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Reiseführer Frankreich

Entdecken Sie Frankreich!

Lernen Sie ein Land kennen, das viel zu bieten hat - seine Menschen und seine Landschaften, seine Kultur und seine Geschichte

Frankreich als geografischer Raum vereint in der Form des Sechsecks, von den Franzosen l'Hexagone genannt, ganz unterschiedliche Landschaften. Die Pariser mögen wie eh und je glauben, ihre Stadt sei der Nabel des Landes und der Rest nichts als »Provinz«. Wahr ist, dass Frankreich mit einer derartigen Fülle an Landschaften, regionalen Eigenarten kultureller und geschichtlicher Art, sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Besonderheiten aufwartet, dass es unmöglich ist, das Land als Ganzes auf einer einzigen Reise auch nur einigermaßen kennen zu lernen. Was man allerdings in allen Landesteilen mit Sicherheit antrifft, ist eine Leichtigkeit des Seins, als Savoir-vivre in den internationalen Sprachschatz übernommen, die unsere Begegnung mit Frankreich zu einem Leib und Seele erfrischenden Erlebnis werden lässt. Ob auf einer Autotour jede Nacht in einem anderen Hotelbett, drei Wochen in einer Ferienwohnung am Meer, auf einer langen Radtour, mit einem Hausboot auf den Kanälen durch Burgund oder auf einer Wanderung in den Cevennen - immer wieder gibt es Augenblicke, in denen die Kunst der Franzosen, dem Leben positive Seiten abzugewinnen, es lebenswert zu machen, uns ansteckt.

Ein Überblick über die einzelnen Landstriche: Im Norden grenzt die Region Nord-Pas-de-Calais an den Ärmelkanal und Belgien. Die Landschaft ist flach und touristisch kaum beachtet, doch stehen hier mit der Kathedrale von Amiens und den flämischen Arkadenhäusern von Arras Sehenswürdigkeiten ersten Rangs. Und an der Küste liegen so namhafte Städte wie Dünkirchen, Calais und Boulogne und der einst mo ...
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Impressionen



Klima

Abbeville, Frankreich Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 6 9 11 13 18 19 21 23 19 15 10 7
Tiefsttemperatur °C 2 4 5 5 10 11 13 14 11 9 5 3
Luftfeuchtigkeit % 87 84 84 79 80 80 81 80 82 85 88 88
Sonnenstunden h 2 3 3 5 7 6 6 7 5 4 2 2
Regentage 20 21 20 19 18 21 21 18 20 24 24 24
Regenmengen mm 59 68 62 88 68 94 68 85 78 105 127 105

Agen/La Garenne, Frankreich Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 10 12 16 17 22 25 27 28 24 20 13 10
Tiefsttemperatur °C 3 4 6 7 11 14 15 16 12 11 6 4
Luftfeuchtigkeit % 88 83 76 76 74 70 71 73 75 83 87 88
Sonnenstunden h 3 3 5 5 6 7 8 7 7 4 3 3
Regentage 12 12 13 16 12 9 8 7 12 13 11 11
Regenmengen mm 36 42 57 88 82 39 54 51 67 50 93 48

Alencon/Valframbert, Frankreich Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 8 9 12 14 19 22 24 25 21 17 11 8
Tiefsttemperatur °C 3 4 4 5 9 11 13 14 10 9 5 4
Luftfeuchtigkeit % 89 86 83 79 78 75 74 75 81 86 90 90
Sonnenstunden h 2 2 4 4 5 7 7 6 5 4 2 2
Regentage 21 20 21 22 17 15 11 14 19 19 23 25
Regenmengen mm 73 58 92 81 92 38 75 64 101 143 97 122




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Angesagt

Angesagt!

Was Sie wissen sollten über Trends, die Szene und Kuriositäten in Frankreich

Angesagt

Unter Palmen in Paris

Statt im Sommer an die überfüllte Côte d'Azur zu reisen, bleiben manche Pariser lieber gleich zu Hause. Denn Palmen, Sand, Beachvolley, Abendkonzerte und anderes Amüsement finden sie - wie die begeisterten Besucher - direkt vor der eigenen Haustür. Der Ort bzw. das Ereignis heißt Paris Plage, findet sich am rechten Ufer der Seine und erstreckt sich auf mehr als 3 km Länge zwischen Tuilerien und Quai Henri IV (Mitte Juli-Aug.).

Ultimativer Kick

Nichts geht über den Bungeesprung? Vielleicht doch! Der neueste Schocker heißt Scable und wird in der Normandie südwestlich von Caen praktiziert. Dabei rast man mit rund 100 km/h an einem Stahlseil durch die Luft, das bei der Eisenbahnbrücke von Eiffel 400 m über das Flüsschen Souleuvre gespannt ist (www.ajhackett.fr).

Modeschnäppchen

Schicke Klamotten der größten Couturiers kosten bekanntlich ein Vermögen. Auch mit schmalerem Budget kann man sich aber eventuell ein hübsches Outfit von Christian Lacroix, Chanel oder Dior mit Accessoires von Hérmes, Vuitton, Gucci oder Prada leisten. Der Trick: Dépot-Vente, also Secondhandlager, und spezielle Geschäfte oder Märkte. Sie finden sich in großen Städten.

Höhlenfieber

Wer einmal in die phantastische Unterwelt mit ihren bizarren Stalagmiten und Stalaktiten, ihren Flüssen, Seen und prähistorischen Felszeichnungen eingedrungen ist, den kann leicht das Höhlenfieber packen. Keine andere Landschaft ist dazu so prädestiniert wie das Périgord. Bei dieser Art von Abenteuer geht es nicht um touristische Ausflüge in bekannte Grotten, sondern um Touren in die Unterwelt mit echten Spéologen (Höhlenforschern) als professioneller Begleitung. Informationen im Internet über diese Art des Nervenkitzels finden Sie zum Beispiel unter www.perso.wanadoo.fr/couleurs.perigord.



