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Reiseführer Tschechien

Entdecken Sie Tschechien!

Böhmisch-mährische Variationen: unberührte Wälder, elegante Bäder, pulsierendes großstädtisches Leben

Am Anfang war der Cech. Und als er von den böhmischen Bergen herunterblickte, sah er ein Augenparadies: »Gewässer donnern in den Auen, auf den Felsen summt der Tann.« So verkündet es die tschechische Nationalhymne. Im kleinen gelobten Land des Urvaters blühten seit jeher Märchen und Sagen. Die tschechischen Literaten und Regisseure beschenkten die Welt mit unvergesslichen Schnurren: angefangen beim Prototyp des künstlichen Menschen, dem Golem, geschaffen von Rabbi Löw und in der Literatur verewigt von Gustav Meyrink, über die sprechenden Molche des Utopisten Karel Capek bis hin zu Fernsehlieblingen von Kindern rund um den Globus - Pan Tau, dem kleinen Maulwurf und der Märchenbraut. Dieses kulturelle Erbe hat in dem aus den historischen Ländern Böhmen und Mähren-Schlesien entstandenen Staat seine Spuren hinterlassen. Die Suche nach dem Kern, der die tschechische Welt in ihrem Innersten zusammenhält, verläuft wie K(afka)s Sturm auf das Schloss: über eine Vielzahl von erschöpfenden Wanderpfaden zu verwunschenen Märchenschlössern. Böhmische Dörfer, mährische Burgen und schlesische Städte formieren sich vor dem inneren Auge zu einem Panorama, das von einer Laterna magica an die Wand geworfen sein könnte: surreal und zutiefst tschechisch.

Den Kristallisationspunkt der phantastischen Seele Tschechiens findet man im südböhmischen Wasserschloss Kratochvíle. Hier präsentiert »Kurzfilm Prag« einen Querschnitt durch den Animationsfilm von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Wer sich immer schon gefragt hat, wie Plastilinmännchen Grimassen schneiden und wie Zeichenfiguren das Laufen le ...
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Impressionen



Klima

Brno/Brünn, Tschechien Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 0 3 8 14 19 21 24 24 19 13 5 2
Tiefsttemperatur °C -3 -2 0 4 9 12 14 14 10 6 1 -2
Luftfeuchtigkeit % 91 85 77 71 70 72 73 70 80 85 87 90
Sonnenstunden h 2 3 4 6 9 9 9 9 5 4 2 1
Regentage 22 19 20 17 15 16 19 10 16 19 17 20
Regenmengen mm 25 23 26 33 55 79 74 56 41 31 37 29

Budejovice, Tschechien Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 1 2 7 11 17 20 21 21 17 12 5 2
Tiefsttemperatur °C -2 -2 0 2 7 10 12 11 8 4 0 -1
Luftfeuchtigkeit % 83 76 75 71 68 70 75 78 82 85 88 86
Regentage 17 15 16 15 14 15 14 12 11 12 16 18

Cervena (750m), Tschechien Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C -1 1 4 11 17 19 20 21 15 10 4 -1
Tiefsttemperatur °C -5 -3 -1 3 8 11 12 13 9 5 0 -4
Luftfeuchtigkeit % 93 89 85 75 70 76 79 74 85 89 92 95
Sonnenstunden h 2 3 3 6 8 7 6 8 5 3 2 1
Regentage 18 20 23 19 15 17 20 14 17 18 19 24




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Stichworte

Die Tschechen lieben Querdenker

Eine alphabetische Gebrauchsanweisung für den tschechischen Way of Life

Ahoj

Am Anfang und Ende einer Begegnung grüßt man sich freundschaftlich mit ahoj. Dieser maritime Gruß geht weder auf einen geografischen Irrtum Shakespeares zurück, der Böhmen am Meer ansiedelte, noch auf den Dichter Bohumíl Hrabal, der die Liebe der Böhmen zum Matrosenleben so auf den Punkt brachte: »Die böhmischen Teiche sind Inseln im Meer der Erde.« Nein, tschechische Rudersportler etablierten ihren Gruß um die Jahrhundertwende als damals letzten »Schrei«.

EU-Light-Mitglied

Seit dem 1. Mai 2004 ist Tschechien EU-Mitglied mit Einschränkungen: Der Arbeitsmarktzugang von tschechischen Bürgern und einzelne grenzüberschreitende Dienstleistungen können für maximal sieben Jahre verwehrt werden. Für Reisende ändert sich zunächst wenig: Es wird weiter Passkontrollen und Beschränkungen bei der Warenausfuhr geben. Frühestens 2007 ist mit einem freien Personenverkehr zu rechnen. Die Euro-Einführung wird für 2010 angepeilt.

Golem

Den Vorläufer von Frankensteins Monster schuf einer Legende nach der Prager Rabbi Löw. Der künstliche Mensch machte sich später selbstständig und terrorisierte das Ghetto. Gustav Meyrink erweckte in seiner literarischen Adaption das magische Prag und das im 19. Jh. abgerissene Judenviertel zu neuem Leben. Heute wird die unförmige Gestalt des Golems in erster Linie als Souvenir verkauft.

Hussiten

Der Böhme Jan Hus stieg zum bedeutendsten Reformator des Katholizismus auf und wurde nach dem Konstanzer Konzil von 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der Hussitismus beinhaltete nicht nur religiöse, sondern bereits soziale und nationale Emanzipationsbestrebungen, die schließlich in die Hussitenkriege (1419-36) mündeten. Nach Jan Žižka, dem Heerführer der hussitischen Taboristen - in der böhmischen Stadt Tabor verschanzten sie sich -, ist der Prager Stadtteil Žižkov benannt. Die historischen Helden stehen bei vielen Tschechen für den Widerstandsgeist und die urdemokratische Tradition des tschechischen Volks.

Ironie

Eine Galerie tschechischer Ironiker würde Bände füllen. Stellvertretend seien Bohumíl Hrabal (»Hochzeiten im Hause«) und Jaroslav Hašek (»Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk«) genannt. Für tschechischen Humor steht das schlitzohrige Original des Schwejk, der mit gerissener Unschuld die Autorität des habsburgischen Militärs in Frage stellte. Nach dem gleichen Muster wehrten sich die Tschechen gegen die Soldaten der Warschauer-Pakt-Staaten, die 1968 dem Prager Frühling ein gewaltsames Ende setzten. In der ersten Phase verwirrten sie die Besatzer mit vertauschten Straßen- und Ortsschildern, sodass sich einige Soldaten bei der Ankunft in einem Kuhkaff bereits in Prag wähnten. Aufzuhalten war die Besetzung mit solchen Späßen allerdings nur kurze Zeit.

Juden

Wie in fast allen europäischen Staaten hatten auch die tschechischen Juden unter dem Antisemitismus ihrer Mitbürger zu leiden. Die Tschechen betrachteten sie als Teil der herrschenden, deutsch sprechenden Klasse, der ihrer Unabhängigkeit im Weg stand, und die Deutschen dachten gar nicht daran, sie als Volksgenossen zu akzeptieren. Trotz etlicher Pogrome glückte zu Beginn des 20. Jhs. eine deutsch-jüdisch-tschechische Kultursymbiose. Doch während der deutschen Besatzung wurden die tschechischen Juden fast vollständig vernichtet. Heute sind die Angehörigen der jüdischen Gemeinden in Tschechien überwiegend slowakische Juden, die sich nach 1945 im tschechischen Landesteil niederließen.

