalzers zeigt sich, wer es gut und wer es weniger gut kann. Was letztlich unerheblich ist, denn die Walzerseligkeit liegt in den Klängen von Johann Strauß Vater und Sohn und nicht in der Perfektion der Tanzschritte. Der Gipfel der Ballsaison sind der Philharmonikerball und der am Donnerstag vor Fastnacht stattfindende Opernball, jenes mediale Großereignis, das die Republik immer wieder aufs Neue in mehrere Lager spaltet. Einigkeit herrscht dagegen am Neujahrstag, wenn die Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal des Musikvereins auf den Einsatz des Dirigenten warten, um das neue Jahr im Dreivierteltakt zu begrüßen. Die Frage, wer dirigiert, avanciert fast zum Staatsthema. Wie er dirigiert hat, beschäftigt die Republik noch Wochen danach.



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Autofahren

Autofahren

Das Strassennetz ist sehr dicht und besteht aus Autobahnen, Schnellstrassen, Bundes-, Landes- und Gemeindestrassen. Die Benützung der Autobahnen und Schnellstrassen ist gebührenpflichtig. An der Grenze, an Tankstellen oder bei den Automobilverbänden können die sogenannten ŤVignettenť bezogen werden, die an der Windschutzscheibe angebracht werden müssen. Der Preis für ein ganzes Jahr beträgt EUR 72,60 für PKW, EUR 29,00 für Motorräder. Eine 2-Monatsvignette für PKW kostet EUR 21,80, für Motorräder EUR 10,90. Eine 10-Tages-vignette für PKW beträgt EUR 7,60, für Motorräder EUR 4,30. (Die Preisangaben von Stand 01.10.01. Änderungen vorbehalten). Zusätzlich muss für verschiedene Passübergänge und Tunnels noch eine Maut entrichtet werden.