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Ausflüge und Touren

Frankreich à la carte

Ausflüge und Touren

Auf dem Canal du Nivernais durch Burgund

Der schönste Kanal von Burgund ist 170 km lang und verbindet die Loire bei Decize im Süden mit der schiffbaren Yonne bei Auxerre. Um die Westausläufer des Morvan zu überwinden, mussten die Kanalbauer Schleife an Schleife legen. So entstand Frankreichs windungsreichster Kanal. Ein Urlaub mit einem gemieteten Kabinenkreuzer auf dem Canal du Nivernais ist die wohl erholsamste Art, Land und Leute kennen zu lernen. Dabei sind Fahrräder unentbehrlich, um Städtchen, Dörfer, Kirchen oder Burgen an der Strecke zu besuchen, einzukaufen oder zur Abwechslung im Restaurant zu schmausen. Eine Woche ist bei 5 km/h Reisegeschwindigkeit nicht zu lang, zumal auch 110 Schleusen zu absolvieren sind.

In Decize werden die Leinen losgemacht. Vorbei an den Dörfern Champvert, Cercy-la-Tour und Vandenesse tuckern Sie nordwärts. Der Kanal zieht zunächst in langen Geraden durch Wiesen und Felder, südlich von Châtillon-en-Bazois dagegen, im Tal des Flüsschens Arnon, legt sich Schleife an Schleife. Das alte Städtchen Châtillon-en-Bazois ist ein Zentrum der Freizeitschifffahrt auf dem Kanal, mit eigener Bootswerft, einem Château aus dem 16./17 Jh.und einer Kirche aus dem 14. Jh.

Rund 10 km nördlich erwartet Sie ein echtes Abenteuer: die Fahrt durch den 758 m langen Tunnel Souterrain de la Collanchelle, mit dem der Canal du Nivernais einen Höhenrücken, die Wasserscheide zwischen Loire und Yonne, durchstößt. Im Anschluss daran ist die grandiose Stufenanlage Échelle de Sardy (Leiter von Sardy) mit ihren 16 dicht aufeinander folgenden Schleusen zu meistern. Auf der Höhe von Château de la Chaise nahe Corbigny treffen sich Canal du Nivernais und Yonne, um von hier ab gemeinsam nordwärts zu ziehen. Chitry-les-Mines und Marigny-sur-Yonne nahe bei Corbigny sind zwei Stationen mit Einrichtungen für die Freizeitschifffahrt. Vorbei am Weindorf Tannay geht es auf Clamecy zu, die erste größere Stadt am Kanal. Hier wurden früher die auf Cure und Yonne geflößten Baumstämme zu großen Flößen zusammengestellt, die bei Hochwasser im Frühjahr bis nach Paris trieben. 23 km östlich von Clamecy liegt Vézelay, der berühmte Wallfahrtsort mit seinen romanischen Meisterwerken und Restaurants, darunter der Feinschmeckertempel von Marc Meneau. Von Clamecy setzt der Kanal seinen Weg in lebhaften Windungen fort, vorbei an Coulange-sur-Yonne und Châtel-Censoir mit der sehenswerten Kirche St-Potentieu (11. Jh.). Nächste Etappe sind die malerischen, 50 m steil neben Kanal und Straße aufragenden Kalkfelsen von Saussois. Die zerklüftete Wand ist ein beliebter Klettergarten. Bis Mailly-le-Château folgen weitere Felsen, ausgewiesen als Réserve Naturelle. Von Mailly-la-Ville lohnt sich der Hüpfer hinüber nach Arcy-sur-Cure, wo das Château du Chastenay (13. Jh.) und La Grande Grotte, eine schöne Tropfsteinhöhle mit prähistorischen Felszeichnungen, zu besichtigen sind. Im Restaurant Grottes an der N 6, Tel. 03 86 81 91 47, €, können Sie sich für die Rückkehr zum Hausboot stärken. An der letzten Kanalstrecke nach Auxerre liegt die Ortschaft Irancy, ein bedeutendes Weindorf. Hier geht der Canal du Nivernais in die nun schiffbare Yonne über, die letzten Kilometer bis zur Endstation Auxerre legen Sie auf dem Fluss zurück.

Besuch beim ersten Menschen: durchs Périgord gen Süden

Diese Route führt ins Department Dordogne, die historische Landschaft Périgord. Man kann sie auf der Fahrt an die Atlantikküste zwischen Bordeaux und Biarritz als Etappe durchqueren, es kann aber auch passieren, dass man sich zum Bleiben verführen lässt. Denn dies ist eine der besonders attraktiven Regionen Frankreichs, landschaftlich bezaubernd, kulinarisch sensationell, historisch eine Schatzkammer mit Höhepunkten wie der Höhle von Lascaux, dem Zentrum der Vorgeschichte in Les Eyzies-de-Tayac, mit Schlössern, Burgen und Abteien zuhauf. Die Route beginnt im Périgord noir nördlich der Hauptstadt Périgueux und führt südwärts ins Dordognetal und weiter im Nachbardepartment Lot-et-Garonne bis Moissac. Für die insgesamt ungefähr 270 km lange Strecke sollten Sie drei bis vier Tage einkalkulieren.…

Wenn man über Paris und Limoges oder über Lyon und Clermont-Ferrand in den Südwesten Frankreichs fährt, liegt das Périgord an der Strecke. In Brantôme, 27 km nördlich von Périgueux, empfiehlt sich mindestens eine Übernachtung im zauberhaft am Fluss gelegenen, schönen Hotel Moulin de l'Abbaye, 16 Zi., Tel. 05 53 05 80 22, Fax 05 53 05 75 27, mit Ein-Stern-Restaurant, mittags geschl., €€€, das mit den Spezialitäten des Périgord bekannt macht: magret de canard (Entenbrustfilet), foie gras (Entenstopfleber), Brattäubchen am Spieß mit Steinpilzen …

Von Brantôme versäume man nicht den Abstecher auf der D 78 nach Bourdeilles: Die alten Häuser drängen sich zwischen dem Flüsschen Dronne und steilen Felsen entlang der Wallmauern, über denen sich das große Schloss erhebt. Sehr schöne Inneneinrichtung (tgl. Sommer 9-12 und 14-19 Uhr). Von Bourdeilles nehmen Sie die D 106, um zur D 939 und nach Périgueux zu kommen. Von Périgueux folgt eine kleine Straße (D 5) dem gewundenen Lauf der Auvézère nach Osten und bringt Sie nach Hautefort mit seinem von schönen Gärten eingerahmten Schloss. Der Bau von 1640-80 hat königliche Dimensionen (tgl. Sommer 9-12 und 14-19, sonst 14-18 Uhr).