Kafka & Konsorten

Die deutsch-jüdisch-tschechische Kultursymbiose des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jhs. ließ Prag für kurze Zeit in die Liga der europäischen Literaturhauptstädte aufsteigen. Einsamer Höhepunkt der Prager deutschen Literatur ist das Werk Franz Kafkas, in dem sich die gleichermaßen bedrohliche wie unfreiwillig komische Atmosphäre jener Zeit verdichtet. In seinem Windschatten behaupten sich bis heute die Bücher von Max Brod, Egon Erwin Kisch, Gustav Meyrink, Leo Perutz, Ernst Weiß und Franz Werfel. Die 1938/39 noch in der Tschechoslowakei lebenden Schriftsteller verließen nach dem deutschen Einmarsch das Land.

Laterna magika

Alfred Radock und Jan Svoboda entwickelten für den tschechoslowakischen Pavillon bei der Brüsseler Weltausstellung 1958 ein Montageverfahren, das Elemente des Films, des Theaters und der Pantomime vereint. Ein Jahr später hatte die Laterna magika in Prag ein eigenes Theater, in dem Schauspieler aus der Kinoleinwand heraustreten, im realen Geschehen mitmischen und wieder im Zelluloid verschwinden.

Literatur

Die Werke tschechischer Schriftsteller, die bis 1989 nur im Exil erschienen oder in verbotenen, oft handschriftlich verfassten Ausgaben kursierten, erlebten in der ersten postsozialistischen Phase eine glanzvolle Renaissance. Die Romane von Milan Kundera (»Der Scherz«, »Das Buch der lächerlichen Liebe«, »Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins«), Ludvík Vaculíks berühmter Vater-Sohn-Roman »Das Beil« oder sein »Tschechisches Traumbuch« wurden neu verlegt, ebenso die Gedichte des Mähren Jan Skácel, die absurden Theaterstücke Václav Havels und die Stücke und Romane Pavel Kohouts (»Sternstunde der Mörder«). Etwa zur gleichen Zeit meldeten sich neue Autoren zu Wort. Michal Viewegh feierte mit »Blendende Jahre für Hunde« einen großen Erfolg, und Jáchym Topol setzte mit »Exit Engel« Maßstäbe für die Literatur nach 1989.

Musik

Wolfgang Amadeus Mozart feierte seine größten Erfolge in Prag. Die Werke der drei berühmtesten tschechischen Komponisten Antonín Dvorák, Bedrich Smetana, Leoš Janácek werden noch heute oft aufgeführt. Das innige Verhältnis der Tschechen zur Musik macht sich aber nicht nur in der Klassik bemerkbar. Zu fortgeschrittener Stunde kann man sich in jedem Dorfwirtshaus sicher sein, dass so gut wie alle Gäste lauthals die Gassenhauer der tschechischen Volksmusik und der internationalen Folkszene intonieren.

Nepomuk

Die Skulptur des böhmischen Brückenheiligen blickt von fast jeder Moldaubrücke. Und das hat seinen Grund: Um den unliebsamen Intellektuellen loszuwerden, dichtete König Wenzel dem Geistlichen eine Affäre mit seiner Gattin an und ertränkte ihn in der Moldau.

Obcanské Forum (OF)

OF, übersetzt Bürgerforum, hieß die oppositionelle Sammelbewegung, zu der sich Ende 1989 Studenten, Schauspieler, Intellektuelle und Arbeiter vereinigten, um das kommunistische Regime zu stürzen. Václav Havel, ihr charismatischer Führer, ging im Gegensatz zur Bevölkerungsmehrheit keine Kompromisse mit der »Normalisierungspolitik« ein. So hieß euphemistisch die Rückkehr zu - etwas verfeinerten - stalinistischen Methoden nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968. Havel bezahlte seine offenen Briefe an den Präsidenten der damaligen CSSR, Gustav Husák, und seine sarkastischen Theaterstücke mit Berufsverbot und Gefängnis. Belohnt wurde seine Tapferkeit mit dem Aufstieg zum (Dichter-) Präsidenten. Das heterogene OF zerfiel nach der Ablösung des KP-Regimes, es bildete sich ein Parteiensystem westlichen Musters.

Parteien

Die wichtigsten Parteien - CSSD: Tschechische Partei der Sozialdemokratie. Sie stellt den Ministerpräsidenten einer sozialliberalen Koalition, Jiri Paroubek. KDU-CSL: Christlich-Demokratische Union/ Tschechische Partei des Volks. KSCM: Kommunistische Partei Böhmens und Mährens. Sie war lange die orthodoxeste KP der Reformstaaten, leitete aber schließlich einen vorsichtigen Kurswechsel ein. ODS: Bürgerlich-Demokratische Partei. Sie stellte bis 1998 mit Václav Klaus den Ministerpräsidenten. 2003 zog dieser als Nachfolger Václav Havels in den Präsidentenpalast am Hradschin.

Pestsäule

Sie fehlt in kaum einer tschechischen Stadt. Mal vergoldet und mit bombastischem Figurenaufsatz, mal in bescheidener Ausführung, ist die barocke Pestsäule ein fester Bestandteil böhmisch-mährischer Marktplätze. Das geht zum einen darauf zurück, dass der schwarze Tod im Gefolge des Dreißigjährigen Kriegs hier besonders heftig tobte. Zum anderen zeigte die k. u. k. Monarchie mit diesem katholischen Symbol, das meist von einer Marienstatue gekrönt wird, Flagge.

»Rasender Reporter«

Gemeint ist Egon Erwin Kisch (1885-1948), der seine journalistische Karriere Anfang des 20. Jhs. als Volontär beim »Prager Tagblatt« und als Lokalreporter bei der »Bohemia« begann. Auf die Tradition des liberalen Tagblatts beruft sich heute die »Prager Zeitung«, die erste Wochenzeitung, die seit der Wende in deutscher Sprache über tschechische Politik, Wirtschaft und Kultur berichtet.

Volksmusik

Mährische Volkslieder sind sogar für einen Böhmen nur schwer zu singen. Sie sind denkbar vielfältig, schwanken zwischen den Tonarten und verzichten auf den disziplinierenden Leitton. Doch der exotische Rhythmus zum Beispiel der Tanzlieder überträgt sich unwillkürlich auf die Zuhörer.

Wirtschaft

In ihrem letzten Fortschrittsbericht stellt die Europäische Kommission fest: »Die Tschechische Republik kann als funktionierende Marktwirtschaft bezeichnet werden, aber es sind weitere Strukturreformen notwendig, damit sie mittelfristig Aussichten hat, dem Wettbewerbsdruck in der EU standzuhalten.« Dazu gehören in erster Linie die konsequent betriebene Privatisierung von Bankhäusern, Großbetrieben und industriellen Komplexen. Nach beeindruckenden Anfangserfolgen geriet der Konjunkturmotor jedoch in letzter Zeit spürbar ins Stottern.

Zigeuner

Die ungeliebte Minderheit, politisch korrekt Roma und Sinti, wird als cikáni verschmäht. Nach der Vertreibung der Deutschen wurden viele in den entvölkerten Grenzgebieten angesiedelt und zur Industriearbeit gezwungen. Zerrüttete Familien, die in Slums vegetieren, sind nicht selten. Der Teufelskreis aus Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit und Kriminalität führte 1998 zu einer spektakulären Ausreisewelle. Gleichzeitig bemühen sich eine Roma-Vereinigung sowie tschechische Bürgerinitiativen mit Bildungsprogrammen und Streetworkern um die Integration der Minderheit.



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Angesagt

Angesagt!

Was Sie wissen sollten über Trends, die Szene und Kuriositäten in Tschechien

Angesagt

Junge Brigaden

Während sich westeuropäische Jugendliche in erster Linie von Sex, Drugs and Rock 'n' Roll angezogen fühlen, ist die tschechische Jugend in ihrem Arbeitseifer kaum zu bremsen. Hinter vielen Kaufhauskassen und Ladentheken sieht man Milchgesichter. Die jungen Brigaden verdienen sich so ihren Trip nach Übersee.

Mode

Prag hat eine Modeszene hervorgebracht, die sich an den jungen Wilden in London orientiert. Der kubanischstämmige Designer Osman Lafitta gilt als Statthalter der Haute Couture in Prag und wurde schon als »Galliano Tschechiens« apostrophiert. Sein Salon Taiza residiert im Millennium Plaza (V celnici 10). Bei Jaroslava Dovcová (Rybna) kaufen Größen des tschechischen Showbiz.

Musik

Trampská hudba (Trampmusik) ist eine sehr populäre böhmisch-mährische Fusion aus Country, Bluegrass, Blues und Protestsongs tschechischer und US-amerikanischer Provenienz. Ikonen des Genres: František und Jan Nedved.

Flower Power

Spät, aber gewaltig hat die Hippie- Renaissance auch die böhmischen Kronländer eingeholt. An allen Ecken und Enden qualmt das Gras aus jungen Vollbärten, wehen Rastalocken im Wind und blühen Blumen auf Jacken und Latzhosen.

Sportkult

Tief im Osten, a new star is born: Baník Ostrava, der Kohlenpott-Fußballverein in Nordmähren, entwickelt sich zum Kultverein. Das tschechische »Schalke« möchte die Prager »Bayern« von Sparta und Slavia das Fürchten lehren. Der eigentliche Star ist und bleibt aber Hockey, ob auf Eis oder auf Asphalt: Was in Brasilien die Straßenfußballer, sind in Tschechien die Jungs auf ihren scharfen Kufen oder rasanten Rollen.



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Ausflüge und Touren

Hop, dva, tri: auf in die Natur!

Ausflüge und Touren

naturpark Ceský ráj: das Böhmische paradies

Lassen Sie es am ersten Tag ruhig angehen. Marschieren Sie vom Campingplatz auf dem rot markierten Weg in Richtung Hrada in den Wald. Nach einem moderaten Aufstieg wandern Sie auf einer Hochebene an den ersten kleinen Felstürmen vorbei. Etwa 20 Minuten später die erste Herausforderung für alle, die nicht ganz schwindelfrei sind: eine steile Treppe führt auf die Spitze eines gewaltigen Sandsteinbrockens. Von dort überblicken Sie in aller Ruhe Ihr Urlaubsreich, ehe Sie wieder umkehren.

Am zweiten Tag machen Sie einen Kulturtrip. Auf dem roten Wanderweg Richtung Südosten erreichen Sie nach etwa 11 km die Burg Kost. Der mittelalterliche Prachtbau mit gotischem Palas beherbergt eine Alchimistenküche. Vielleicht finden Sie, wenn schon nicht den Stein der Weisen, so doch ein Rezept zur Wiedererlangung Ihrer Kräfte.

Am dritten Tag setzen Sie ein paar Kilometer drauf, schlagen den gelben Weg Richtung Žehrov ein, biegen nach circa 6 km auf den blauen Weg nach Vysker ab und erreichen nach insgesamt 15 km Hrubá Skála. Dort haben Sie die Wahl zwischen dem Aehrenthalschen Schloss oder den 220 Sandsteintürmen der Felsenstadt westlich des Orts.

Am vierten Tag sind Sie bereits in passabler Form, weshalb Sie auf dem gelben Weg vom Vortag gleich bis Tachov weitermarschieren und dort auf den roten Weg nach Troskovice einbiegen. 17 km weiter belohnt Sie die Burgruine Trosky hoch auf einem schroffen Basaltfelsen mit einem geradezu gigantischen Ausblick.

Am fünften Tag begeben Sie sich wieder unter Menschen, Sie unternehmen einen Ausflug nach Turnov auf der kleinen Landstraße von Zd'ár über Všen und Mašov (etwa 10 km). Der Ort (14 000 Ew.) hat zwar nicht gerade viel zu bieten, aber das Museum des Böhmischen Paradieses sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Am sechsten Tag gibt es einen kulturellen Höhepunkt: Über Olšina, Dneboh und Hoškovice erreichen Sie nach ungefähr 10 km Mnichovo Hradište. Beschäftigen Sie sich dort gar nicht erst mit der vergeblichen Suche nach Sehenswürdigkeiten auf dem Marktplatz, sondern marschieren Sie schnurstracks zum Wallensteinschen Renaissanceschloss.

Am siebten Tag gehen Sie es ein bisschen bequemer an und gönnen sich eine Autofahrt nach Jicín. In der 17 000-Ew.-Stadt gibt es wieder einen richtigen Marktplatz mit Laubenhäusern und ein weiteres Renaissanceschloss Wallensteins mit Park. Auf dem Rückweg bietet sich ein Abstecher nach Prachov an, wo Sie sich die Beine in der bizarren Felsenstadt der Prachower Felsen (Prachovské skály) vertreten können. Nach etwa 200 Aufstiegen über 80 Türme und durch zahllose Grotten und Schluchten machen Sie im Zentrum dieser Naturgewalt eine Rast in der Turistická chata.

der Karst: reise in das innerste mährens

Sie beginnen am nördlichsten Punkt des Mährischen Karsts, etwa 10 km nördlich von Blansko, mit der Besichtigung der Sloupsko-šo-šuvské-Höhlen. Planen Sie für die Durchquerung dieses steinernen Irrgartens zwei Stunden ein. Auf einem verzweigten Weg von gut 3 km wechseln sich beklemmend enge Gänge und weite Hallen mit skurril geformten Tropfsteingehängen und -gewächsen ab. Etwa 5 km südöstlich, kurz unterhalb des Dorfs Ostrov u Macochy, liegt der Eingang zur Jeskyne Balcarka. Auf zwei Stockwerken wechseln die zarten Tropfsteingebilde der Balcar-Höhle chamäleonartig ihre Farben.

3 km südwestlich erreichen Sie den Aussichtspunkt bei der Macocha-Schlucht. Der Blick fällt in einen 139 m tiefen Graben, aus dem schroffe Felswände emporsteigen. Die Schlucht entstand durch den Einsturz eines riesigen unterirdischen Doms. Karstgewässer und tektonische Störungen brachten seine Decke zum Bersten. Der Boden der Schlucht ist noch heute mit den Resten der zerbröckelten Steindecke bedeckt, darunter graben unterirdische Flüsse ihre Betten in den Kalk. Benannt ist der Canyon nach der Legendenfigur Macocha: eine alte Frau, die ihr Stiefkind in die Tiefe gestürzt haben soll. Das Kind blieb an einem Strauch hängen und wurde von Dorfbewohnern gerettet, die böse Macocha aber zur Strafe selbst in die Schlucht gestoßen.