Von Hautefort bringt Sie die D 704 südwärts zur N 89; im Tal der Vézère ist Montignac die erste Station, ein hübsches Städtchen, das durch die Höhlen von Lascaux, wenige Kilometer südlich, weltberühmt wurde. Lascaux II mit seinem Museum ist der Auftakt zu einer faszinierenden Reise in die Prähistorie, wenn man weiter durchs Vézèretal fährt. Die Stationen im Vallée de l'Homme sind das Centre d'Art Préhistorique in Le Thot, das Dorf Le Moustier, Tursac, die phantastische Höhlenfelswand La Roque St-Christoph und der Ort Les Eyzies-de-Tayac, wo die ersten Spuren des Cromagnon-Menschen gefunden wurden. Etwa 400 000 v. Chr. traten im Vézèretal die ersten Menschen auf; auf 120 000 bis 35 000 v. Chr. wird das Moustérien, die jüngste Phase der Altsteinzeit, datiert; zwischen 350 000 und 10 000 v. Chr. lebte hier der Cromagnon-Mensch, unser direkter Vorfahre.

In Les Eyzies-de-Tayac liegt das Zwei-Sterne-Hotelrestaurant Centenaire, Tel. 05 53 06 68 68, Fax 05 53 06 92 41, €€€, eine Gourmetadresse. Über Le Bugue kommen Sie nach Limeuil, einem malerisch am Zusammenfluss von Vézère und Dordogne gelegenen Städtchen. Nur ein paar Kilometer weiter flussabwärts liegt Trémolat mit dem erstklassigen Hotel Vieux Logis, Tel. 05 53 22 80 06, Fax 05 53 22 84 89, €€€. Über dem Ort befindet sich ein DAussichtspunkt mit Blick auf die Cingle de Trémolat, eine prächtige Schleife der Dordogne.

Zurück in Limeuil, überqueren Sie den Fluss und fahren in Richtung Le Buisson. Hier bietet sich ein Abstecher Richtung Siorac an, der Sie zu den viel besuchten Zielen an der Dordogne bringt, nach Beynac, Roque-Gageac und Domme.

Die Hauptroute folgt aber der schönen D 25 Richtung Beaumont. Sie kommen durch Cadouin mit einer Zisterzienserabtei, die wegen eines Schweißtuchs Christi als Wallfahrtsort besucht wurde, bis man das Tuch als Fälschung entlarvte. Von der alten Bastide Beaumont mit Wehrkirche und Resten der Stadtmauer, gegründet 1272 von den Engländern, fahren Sie nach Monpazier, ebenfalls eine alte Bastide. Sie ist die schönste weit und breit.

6 km südlich von Monpazier erhebt sich das stolze Schloss Biron auf einem künstlichen Hügel. Von der Höhe reicht der Blick rund 30 km weit ins Land. Als Sitz der größten Barone des Périgord während 14 Generationen vereint es alle Baustile vom 12. bis zum 18. Jh. Im Sommer gibt es hier interessante Kunstausstellungen zu besuchen (tgl. 9.30-12 und 14-19 Uhr).

Die Strecke von Fumel nach Moissac führt durchs Department Lot-et-Garonne, die alte Landschaft Quercy. Mit ihren Bastiden Tournon-d'Agenais und Lauzerte in beherrschender Lage, mit den Hügeln, Feldern und Weinhängen erinnert sie stark an die Toskana.

In Moissac, einem Städtchen an der alten Pilgerstraße nach Santiago de Compostela, ist der Besuch der großartigen romanischen Abtei das letzte Highlight der Route.

In den Parc National des Pyrénées

Die Route führt von Toulouse in den 457 km² großen Pyrenäen-Nationalpark und seine schönsten Täler: Cauterets, Ossau und Aspe. Er ist ein großartiges Wanderrevier und gut durch Wanderwege und Gebirgshütten erschlossen. Hier leben noch rund zehn Braunbären (die man allerdings kaum zu sehen bekommt), 4500 Gemsen, eine große Kolonie Geier und Königsadler, Auerhähne und Murmeltiere. Für die rund 420 km sollten Sie ungefähr eine Woche einplanen.

Von Toulouse fahren Sie auf der N 117 nach St-Gaudens, wo die D 8 zur N 125 und zum sehenswerten Dorf St-Bertrand-de-Comminges abzweigt. Südwärts geht es hinauf zum Thermalort Bagnères-de-Luchon. Seine heißen Quellen wurden schon von den Römern geschätzt. Ringsum erheben sich die großen Pyrenäengipfel. Außerhalb des Orts, an der Route de Superbagnères, liegt die Auberge de Castel-Vielh, Castel Biel, Tel. 05 61 79 36 79, €€, in der ausgezeichnete regionale Küche serviert wird. Die D 618 führt weiter westwärts und steigt an zum Col de Peyresourde (1569 m). Durchs schöne Vallée du Louron geht es über das malerische Dorf Arreau zum nächsten Pass, dem 1489 m hohen Col d'Aspin. Bei Ste-Marie-de-Campan biegen Sie auf die D 918 ab. Rechts erhebt sich der mächtige Pic du Midi de Bigorre; vom Col du Tourmalet (2115 m) zweigt eine Straße (mautpflichtig) zum Gipfel (2872 m) ab. Wieder zurück auf der D 918, geht es weiter westwärts. Über Barèges kommen Sie nach Luz St-Sauveur, einen lebhaften, hübschen Ferienort mit Thermalquellen und einer kuriosen romanischen Wehrkirche. Vor allem aber gilt es, eine der Hauptattraktionen der Pyrenäen nicht auszulassen: den 20 km südlich gelegenen Cirque de Gavarnie, ein atemberaubendes, von der Natur geschaffenes Amphitheater von 10 km Breite, mit einem 442 m hohen Wasserfall. Vom Dorf Gavarnie erreicht man den Cirque zu Fuß, per Pferd oder Esel. Nächstes Ziel ist das Tal Cauterets, an dessen Ende der Vignemale 3298 m aufragt. Vom Endpunkt Pont d'Espagne geht eine Seilbahn zum schönen Gebirgssee Lac de Gaube auf 1725 m Höhe. Die prächtige Bergstrecke der D 918 mit zwei Pässen (Col de Soulor und Col d'Aubisque) bringt Sie von Argelès-Gazost ins Vallée d'Ossau. Es ist wie das benachbarte Vallée d'Aspe ideal für Wanderungen. In den Maisons du Parc erhalten Sie alle Informationen über den Nationalpark. Vom Vallée d'Ossau geht es nordwärts nach Pau, Geburtsort Heinrichs IV., wo die Tour endet.