Weitere 3 km südwestlich liegt die Katerinská-Höhle. Eine Sage, nach der sich das Hirtenmädchen Katharina darin verlaufen hat, belegt, dass die Höhle schon seit langer Zeit bekannt ist. Der durch Wasser auf einen Raum von 96 x 36 x 20 m ausgewaschene Hauptdom zeigt nur noch wenige Tropfsteinkaskaden. Die einst herunterhängenden Zapfen haben vor langer Zeit die Stalagmiten unter sich begraben. Dafür bietet der Kalksteinsaal eine hervorragende Akustik, die bereits für Klassikeinspielungen genutzt wurde (bei der Führung wird der Gefangenenchor aus Guiseppe Verdis Oper »Nabucco« vom Band gespielt). Danach durchqueren Sie u. a. das Bambuswäldchen, Hunderte stabartiger Stalagmiten, gruppiert zu einem Steinforst.

Wenige Kilometer nördlich von Blansko liegt der Eingang der Punkevní-Höhlen. Gut zwei Stunden dauert die Höhlenforschung, zum Teil per Boot auf der unterirdisch fließenden Punkva. Endstation sind zwei Seen im Schluchtboden der schon vorher bewunderten Macocha-Schlucht.

Nach dieser Expedition empfiehlt sich eine Übernachtung in der schönen alten Mühle (1888) am Stadtrand von Boskovice. Sie verbindet romantisches Ambiente mit Komfort, etwa einem türkischen Bad, und einem Restaurant (Hotel Moravia, Lasákuv Mlyn, 27 Zi., Dukelská 77, Tel. 516 45 44 12, Fax 516 45 35 89, €€-€€€).

böhmerwald: hort der märchenschlösser

Folgen Sie am ersten Tag der Straße Richtung Zaton. Nördlich von Kaplice liegt der Parkplatz des Naturschutzgebiets um den Boubín, dem höchsten Berg (1362 m) im Böhmerwald. Marschieren Sie entlang der grünen Markierung zu einem idyllischen See (Ausgangs- und Endpunkt einer 10 km langen, rund fünfstündigen spiralförmigen Wanderung). Nach dem erholsamen Spaziergang haben Sie noch 30 km vor sich. Fahren Sie zurück bis Zaton, und folgen Sie der warmen Moldau über Lenora bis zum Lipno-Stausee. Bei richtigem Timing erstrahlt das künstliche Moldaumeer im Abendrot. Mieten Sie für die Nacht eine chata (Hütte) an einem der beiden Campingplätze am See in Horní Planá.

Bevor Sie am nächsten Tag aufbrechen, werfen Sie einen Blick in das kleine Museum Adalbert Stifters, das Kindheit und Jugend des Dichters dokumentiert. Danach radeln Sie auf der idyllischen Seestraße über Frymburk 32 km bis zum Kloster Vyšší Brod. In zwei Stunden können Sie die gotische Hallenkirche und eine bedeutende Bibliothek besichtigen. Weiter geht es Richtung Ceský Krumlov, Sie machen aber nach 8 km einen Abstecher zur romantischen Burg Rožmberk. Die Führung durch die erhaltene Untere Burg dauert etwa 45 Minuten. 22 km weiter erreichen Sie das Kulturidyll Ceský Krumlov mit seinem lebendigen Nachtleben.

Auf der Fahrt Richtung Budweis streifen Sie nach 8 km das Zisterzienserkloster Zlatá Koruna. 14 km später halten Sie im großzügigen Ceské Budejovice Einzug. In der berühmten Bierhalle Másné krámy schmecken Schweinebraten und ein kühles Budweiser. So gestärkt, setzen Sie die Fahrt Richtung Písek fort und machen nach 12 km beim Märchenschloss Hluboká Halt (Besichtigung: 1 Stunde). 8 km weiter nehmen Sie die linke Abzweigung zum 5 km entfernten Netolice mit Campingplatz und lustiger Jugendkneipe.

Der neue Tag bringt einen Ausflug zum 2 km entfernten Wasserschloss Kratochvíle mit der wohl originellsten Ausstellung Tschechiens im Museum des tschechischen Trickfilms. Nach einigen Steigungen rollen Sie ins 15 km entfernte Prachatice mit seinem historischen Stadtkern hinunter. In Richtung Volary machen Sie nach etwa fünf Bergkilometern eine kleine Wanderung zum Aussichtsturm auf dem Libín: Eine tolle Aussicht über den Böhmerwald und eine urige Berghütte mit Übernachtungsmöglichkeit sind aller Mühen Lohn.

Am fünften Tag geht es fast nur noch bergab. Über Volary kehren Sie ins Moldautal und nach 22 Tageskilometern nach Horní Vltavice zurück.



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Bloß nicht

Bloß nicht!

Auch in Tschechien gibt es Touristenfallen und anderes, was Sie vermeiden sollten

Bloß nicht

Autodiebe unnötig in Versuchung führen

Möchten Sie hauptsächlich nach Prag, sollten Sie auf das Auto verzichten. Es passiert zu leicht, dass es aufgebrochen oder geklaut wird. Der innerstädtische Stop-and-go-Verkehr lädt außerdem nicht gerade zu Citytouren ein. Mit Metro, Tram und Bus kommen Sie Tag und Nacht preiswert an jeden gewünschten Ort. Anders sieht die Situation in Kleinstädten aus. Dort können Sie die meist bewachten zentralen Parkplätze in der Innenstadt ansteuern. Auf alle Fälle empfiehlt sich zur Abschreckung eine mechanische Wegfahrsperre.

Deutsch sprechen auf Teufel komm raus

Versuchen Sie, sich ein paar tschechische Höflichkeitsfloskeln zu merken, und setzen Sie bei Bestellungen in der Kneipe nicht voraus, dass dort alle Deutsch verstehen. In einem Lokal an Ihrem Heimatort würde man auch etwas pikiert dreinschauen, wenn Tschechen dort in ihrer Sprache einfach drauflosplaudern würden.

Geld tauschen mit Wahnsinnsgebühren

Gehen Sie zum Geldtauschen in eine Bank, oder nutzen Sie (mit ec-Karte und Geheimzahl) die zahlreich vorhandenen Geldautomaten, statt sich in Wechselstuben Wahnsinnsgebühren abknöpfen zu lassen. Und kommen Sie auf gar keinen Fall in Versuchung, auf der Straße schwarz zu tauschen. Bei freien Wechselkursen kann man logischerweise nur mit Zeitungsschnipseln Gewinne verbuchen.

Taxiabenteurern auf den Leim gehen

Steigen Sie in Prag nicht in ein x-beliebiges Taxi. Die Standgebühren im Zentrum sind oft so hoch, dass die Fahrer ihr Gehalt durch überhöhte Preise aufbessern wollen. Bestellen Sie stattdessen lieber (auf Englisch) einen Wagen der seriösen Firma AAA (Tel. 140 14). Eine Fahrt vom Bahnhof zur Karlsbrücke kostet ca. 100 Kronen.