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Bloß nicht

Bloß nicht!

Zu guter Letzt ein paar Tipps zur Vermeidung unliebsamer Abenteuer

Bloß nicht

Bestehlen lassen

In stark frequentierten Urlaubsregionen und an Fernrouten operieren regelrechte Banden, die sich auf den Autodiebstahl spezialisiert haben. Deshalb sollte man hier keinesfalls den Wagen über Nacht auf ungesichertem Parkplatz abstellen, sondern am besten gleich Hotels mit Garagen oder eingezäunten bzw. durch Schranken gesicherten Plätzen ansteuern. Auch tagsüber ist man in Großstädten und in beliebten Feriengebieten wie Provence, Côte d'Azur oder Atlantikküste nicht vor Autodieben sicher. Deshalb keinesfalls Wertsachen im geparkten Wagen liegen lassen!

Sich auf die Füße treten lassen

Es gibt besonders schöne Ziele, die man unbedingt gesehen haben möchte. Dazu gehören zum Beispiel der Mont-St-Michel, Les Baux, Rocamadour, Lourdes, Place du Tertre in Paris. So bedauerlich es sein mag: Im Zeitalter des Massentourismus sollte man solche Orte zumindest in der Hauptsaison meiden, es sei denn, Gedränge, Geschäftemacherei und horrende Preise für Dienstleistungen stören einen nicht weiter.Wer außerhalb der Ferienmonate an die Loire fährt, ist besser dran: Die meisten Schlösser sind ganzjährig geöffnet.

Schwach werden

Dragueur heißt der Typ, der das Anmachen als eine Art Sport betreibt. Bei eindeutigen Annäherungsversuchen hilft oft ein energisches casse-toi!, das heißt: »Verdrück dich!« Oft wird auch versucht, das »Opfer« in ein freundlich-interessiertes Gespräch zu verwickeln. Lassen Sie sich nicht täuschen. Denn wenn ein dragueur letztlich nicht zum Ziel kommt, kann es sehr ungemütlich werden.

Vor verschlossener Tür stehen

Wenn Sie am Nachmittag noch eine Besichtigung vorhaben, kann die Zeit knapp werden. Denn bei vielen Sehenswürdigkeiten werden Besucher 45 Minuten, ja bis zu eine Stunde vor dem Ende der offiziellen Öffnungszeiten nicht mehr eingelassen.

Leichtsinnig sein

Entlang der Atlantikküste sind hohe Wellen und starke Strömungen schon manchem, auch geübtem, Schwimmer zum Verhängnis geworden. Auch die Gefahren bei schlechtem Wetter im Gebirge werden allzu oft unterschätzt. Auf jeden Fall sollten Sie sich über das Wetter informieren, bevor Sie zu einer Wanderung ins Gebirge aufbrechen.



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Einkaufen

Märkte und Markthallen

Erstklassige regionale Produkte sind begehrte Reisemitbringsel

Es ist eine Lust, auf dem Wochenmarkt in einem französischen Provinzstädtchen einzukaufen. Dort finden Sie ein reichhaltiges Angebot all jener Produkte, denen die französische Küche ihren guten Ruf verdankt. Der Frische halber wird Geflügel lebend ausgesucht und für den Kunden geschlachtet. Gemüse, Obst, Käse, Fleisch- und Wurstspezialitäten, Honig und Backwaren werden neben den Weinen der Region von privaten Erzeugern und Händlern angeboten. Es gibt fast immer auch Stände mit Brathähnchen und frisch zubereiteter Paella oder Crêpes, ideal für den kleinen Hunger zwischendurch oder das Picknick. Gleichzeitig besteht auf einem Wochenmarkt manchmal die Gelegenheit, regionales Kunsthandwerk kennen zu lernen. Breit ist auch das Angebot an nützlichem Haushaltsgerät, an Körben, Töpferwaren und Bekleidung.

Neben diesen jeweils an einem Wochentag stattfindenden Märkten haben die meisten größeren Städte täglich geöffnete Markthallen. Für Lebensmittel und regionale Spezialitäten gibt es keine besseren Einkaufsquellen, wobei der Einfachheit halber alles unter einem Dach versammelt ist. Das ist auch bei den riesigen Super- und Hypermärkten für den Familiengroßeinkauf an den Stadträndern der Fall, die von außen oft steril-modern wirken, aber ein umfangreiches Sortiment günstiger Markenartikel und regionaler Produkte führen.

Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind in Frankreich nicht durch ein Ladenschlussgesetz festgelegt und variieren deshalb stark. Allgemein haben die Geschäfte wochentags von 9 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr (auch samstags) geöffnet, Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien, Tabak- und Souvenirläden sogar am Sonntagvormittag. In großen Städten bleiben viele Geschäfte auch während der Mittagszeit geöffnet.

Zum Ausgleich sind in der Provinz die Geschäfte generell am Montag geschlossen, allerdings gibt es in den Ferienmonaten Juli und August öfters Ausnahmen von dieser Regel. Typische Erzeugnisse der Provinz bieten die Fachläden unter der Bezeichnung produits régionaux an, Senf und Honig beispielsweise, Likör und Früchtebrot.