Das Wort »Tschechei« in den Mund nehmen

Auf eins sollten Sie unbedingt achten: Als Landesbezeichnung hat sich der Begriff »Tschechien« durchgesetzt. Die Bezeichnung »Tschechei«, die im Dritten Reich, aber auch in der DDR geläufig war, bringt man in Tschechien mit der nationalsozialistischen Besatzungszeit in Verbindung, weshalb es schon eine Frage der Höflichkeit Ihrem Gastland gegenüber ist, diese Bezeichnung zu vermeiden.



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Einkaufen

Kunsthandwerk in bester Qualität

Von Mundgeblasenem bis zu Schnitzwerk - Phantasie und Originalität sind die Markenzeichen vieler tschechischer Erzeugnisse

Auch wenn sich das Preisgefälle seit dem Fall des Eisernen Vorhangs deutlich verringert hat, bekommt man in Tschechien noch immer hochwertige Produkte für deutlich weniger Geld. Nicht nur in Prag finden Sie Antiquariate, wo zwischen allerlei Trödel so manches gute Stück wartet. Der Nachholbedarf der Tschechen bei neumodischem Mobiliar hält an, sodass man schöne, alte Sekretäre oder lederbeschlagene Lehnstühle von der vorletzten Jahrhundertwende nicht überall zu schätzen weiß.

Nicht lange suchen müssen Sie auch nach dem berühmten böhmischen Glas und Porzellan, das fast überall zu günstigen Preisen zu kaufen ist. Neben hochwertigem Kristallglas und dem klassischen Zwiebelmusterporzellan aus Nordböhmen finden sich auch mundgeblasene Kopien mittelalterlicher Gläser und Jugendstilimitate. Ins Auge fallen auch phantasievoll geformte Keramiktassen, farbenprächtige Service, Aschenbecher mit Tiermotiven und surrealen Tonfiguren.

Die Kinderliebe der Tschechen artikuliert sich nicht nur in den legendären Märchen- und Trickfilmen, sondern auch in der Vielfalt origineller Holzspielsachen: So gibt es beispielsweise Marionetten und Stofffiguren, die Filmhelden wie dem kleinen Maulwurf oder Pan Tau nachempfunden sind.

Der geringe Stundenlohn bewirkt attraktive Preise für kunsthandwerkliche Erzeugnisse. Besonders Goldschmuck oder granatbesetzte Ringe, Ketten und Broschen sind günstig. Und Kunstliebhaber sollten einen Streifzug durch die vielen neu eröffneten Galerien machen. Werke selbst renommierter zeitgenössischer Künstler sind oft noch erschwinglich - und vielleicht entdecken Sie ja das Gemälde eines tschechischen Anselm Kiefer, das in einigen Jahren unbezahlbar sein wird.

Für jeden Geldbeutel geeignet sind Schuhe des tschechischen Herstellers Bat'a, die gemessen an Qualität und Preis keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Oder Sie nehmen ein paar Flaschen mährischen Wein, einen Kasten mit den besten Biersorten, eine Pulle Becherovka und einige Schachteln Karlsbader Oblaten mit nach Hause.



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Essen und Trinken

Kuchar, bleib bei deiner svícková!

Von der »unerträglichen Leichtigkeit des Seins« ist in der böhmischen Küche wenig zu spüren

Viele Jahrhunderte im Staatenbund der österreichisch-ungarischen Monarchie haben den Speisezettel Böhmens und Mährens nachhaltig geprägt. Dabei ist heute kaum mehr zu sagen, was zuerst da war: die böhmischen palacinky oder die Wiener Palatschinken, das ungarische Gulasch oder das böhmische guláš, der bayerisch-österreichische Schweinebraten mit Knödeln und Kraut oder das tschechische vepro, knedlo, zelo. Ist ja auch nicht so wichtig, jedenfalls unterscheidet sich die Speisekarte im tschechischen restaurace nur marginal von der in den traditionellen Wirtshäusern von Wien, Linz oder Budapest.

Die Auswahl an Gerichten der böhmischen Küche und an internationalen Speisen ist in nahezu jedem Dorfwirtshaus äußerst beeindruckend: Sie können in der Regel zwischen mehreren Suppen, kalten und warmen Vorspeisen, einem Dutzend Fisch- und Geflügelgerichten, einer ganzen Latte von Spezialitäten des Hauses sowie den wichtigsten Mehl- und Süßspeisen wählen. Mit Ausnahme weniger Spitzenrestaurants ist der Preis meist äußerst sympathisch, die Qualität recht ordentlich. Ein paniertes Schnitzel mit Pommes (smažený rízek) kostet selten mehr als 4 Euro.

Ausdrücklich gewarnt sei vor Ausflügen der böhmischen Köche in das Genre der chinesischen und italienischen Küchenkunst. Sollte Sie wirklich einmal die Lust auf exotisches Essen überkommen, werfen Sie einen Blick in die Küche, ob dort auch tatsächlich ein Südländer oder Asiate als kuchar (Koch) seinen Dienst verrichtet. Inzwischen haben sich an einigen Orten hervorragende Pizzerien angesiedelt, die langsam, aber sicher die böhmische Esskultur revolutionieren. Diese zu finden gleicht allerdings häufig der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Denn die Experimentierlust tschechischer Gastronomen hat zu einer regelrechten Pizzenschwemme geführt - und die eigenwilligen Kreationen, die dabei entstehen, sind häufig alles andere als appetitanregend.

Bleiben Sie also lieber bei böhmischen Gerichten, etwa dem Nationalgericht Nummer zwei, der svícková: Falls Sie einmal das Glück haben sollten, bei einer tschechischen Familie zu Gast zu sein, wissen Sie erst, was böhmische Küche bedeutet. Stellen Sie sich vor, dass eine tschechische Hausfrau Ihnen zarten, mit Speck gespickten Lendenbraten serviert. Der hat über Nacht in einem Sud aus zerlassener Butter, Wurzelgemüse, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Thymian, Pfefferkörnern und Zitronenschale die richtige Würze aufgesogen. Und jetzt kommt er zusammen mit einer Sauce, die aus dem Sud und einem Schuss Sahne angerichtet wird, und mit den böhmischen Knödeln dampfend auf den Tisch - Ihre Sehnsucht nach Nouvelle Cuisine wird sich garantiert in Grenzen halten. Sollte es Ihnen aber nicht gelingen, sich in einen tschechischen Haushalt einzuschleichen, finden Sie eine Reihe vorzüglicher Gasthäuser im ganzen Land, die das Schild »Böhmische Küche« zu Recht vor der Tür stehen haben.

Mit dem ceská kava, einem dem Wesen nach türkischen (turecká) Kaffee mit Satz, müssen sich an Filterkaffee gewohnte Besucher erst anfreunden. Inzwischen hält allerdings in der kavarná (Café) die k. u. k. Kaffeetradition wieder Einzug, weshalb neben kava s mlekem (Milchkaffee), espreso, kapucino und einer vídenská kava (Wiener Kaffee mit Schlagsahne) auch viele alkoholisierte Sorten wie etwa alžírská kava (algerischer Kaffee mit Eierlikör und Sahne) kredenzt werden.

Als herzhafter Imbiss zum Mitnehmen empfiehlt sich der pikant gewürzte bramborák, ein großer Kartoffelpuffer. In vielen Imbissstuben, aber auch in den meisten Gaststätten bekommen Sie einen gebackenen Hartkäse, den smažený sýr, meist garniert mit hranolky (Pommes frites) und tatarská omácka, einer fein gewürzten Mayonnaisesauce. Als fleischlose Gerichte stehen neben dem Backkäse, der auch als smažený hermelín (eine Camembertsorte) angeboten wird, häufig smažený kveták (frittierter Blumenkohl) sowie smažený žampióny (gebackene Pilzköpfe) auf der jídelní lístek (Speisekarte). Zum Muss in einer richtigen pivnice, der tschechischen Bierstube, gehört spätestens nach dem dritten Bier ein »Ersoffener«, sprich utopenec, wie die Bierfreunde eine in Essig und Öl eingelegte und mit Zwiebeln gespickte Knackwurst nennen.

Apropos Bier oder auf gut Tschechisch pivo: Die böhmische Braukunst hat mehrere Dutzend Biersorten zu bieten. Das Pilsner Urquell steht nach Meinung vieler dabei eher im hinteren Mittelfeld. Ein äußerst subjektives Geschmacksranking nach Gattungen könnte so aussehen: helles Bier (svetlé pivo) - Staropramen, Samson, Budvar, Gambrinus, Starobrno; dunkles Bier (cerné pivo) - Krušovice, Regent, Purkmistr. Wichtiger als der Alkoholgehalt ist dabei die Stammwürze: Das stärkere, würzigere Bier mit 12 Grad heißt dvanáctka, das leichte Schankbier mit 10 Grad desítka. Außer im Restaurant bekommen Sie Ihr Bier in der pivnice oder auch im klub, der Studentenkneipe.

Eine vinárna sucht dagegen nur der mutige Weintrinker auf. Der böhmische Frankovká oder Rýnský Ryzlink ist nämlich nicht jedermanns Sache - und auf Grund der hohen Zölle sind ausländische Weine sehr teuer. Hervorragende Tropfen bekommen Sie allerdings in den Weinkellern Südmährens. Von der Sonne verwöhnt, genügen die in der Gegend um Mikulov seit Jahrhunderten angebauten Rebsorten auch hohen Ansprüchen.



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Feste und Events

Feste, Events und mehr

Film, Musik, Theater, Marionetten und Renaissancefeste verzaubern Tschechien

Offizielle Feiertage

1. Januar

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Befreiung vom Nationalsozialismus (1945)

5. Juli

Tag der Slawenapostel Kyrill und Method

6. Juli

Verbrennungstod von Jan Hus

28. September

Tag des hl. Wenzel

28. Oktober

Nationalfeiertag (Gründung der Tschechoslowakei 1918)

24.-26. Dezember

Weihnachten

Feste und Veranstaltungen

Januar

Prag: Neujahrskonzert im Rudolfinum

März

Trebíc: Frühling der Marionettenspieler

April

Brünn: Festival geistlicher Musik

Mai

Hradec Králové: internationales Theaterfestival Theater Europäischer Regionen.

Ostrava: internationales Musikfestival Janácek-Mai.

Das Musikfestival Prager Frühling mit internationalen Topensembles beginnt immer am 12. Mai (Todestag Bedrich Smetanas)

Mai/Juni

Olomouc: Olmützer Musikfrühling

Juni

Ceský Krumlov: Am Wochenende um den 21. Juni findet das traditionelle Renaissancestadtfest der fünfblättrigen Rose statt

Kutná Hora: Kuttenberger Silberfest, historisches Fest in der ehemals bedeutenden Münzstadt

Pardubice: Schlossfest

Pelhrimov: Mitte Juni internationales Festival der Rekorde und Kuriositäten mit Unterwasser-Biertrinken, Hochgeschwindigkeits-Karikaturenzeichnen und dem Bewegen eines Škodas mit den Ohren

Prachatice: Am Monatsende gibt es ein Fest anlässlich der Salzlieferungen über den Goldenen Steig mit farbenprächtigem Umzug in historischen Kostümen

Juli

Ceský Krumlov: Mitte Juli Festival der Alten Musik

Juli/August

Ceský Krumlov: Südböhmischer Theatersommer auf der Freilichtbühne des Schlossgartens. Zvíkov: Theatersommer

August

Domažlice: Am Sonntag nach dem 10. August findet das mittelalterliche Chodenfest statt.

Námešt' na Hané: Hanakisches Erntefest in der letzten Woche.

Rožnov pod Radhoštem: Mitte August Jahrmarkt im Wallachischen Museumsdorf.

September

Brünn: ab Ende September internationales Musikfestival Mährischer Herbst.

Kromeríž: Musiksommer in der erzbischöflichen Residenz (mit Kammermusik).

Kutná Hora: Renaissance Musikfestival. Pardubice: Flachbahn-Motorradrennen »Goldener Helm«.

Šternberk: Oldtimerschau am zweiten Wochenende.

Tabor: historischer Festumzug ein der ersten Monatshälfte.

Teplice: Beethoven-Festival in der zweiten Monatshälfte.

Znojmo: Mitte September traditionelles Weinlesefest mit Umzug.

Oktober

Hradec Králové: internationales Jazzertreffen Jazz goes to town.

November

Prag: Prager Theaterfestival der deutschen Sprache.

Dezember

Brünn: riesiger Weihnachtsmarkt auf dem Hauptplatz der Stadt.



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Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Tschechienreise

Anreise

Auto

Aus Westen führt die A 6 über Nürnberg und Amberg nach Pilsen und weiter nach Prag und Brünn. Von Nord nach Süd wird derzeit noch an der Fertigstellung der Autobahn von Dresden nach Prag und von dort weiter Richtung Budweis gebaut.

Bahn

Innerhalb Tschechiens besteht ein dichtes Eisenbahnnetz, das jedoch völlig überaltert ist. Die Züge können daher nur sehr langsam fahren. Die Fahrt nach Prag dauert von Hamburg ca. acht, von Köln zehn, von München sieben Stunden.

Bus

Busverbindungen bestehen zwischen allen größeren tschechischen Städten. Von Prag und von grenznahen Ortschaften aus werden auch internationale Ziele angesteuert.

Flugzeug

Die meisten deutschen, österreichischen und schweizerischen Flughäfen bieten mehrmals täglich Flüge nach Praha-Ruzyne an. Shuttlebusse ins Zentrum (16 km) sind eine billigere Alternative zum Taxi. Außerdem gibt es Niederlassungen diverser Autovermieter.

Auskunft

Tschechische Zentrale für Tourismus

Friedrichstr. 206, 10969 Berlin, Tel./Fax 030/204 47 70, Mo, 14-18, Di-Fr 10-13 u. 14-18 Uhr, www.czechtourism.com

Auto

Vorgeschrieben sind Führerschein, KFZ-Schein und die grüne Versicherungskarte. Die Benutzung der Autobahnen ist gebührenpflichtig. Es gelten gestaffelte Preise (300 Kronen für 2 Monate, 200 Kronen für 15 Tage; bei Verstoß beträgt die Geldstrafe 5000 Kronen). Die häufig kontrollierten Höchstgeschwindigkeiten von 50 km/h in Ortschaften, 90 km/h auf Landstraßen und 130 km/h auf Autobahnen sollten eingehalten werden - ebenso das strikte Alkohol- und Telefonierverbot am Steuer und das im Winter auch tagsüber vorgeschriebene Fahren mit Abblendlicht. Bleifreies Benzin heißt Natural bzw. Super-Natural, Dieseltreibstoff Nafta.