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Essen und Trinken

Trüffeln aus dem Périgord

Im Paradies für Feinschmecker wird Sie jeder Landesteil mit neuen, ungewöhnlichen Gaumenfreuden überraschen

Essen und Trinken gelten in Frankreich (noch) als Kunst. Das fällt selbst in einfachen Restaurants auf, die ohne »Sterne«, »Kochmützen«, »Bestecke« und andere Auszeichnungen zu Tisch bitten. Von großem Reiz ist bei einer Reise durch Frankreich die Vielfalt der regionalen Küchen. Erst ihre Summe macht die »französische Küche« aus. Dem ausländischen Gast bereitet beim Studium der Speisekarte leider allzu oft die Sprache Schwierigkeiten. Schließlich interessieren ja die Arten der Zubereitung und Zutaten kaum weniger als die Hauptbestandteile eines Gerichts.

Bekanntlich verdient das petit déjeuner seinen Namen. Man frühstückt eben schnell - eine Tasse café au lait, etwas Weißbrot mit Marmelade, ein Croissant. In besseren Hotels ist die Auswahl um Fruchtsaft, Müsli, gekochte Eier oder Ähnliches erweitert.

Das Mittagessen, déjeuner, wird ab 12 Uhr und nicht mehr nach 14 Uhr serviert. Es besteht in ländlichen Gaststätten aus Suppe, Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch. Ein Kaffee schließt die Mahlzeit ab.

Hauptmahlzeit des Tages ist das abendliche dîner. Man setzt sich selten vor 20 Uhr zu Tisch. Je nach Preislage besteht ein Menü aus drei bis fünf Gängen. À la carte zu speisen ist wesentlich teurer, es sei denn, man begnügt sich mit kleiner Vorspeise, Hauptgericht und Käse oder Dessert. Die Portionen sind darauf abgestimmt, dass man mehrere Gänge isst, sie sind also relativ klein.

Zum Auftakt gibt es oft eine Suppe, gefolgt von der Vorspeise, hors-d'?uvre. Entrée ist ein warmer Gang vor dem Hauptgericht aus Fleisch oder Fisch. Als Beilage wird verschiedenes Gemüse gereicht. Salat wird meist nach dem Hauptgericht serviert. Da die Franzosen Fleisch im Allgemeinen fast roh (bleu) oder blutig (saignant) bevorzugen, muss bei der Bestellung gesagt werden, wenn man es à point oder medium, halb durchgebraten, oder bien cuit, durchgebraten, haben möchte.

Keine Mahlzeit ist ohne Weißbrot denkbar, das unbegrenzt nachgereicht wird. Wichtiger Bestandteil des Essens ist der Käse (fromage) nach dem Hauptgericht. Bei einfacheren Menüs ist zwischen Käse und Dessert zu wählen. Man wählt vom Käsewagen oder bekommt eine Platte zur Auswahl auf den Tisch.

Beim Nachtisch (dessert) stehen neben leckeren, nicht zu süßen Kuchen (tartes) unter anderem Eis, Sorbet und Mousse au Chocolat zur Wahl. Die Regel, zu Fleisch nur Rotwein und zu Fisch nur Weißwein zu trinken, ist heute nicht mehr Gesetz. Ein leichter Rotwein passt auch gut zu Meeresfrüchten. Wein wird übrigens nur zum Essen, nicht auch noch danach getrunken. Auf den Tisch kommt auch immer eine Karaffe Wasser, oft bestellt man eine Flasche Mineralwasser mit (gazeuse) oder ohne (non gazeuse) Kohlensäure. Ein café noir bzw. express schließt fast immer die Mahlzeit ab, ist aber extra zu bestellen.

Essen und Trinken

Bistro, Brasserie, Restaurant

Das Bistro (auch bistrot) ist für den Franzosen ein wichtiger Treffpunkt. Hier fühlt er sich zu Hause. Geöffnet hat das Bistro an der Ecke von morgens 6 Uhr bis Mitternacht. Man trinkt seinen express, Rotwein oder Aperitif. Auch zu essen gibt es: das Tagesgericht, plat du jour, wechselt täglich. Vor allem in größeren Städten sind die meisten Bistros echte Restaurants mit meist guter Küche und einer Ausstattung, die die Herkunft verrät. Das gilt auch für die Brasserie (Brauerei, Bierhaus). Sie ist ein großes Restaurant oder einem Restaurant angeschlossen; hier wird oft auf hohem Niveau gekocht.

Beim Restaurant kommt es auf die Kategorie an. Preis und Leistung stehen hier in einem unmittelbaren Verhältnis. Wenn zum Beispiel an der Tür farbige Blechschilder anerkannter Küchen- und Gastronomieorganisationen mit Jahreszahl angebracht sind, wird man kaum jemals enttäuscht werden. Außerdem hängt am Eingang das Angebot an Speisen und Menüs, mit Preisen versehen, aus. Einen Tischplatz sucht man sich generell nicht selbst, sondern wartet, bis er zugewiesen wird. Bei feineren Restaurants empfiehlt es sich, besonders zum dîner, einen Tisch telefonisch vorzubestellen. Bedienung ist im Preis inbegriffen. Man lässt aber einen Betrag von bis zu zehn Prozent in Münzen auf dem Tisch liegen. Einmal in einem Sterne-Restaurant zu speisen gehört zweifellos zu den Höhepunkten einer Frankreichreise. Dabei muss man keine großen Umwege fahren, es sei denn, man hat einen bestimmten Meisterkoch im Visier. Denn über ganz Frankreich verteilt gibt es rund 600 Sterne-Restaurants.

Das Essen wird im Allgemeinen von 12 bis 14 und von 19 bis 22 Uhr serviert. Die meisten Restaurants schließen nach 24 Uhr. Neben den Menüs, deren Preise sich nach der Anzahl der Gänge und dem Gebotenen richten, kann man sich ein Essen à la carte zusammenstellen, wobei die Endsumme gegenüber dem Menü jedoch um rund ein Drittel höher liegt, wenn man alle Gänge einzeln bestellt. Bei der Wahl des Weins sollte man sich nicht scheuen, auch einmal den vin maison - offen oder in der Flasche - zu probieren. Die Qualität ist meistens ohne Tadel, und man zahlt nur die Hälfte eines preiswerten Markenweins.