Banken und Kreditkarten

Landeswährung ist die Krone (1 Krone = 100 Heller). Beachten Sie beim Geldwechseln nicht nur die Wechselkurse, sondern auch die Gebühren. Zu Bargeld kommen Sie in Wechselstuben (hohe Gebühren; niemals bei Chequepoint wechseln!), in Hotels oder am besten an den zahlreichen Geldautomaten.

Camping

Camping ist ein Volkssport in Tschechien, weshalb Sie in fast jeder Stadt einen Zeltplatz finden. Eine angenehme Besonderheit sind die chaty, kleine Hütten, oft mit Veranda, die wegen ihrer Popularität leider häufig ausgebucht sind. Einen Überblick über die rund 400 Camps finden Sie im Internet unter www.camp.cz.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft in Prag

Vlašská 19, Tel. 257 11 31 11

Österreichische Botschaft in Prag

Viktora Huga 10, Tel. 257 09 05 11

Schweizer Botschaft in Prag

Pevnostní 7, Tel. 220 40 06 11

Ein- und Ausreise

Seit Mai 2004 ist Tschechien Mitglied der EU. Deutsche und Österreicher benötigen dennoch weiterhin Personalausweis oder Reisepass, Schweizer Identitätskarte oder Reisepass. Die Dokumente müssen noch mindestens drei Monate gültig, Kinderausweise mit Fotos versehen sein. Gefordert wird auch ein Nachweis ausreichender Finanzmittel für die Zeit des Aufenthalts (Reiseschecks, Kreditkarte etc.).

Eintrittspreise

Die Eintrittspreise für Museen im ganzen Land liegen bei 1-3 Euro. Eine Ausnahme bildet - wie bei allen Preisen - Prag: Hier müssen Sie mit bis zu 10 Euro rechnen.

Internet

Informative Websites: www.tschechien.de (gut gegliederter Überblick über Land und Leute); www.travelguide.cz (umfangreicher, in Regionen unterteilter Buchungsservice für Hotels und Pensionen); www.zamky-hrady.cz (viele sehenswerte Schlösser, Burgen und Ruinen); www.vlak-bus.cz (alle Zug- und Busverbindungen).

Internetcafés

In Prag gibt es eine ganze Reihe solcher Läden: Cafe Spika, Dláždená 4, Tel. 224 21 15 21; Pl@neta, Vinoradská 102, Tel. 267 31 11 82; Inetpoint, Jungmannova 32, Tel. 296 24 59 62. Weitere Internetcafés finden sie unter www.worldofinternetcafes.de.

Notruf

Notfallzentrale: 112

Rettungsdienst: 155

Polizei: 158

Feuerwehr: 150

Öffentliche Verkehrsmittel

Tschechische Städte zeichnen sich durch ein hervorragendes und kostengünstiges öffentliches Nahverkehrsnetz aus. Fahrkarten (jizdenky) bekommen Sie in jedem Tabakladen (kiosk) für ca. 16 Kronen. Auch die Fahrpreise für Züge liegen deutlich unter deutschem Niveau, das gilt allerdings auch für die Reisegeschwindigkeit.

Öffnungszeiten

Geschäfte und Banken: Mo-Fr 8.30-18, Sa 8.30-11 Uhr, Supermärkte manchmal länger. Schlösser und Museen (Mittagspause 12-13 Uhr) sind montags oft geschlossen.

Post

Briefmarken für Postkarten und Briefe (9 Kronen) ins europäische Ausland bekommen Sie außer bei der Post (pošta) in vielen Tabakläden (tabák, trafika).

Reisezeit und Wetter

Böhmens Klima unterscheidet sich kaum von dem Süddeutschlands. In Südmähren trifft man dagegen auf ein deutlich milderes Klima mit warmen und eher niederschlagsarmen Sommermonaten.

Strom

Netzspannung 220 Volt. Sowohl flache Eurostecker als auch runde Schukostecker passen. Schweizer Stecker benötigen einen Adapter.

Telefon

Telefonkarten erhalten Sie bei der Post oder in Tabakläden. Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Tschechien 00420. Seit der Umstellung des Telefonnetzes beginnen die durchgehend neunstelligen Nummern nicht mehr mit der 0. Das Telefonieren per Handy ist in Tschechien sehr teuer. Es empfiehlt sich, zumindest die Mailbox auszuschalten und sich eine Prepaidkarte zu besorgen. Detaillierte Tipps unter www.handy.de.

Trinkgeld

Für Dienstleistungen aller Art wird ein Trinkgeld von etwa 10 Prozent der Rechnungssumme erwartet.

Zoll

Für Privatpersonen aus der EU gilt bei der Ausfuhr von bestimmten Waren nach wie vor eine Mengenbegrenzung: 200 Zigaretten, 100 Zigarillos, 10 Zigarren, 250 g Tabak, 110 l Bier, 90 l Wein. www.zoll-infocenter.de, www.zoll.admin.ch



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Sport und Aktivitäten

Reiten, rudern, Rad fahren

Erholung auf Wander- und auf Wasserwegen

Tschechien mit dem Rad zu erkunden macht besonders viel Spaß. Es gibt zahlreiche ruhige Nebenstraßen, die durch Obstbaumalleen und kleine Ortschaften führen. In landschaftlich reizvollen Gebieten existiert ein gut ausgebautes Netz von Radwegen, z. B. im Šumava (Böhmerwald), Krkonoše (Riesengebirge) und im Ceský ráj (Böhmisches Paradies). Auch auf Schusters Rappen lassen sich die Naturschönheiten des Landes entdecken. Ein dichtes Netz an markierten Wanderwegen erleichtert die Orientierung bei Wanderungen etwa durch die Gebirgskämme des Hrubý Jeseník (Altvatergebirge). Viele Stauseen (z. B. Orlík- und Lipno-Stausee) bieten im Sommer die Möglichkeit zu baden, Campingplätze findet man meist in Ufernähe. Für Bootswandertouren und Kanufahrten bieten sich zahlreiche Flüsse an (u. a. Moldau, Eger, Sazau). Im Winter haben Skifahrer die Qual der großen Auswahl. Sie dürfen sich im Riesen-, Iser- oder Erzgebirge und im Böhmerwald austoben. Jogger können in den vielen Parks und Grünanlagen des Landes wunderbar laufen. Ein Highlight für Sportkonsumenten ist der Prager Internationale Marathon (www.pim.cz) im Mai. Für wenig Geld (3 Euro) können Fußballfans ein Erstligaspiel in Prag besuchen und dabei jede Menge Lokalkolorit mitnehmen.

Sport und Aktivitäten

Bergsteigen, Klettern & Wandern

Interessante Kletterpartien sind in allen Gebirgszügen entlang der Grenzen - vom Adlergebirge in Ostböhmen über die Beskiden und Karpaten an der slowakischen Grenze bis zum Riesengebirge - möglich. Das Erzgebirge ist das höchste Gebirge im Osten Deutschlands. Nach Süden fällt es wie eine Mauer steil ab: eine natürliche Kletterwand für Fortgeschrittene.