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Feste und Events

Feste, Events und mehr

Auch kleine Ortschaften sind vom Festspielfieber erfasst

Der Sommer ist reich an Festivals aller Art und Veranstaltungen für Touristen. Auch an echten Volksfesten herrscht kein Mangel, sei es eine bretonische Wallfahrt, ein Hirtenfest im Midi oder der Karneval in Nizza.

Offizielle Feiertage

1. Januar

Neujahr

März/April

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

8. Mai

Kriegsende 1945

Mai

Christi Himmelfahrt

Mai/Juni

Pfingstmontag

14. Juli

Nationalfeiertag

15. August

Mariä Himmelfahrt

1. November

Allerheiligen

11. November

Ende des Ersten Weltkriegs 1918

25. Dezember

Weihnachten

Feste und Veranstaltungen

März/April

Zu Ostern wird mit der Feria von Arles die Stierkampfsaison festlich eröffnet, wobei die Camargue-Hirten mit ihren weissen Pferden nicht fehlen dürfen

Mai

Zu Ehren von Jeanne d'Arc lassen die Einwohner von Compiègne am 3. Maiwochenende das Mittelalter wieder auferstehen.

Wie in alten Zeiten ziehen Tausende von Schafen und Kühen Ende Mai beim Almauftrieb von St-Rémy-de-Provence in die Berge.

Immer spektakulär ist auch die Zigeunerwallfahrt von Stes-Marie-de-la-Mer Ende Mai.

Spanisch bunt und temperamentvoll gehts bei der Pfingstferia von Nîmes zu, wenn in der Arena Corridas veranstaltet werden.

Juni

Musikfestspiele der Touraine, Ende Juni in Tours

Traditioneller Knoblauchmarkt in Uzès, letztes Wochenende

Juli

Kein Ort in Frankreich, der nicht mit festlichen Veranstaltungen am Vorabend des 14. Juli den Nationalfeiertag einleitet.

Oper, Konzerte und Gesang von und mit berühmten Künstlern und Ensembles machen die Internationalen Musikfestspiele von Aix-en-Provence ab Mitte Juli zum Hochgenuss.

Das Mittelalterfest in Vannes mit mittelalterlichem Markt, Umzügen und Musik findet Mitte Juli statt.

Beim Estival de Paris (Mitte Juli bis Mitte September) gibt es eine Fülle von Konzerten und Ausstellungen.

Das Festival de Cournaille in Qimper in der 3. Juliwoche ist mit Tausenden von Teilnehmern ein Höhepunkt im bretonischen Festkalender.

Juli/August

Neben den Internationalen Theaterfestspielen von Avignon hat sich das alternative Off-Festival etabliert, bei dem Amateure und Laien mitwirken.

August

Echt baskisch ist die Atmosphäre bei den Fêtes de Bayonne Anfang August.

Musiker und Fans aus aller Welt treffen sich zum großen Jazzfestival Mitte August in Marcia im Südwesten.

Elsässische Folklore erlebt man beim großen Weinmarkt von Colmar am 3. Wochenende.

Als gastronomisches Schlaraffenland präsentiert sich Burgund bei der Fête des Charolais in Saulieu am 3. Wochenende.

Dijon wird Anfang September zum Schauplatz eines großen internationalen Folklorefestivals und Weinfests.

September/Oktober

Festival International de la Danse de Paris und Festival d'Automne, kultureller Höhepunkt des Jahres mit Theater, Konzerten, Tanz, Ausstellungen, 3. Septemberwoche bis Anfang Oktober

November

Beaune und Clos-Vougeot sind die großen Stationen der Trois Glorieuses, des traditionsreichen Weinfests von Burgund am 3. Wochenende.

November/Dezember

Strasbourg: herrlicher Weihnachtsmarkt ab dem 3. Novemberwochenende



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Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Frankreichreise

Anreise

Auto

Die Hauptrouten aus Deutschland sind für Nord- und Mittelfrankreich Aachen-Liège-Paris und Saarbrücken- Metz-Paris. Im Einzugsgebiet von Paris sollte man möglichst Rushhours, Wochenendbeginn und Feiertage meiden. In Richtung Provence und nach Südfrankreich ist die Autoroute du Soleil über Besançon- Lyon am stärksten befahren. Landschaftlich großartig ist die Route Napoléon (N 85) über Grenoble nach Cannes bzw. Aix-en-Provence.

Bahn

Nach Nord- und Mittelfrankreich reist man über Paris. Die Fahrzeit Hamburg-Paris beträgt acht Stunden, Frankfurt-Paris gut sechs Stunden, Ankunft auf der Gare du Nord oder Gare de l'Est an. Weiterfahrt in den Süden und Westen Frankreichs von der Gare Montparnasse, Gare d'Austerlitz oder Gare de Lyon. Mit bis zu 300 km/h fährt der TGV (Train à Grande Vitesse) von Paris nach Lyon, Marseille, Nantes, Rennes und Bordeaux, Platzreservierung obligatorisch.

Flugzeug

Drehscheibe des internationalen Flugverkehrs ist der Flughafen Charles de Gaulle 23 km nördlich von Paris. Für den Weiterflug innerhalb Frankreichs muss man zum Aéroport Orly-Ouest (Busse).

Direktflüge der französischen Fluggesellschaft Air France gibt es von Frankfurt am Main nach Paris, Lille, Lyon, Marseille, Nizza und Toulouse; von Wien nach Paris; von Zürich nach Paris, Lyon, Nizza und Toulouse. Von den Billigfluglinien bietet z. B. Hapag Lloyd Express einen Direktflug von Köln-Bonn nach Marseille, Ryanair fliegt von Frankfurt-Hahn direkt nach Montpellier und via London-Stansted in viele andere Städte.