Für angehende Klettermaxe und Freeclimber offeriert Karel Plechar (Lužická 26, Ústí nad Labem, Tel./ Fax 475 77 36 39) bis zu einwöchige Kurse in den nordböhmischen Mittelgebirgszügen samt theoretischem Drumherum. Organisierte Wanderungen im Böhmerwald gekoppelt mit einem kulturellen Erlebnisprogramm bietet das ausgezeichnete Alternativreisekonzept von Dr. Erwin Aschenbrenner an. Informationen unter www.boehmen-reisen.de.

Extremsport

Wer den besonderen Kick sucht, sollte mit den Veranstaltern von »Adrenalincup« Verbindung aufnehmen, die alljährlich im Sommer einen Kombi-Wettbewerb der Extremsportarten im Riesengebirge anbieten. Programm: Paragliding, Rafting, Orientierungslauf, Mountainbiking u. a. Info: www.adrenalincup.cz

Golf

Auch in Tschechien entdecken immer mehr Menschen diesen Sport, und dementsprechend ist das Angebot seit Mitte der 90er-Jahre gestiegen. Sehr attraktiv ist der Platz unterhalb der Burg Karlstein bei Prag, den man allerdings rechtzeitig buchen sollte. Über diese und andere Locations informiert die Website www.golf.cz. Passend wohnt man im Marienbader Parkhotel Golf (Zádub 55, Tel. 354 62 26 51, Fax 354 62 26 55, www.parkhotel-golf.cz, €€€) mit Pitch-&-Put-Platz.

Radfahren & Mountainbiking

Das Straßennetz ist gut ausgebaut, und selbst kleinste Nebenstrecken sind meist asphaltiert und gut befahrbar. Die Straßen in den Naturparks sind für den Autoverkehr gesperrt und damit ideale Radlerstrecken, ebenso frei zugängliche Wanderwege. Insbesondere im Böhmerwald, im Iser- und Riesengebirge gibt es reizvolle Mountainbike-Strecken mit Steigungen zwischen 7 und 12 Prozent. Der tschechische Tourismusverein hat begonnen, ein aus 85 Teilstrecken bestehendes nationales Radfernwegenetz auszuschildern. Die gelben Schilder zeigen neben dem Fahrradpiktogramm einen Richtungspfeil und eine Streckennummer. Die Routen sind in der kostenlosen Broschüre »Rad fahren in grenzenloser Weite« (www.czechtourism.com) beschrieben. Nordböhmen bietet mit seinen Mittelgebirgszügen und der relativ dünnen Besiedlung ideale Bedingungen für Mountainbiker. Mountainbiking in Karlsbad: LKM Mattoni Karlovy Vary, Infos: Jan Novák, Dr. Bechera 18, Karlovy Vary, Tel./ Fax 353 58 62 29, lkm@mattoni.cz

Reiten

Nicht jedermanns Sache ist das »Große Pardubicer Steeplechase«, das schwierigste Pferde-Hindernisrennen auf dem Kontinent - für Tierschützer eine Quälerei. Dennoch ist Ostböhmen die Region der Pferdenarren. In der Nähe von Hradec Králové (Königgrätz) befindet sich ein Must für Pferde- und Westernfans: Der Gutshof Nová Amerika mit der größten Reithalle im östlichen Mitteleuropa (84 mal 30 m) wurde liebevoll und mit großem Aufwand restauriert. Reitern, vom Anfänger bis zum Profi, stehen weitläufige Koppeln und das herrliche, leicht hügelige Hinterland für wilde Ritte zur Verfügung. Tel. 499 69 43 20, Fax 499 69 41 09, www.friedreich.com

Rudern & Paddeln

Bei Wassersportlern in Tschechien sind neben der oberen Moldau die Flüsse Lužnice, Sazava, Morava und Berounka besonders beliebt. Wer das Land vom Wasser aus erfahren und außerdem Leute kennen lernen will, der kann eine geführte Bootswanderung buchen, beispielsweise eine Zweitagestour an der oberen Moldau und ihrem Nebenfluss Otava (ca. 20 Euro pro Person). Infos: www.kanusport.at

Viele Paddler sind auf der Suche nach leichten Wanderflüssen, die auch im Sommer mit Kanu und Gepäck befahrbar sind. Eine der meistbefahrenen Flussstrecken Europas, die Moldau (Vltava), findet man zwischen Vyšši Brod (Hohenfurt) und Budweis. Die 70 km lange Strecke wird im Hochsommer von Tausenden Booten befahren. Zahllose Zeltplätze ermöglichen einen gemütlichen Fünf-Tage-Trip inklusive Besichtigung der berühmten Moldaustädte Rožmberg, Krumlov und Ceske Budejovice. Der Lipno-Stausee sorgt auch im Sommer für ausreichend Wasser, Kanuverleiher gibt es genügend. Eine gute Website für Kanufahrer: www.raft.cz/english

Skifahren & Snowboarden

Gute Pisten gibt es in allen tschechischen Mittelgebirgszügen: Adlergebirge (Ostböhmen, Zentrum: Deštné), Böhmerwald (Südböhmen, Zentrum: Železná Ruda), Erzgebirge (Nordwestböhmen, Zentrum: Klínovec), Isergebirge (Nordböhmen, Zentren: Liberec, Bedrichov, Špicák, Severák), Riesengebirge (Nordostböhmen, Zentren: Špindleruv Mlýn, Harrachov, Pec pod Snežkou, Rokytnice nad Jizerou, Janské Lázne, Vrchlabí). Genauere Infos unter www.snowpage.de. Für Snowboarder und Après-Ski-Fans seien besonders die Skigebiete in Harrachov mit schönen Powderruns, Špindleruv Mlýn mit Funpark, Backcountry, Halfpipe und Freeride, Pec mit Funpark und Backcountry, Janské Lázne mit schönen Waldabfahrten, Železná Ruda mit Funpark sowie Deštné/ Szklarska Poreba an der polnischen Grenze mit Backcountry, Freeride und Offpist empfohlen. Eine gute Übersicht über die Qualität der Pisten findet man unter www.holidayinfo.cz.

Wer abseits der großen Skizentren dem weißen Sport frönen möchte, der ist in den nordmährischen Beskiden gut aufgehoben. In dem ausgesprochen schneesicheren Gebiet kann man bis in den April Ski(lang)lauf betreiben.



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Essen und Trinken

Essen und Trinken

Typisch für die tschechische Küche sind hausgemachte, reichhaltige Gerichte: Schweinebraten mit Kraut und Knödeln, Zwiebelsuppe, Hefekuchen mit Topfen oder Mohn. Bestandteil des Hauptgerichtes, das zwischen 11 und 14 Uhr serviert wird, ist die Suppe (man sagt, dass die Suppe Grund und das Fleisch Spund sei). Trinkgeld ist im Preis nicht inbegriffen. Die Höhe des Trinkgeldes ist Sache des Kunden.



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Autofahren

Autofahren

Das Autobahnnetz ist noch nicht ganz auf westeuropäischem Niveau, es wird jedoch stark ausgebaut. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit auf Autobahnen ist 130 km/h, ausserorts 90 km/h, innerorts 50 km/h. Gurtpflicht vorne. Alkohollimit 0,0 Promille. Die Gebühr für die Autobahnen wird in Form einer Vignette bezahlt. Kosten:
Für 1 Jahr 900 Kronen
Für 1 Monat 250 Kronen
Für 10 Tage 150 Kronen