Auskunft

ATOUT FRANCE – Französische Zentrale für Tourismus

Deutschland: Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt/Main
Tel*: 0900 - 1 57 00 25
Fax*: 0900 – 1 59 90 61
(*0,49 Euro/Min aus dem deutschen Festnetz, bei Anrufen aus dem Mobilfunknetz können weitere Kosten anfallen.)
Telefonisch erreichbar und für Besucher geöffnet von Montag bis Donnerstag von 09:00 bis 17:30 Uhr, Freitag von 09:00 bis 16:30 Uhr
Email: info.de@franceguide.com
Web: http://de.franceguide.com

Schweiz: Rennweg 42 - Postfach 3376, CH-8021 Zürich
Telefon : 044 217 46 00
Fax : 044 217 46 17
Email: info.ch@franceguide.com

Österreich: Lugeck 1-2 / Stg. 1 / Top 7, A-1010 Wien
Telefon: 0900 - 25 00 15 (0,68 €/Min.)
Fax: 01 – 503 28 72
Email: info.at@franceguide.com

Weitere Auskünfte erteilen die regionalen Fremdenverkehrsämter in Frankreich, die alle aufzuführen hier aus Platzgründen nicht möglich ist. Sie erhalten deren Adressen von der Maison de la France oder einfacher im Internet durch Eingabe des Suchbegriffs Comité Régional de Tourisme bei einer Suchmaschine, zum Beispiel www.google.de. Bei schriftlichen Anfragen vergessen Sie bitte nicht, Rückporto beizulegen.

Auto

Die französischen Autobahnen sind gebührenpflichtig. Höchstgeschwindigkeiten: Autobahn 130 km/h, bei Regen 110 km/h; Schnellstraßen 110 km/h, bei Regen 100 km/h; National- und Departmentstraßen 90 km/h, bei Regen 80 km/h; in Ortschaften 50 km/h. Promillegrenze 0,5. Wer bei Polizeikontrollen erwischt wird, muss schon bei geringen Tempoüberschreitungen hohe Geldbußen zahlen. Wer die Höchstgeschwindigkeit um mehr als 50 km/h überschreitet, landet im Gefängnis. Bei Unfällen muss Personenschaden vorliegen, damit die Polizei eingreift.

Pannenhilfe (dépanneur-remorqueur) leisten die Dienste der Automobilhersteller rund um die Uhr, vermittelt durch die Polizei (Rufnummer 17) bzw. Autobahn-Notrufsäulen. Der ADAC-Auslandsnotruf berät auch Nichtmitglieder über Tel. 0049/89 22 22 22 rund um die Uhr.

Banken und Kreditkarten

In großen Städten sind die Banken meist Mo-Fr 9-16.30 bzw. 17 Uhr geöffnet. In kleinen Orten ist von 12.30 bis 14 Uhr Mittagspause. Montags sind die Banken in der Provinz meistens geschlossen, dafür samstags bis 12 Uhr geöffnet. Kreditkarten sind weit verbreitet. Auch Travellercheques werden akzeptiert. Am praktischsten sind die Geldautomaten der Banken sowie auf Flughäfen und Bahnhöfen (Kreditkarten bzw. ec-Karten).

Camping

An Campingplätzen besteht in Frankreich kein Mangel, von der ländlichen Wiese mit einfachen Einrichtungen bis zum Luxusplatz der Vier-Sterne-Kategorie an der Côte d'Azur ist alles vorhanden. Rechtzeitige Platzbuchung ist besonders in den Ferienmonaten Juli und August dringend geboten. Die Variante Camping à la ferme, also auf dem Bauernhof, ist weit verbreitet. Ein Führer mit Informationen und Adressen wird herausgegeben von Gîtes de France, www.gites-en-france.com.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

13-15, avenue Franklin-D.-Roosevelt, 75 008 Paris, Tel. 01 53 83 45 00, www.amb-allemagne.fr

Österreichische Botschaft

6, rue Fabert, 75 007 Paris, Tel. 01 40 63 30 63, www.amb-autriche.fr

Schweizer Botschaft und Konsulat

142, rue de Grenelle, 75 007 Paris,

Tel. 01 49 55 67 00, www.eda.admin.ch/paris

Gesundheit

Mit der neuen Europäischen Krankenversichertenkarte EHIC (European Health Insurance Card) entfällt der bisher mit Arztbesuchen im Ausland verbundene Papierkrieg. Mit der EU-weit gültigen, blauen Plastikkarte und Pass/Personalausweis können Sie direkt zum Arzt gehen.

Internet

Das Internet ist in Frankreich weit verbreitet. Ein besonderer Service sind die Netanoos, öffentliche Internetanschlüsse zum Surfen und Versenden von E-Mails mit einer Téle- oder Kreditkarte. Es gibt sie in verschiedenen Hotels, Touristbüros, mairies etc. Praktisch zu jedem Thema gibt es informative Websites von Frankreich. Sehr nützlich sind zum Beispiel die offizielle Homepage der französischen Botschaft in Berlin mit ausführlichen Informationen zu allen Themen, www.botschaft-frankreich.de, oder Editions Michelin (www.viamichelin.fr)

Internetcafés

In Frankreich heißen sie Cyber-Cafés und sind in vielen Städten zu finden. Auskunft erteilen die Offices de Tourisme. Hier einige Adressen in großen Städten:

Lyon

Le Cybar, 50, montée du Gourguillon, communigate@ximili.com

Paris

Café Orbital, 13, rue des Medicis, www.cafeorbital.com; Webbar, 30, rue de Picardie, www.webbar.com; easyinternet Café, 6,rue de la Harpe, www.easyintercafe.com/france

Strasbourg

Cybercafé Net Sur Cour, 18, quai des Pêcheurs, www.cybercable.t.m.fr/-netcour

Toulouse

Cyber Media-Net, 19, rue des Lois, www.cybermedianet.fr

Reisezeit und Wetter

Im Norden und Westen herrscht ein gemäßigtes maritimes Klima mit wenig ausgeprägten jahreszeitlichen Unterschieden von Temperatur und Niederschlag. Besonders regenreich ist hier im Allgemeinen der Spätherbst. Im Landesinnern, vor allem im Zentralmassiv und seinen Randgebieten sowie im Bereich der östlichen Mittelgebirge, ist das Klima kontinental mit heißen Sommern und extrem kalten Wintern.

Von Mai bis Oktober herrschen im gesamten Mittelmeerraum sommerlich warme bis heiße Temperaturen. Die Winter sind mild, obwohl Schnee und Frost hier nicht unbekannt sind. Klimatische Kapriolen sind jedoch in allen Landesteilen möglich. Jedenfalls sind als beste Reisezeit für die Provence Frühling und Vorsommer sowie Herbst und Vorwinter, für die anderen Gebiete die Monate Juni und September zu empfehlen.

Notruf

Europäischer Notruf/European Emergency Call

(Polizei, Notarzt, Feuerwehr): Tel. 112

Öffentliche Verkehrsmittel

SNCF, die staatliche Eisenbahngesellschaft, setzt vor allem auf schnelle Verbindungen zwischen den großen Städten. Der TGV (Train à Grande Vitesse) braucht für die Strecke Paris-Lyon zwei Stunden. Fahrkarten für den TGV kosten nur wenig mehr als für normale Schnellzüge; Platzreservierung ist aber obligatorisch. In dünner besiedelte Gegenden kommt man nur noch selten mit der Bahn. Deshalb bietet SNCF an jedem Bahnhof die Kombination train & autocar an, Bahn und Bus. So kommt man praktisch in jeden Winkel des Landes.

Öffnungszeiten

Bei den angegebenen Öffnungszeiten ist zu beachten, dass sie oft kurzfristig geändert werden. In Schlössern, privaten Museen und zoologischen Gärten zahlen Erwachsene durchschnittlich 4-7 Euro, Kinder die Hälfte. Staatliche und städtische Museen erheben um 2-4 Euro. Für die Besichtigung von Klöstern, Kirchen und Ausgrabungen ist mit rund 4-5 Euro zu rechnen.

Post

Briefe (20 g) und Postkarten in Länder der Europäischen Union kosten 0,50 Euro, in andere europäische Länder 0,60 Euro.

Strom

Die Netzspannung beträgt 230 Volt. Flachstecker passen auch in französische Steckdosen. Bei Schukosteckern muss man einen Adapter benutzen.

Telefon

Telefonkarten (télécartes) sind erhältlich in Tabakläden, Postämtern, Tankstellen und Hotels. Es gibt auch öffentliche Apparate, die Master/Eurocard oder Visa akzeptieren.

Für Auslandsgespräche von Frankreich aus wählt man die Auslandsvorwahl 00. Nach dieser Vorwahl die Länderkennzahl (D 49, A 43, CH 41), dann die Ortsvorwahl ohne »0«. Für Gespräche vom Ausland nach Frankreich 00 33 und dann die 9-stellige Nummer wählen (die vorangestellte 0 der französischen Regionskennzahl entfällt). Es gibt drei Mobilfunkbetreiber in Frankreich: France Telecom, SFR und Buygues Telecom. Man erkundige sich bei seinem Netzbetreiber, ob er ein Roaming-Abkommen zum Beispiel mit Buygues Telecom (www.buygtel.com) unterzeichnet hat. Die Deckung in Frankreich beträgt 98 Prozent. Normaltarif (8-21.30 Uhr) ca. 70 Cent pro Minute, übrige Zeit und feiertags die Hälfte.

Trinkgeld

Das Trinkgeld ist im Restaurant im Preis enthalten; man lässt aber einige Münzen (je nach Zufriedenheit etwa 5-10 Prozent) nach Bezahlen der Rechnung auf dem Tisch liegen. Im Hotel gibt man bei besonderen Dienstleistungen dem Portier und dem Zimmerservice ein Trinkgeld, ebenso bei längerem Aufenthalt dem Zimmermädchen. Im Taxi sind 10 Prozent üblich.

Unterkunft

Auf Reisen in der Provinz bereitet es auch in der Hauptreisezeit in den Monaten Juli und August keine großen Schwierigkeiten, ein Hotelzimmer zu finden. Dabei halte man besonders nach den grüngelben Schildern der Hotelkette »Logis de France« Ausschau. Hier wird bei günstigen Preisen traditionsverbundene Gastlichkeit geboten. Die Zimmerpreise sind für ein oder zwei Personen meist dieselben. Extra berechnet wird das Frühstück. Im Kommen sind auch Privatquartiere nach dem englischen Vorbild Bed & Breakfast. In diese Kategorie fallen die Chambres d'hôtes. Listen mit Adressen der Vermieter von Ferienhäusern bzw. -wohnungen halten die örtlichen Touristenbüros bereit.

Umfangreiche Websites mit Unterkünften aller Art sind für alle Regionen Frankreichs: www.chateauhotel.com (Zwei- bis Vier-Sterne-Quartiere, auch in alten Abteien, Manoirs, Mühlen usw.); www.charmhotel.com (typisch regionale Unterkünfte); www.francehotelreservation.com (Privatzimmer); www.gites-en-france.com (Ferienhäuser und Privatzimmer)

Zoll

Innerhalb der EU gibt es für Privatreisende keine Zollgrenzen mehr. Für den »persönlichen Verbrauch« darf der Tourist z. B. 800 Zigaretten, 1 kg Rauchtabak, 10 Liter Spirituosen und 90 Liter Wein - davon max. 60 Liter Schaumwein - frei ein- und ausführen. Für Schweizer gelten erheblich reduzierte Freimengen.



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Sport und Aktivitäten

Auf Schusters Rappen, im Sattel, unter Segeln...

Sport in Frankreich kennt alle Extreme: spannend, entspannend, abenteuerlich oder locker

Ob an der Atlantik- oder Mittelmeerküste, in den Pyrenäen oder in den Alpen - in Frankreich gibt es für jede Sportart das passende Revier. Ähnlich wie die Kochkunst betreiben die Franzosen ihren Lieblingssport mit Leidenschaft - und dabei bestens organisiert; und natürlich mit dem spezifischen Savoir-vivre.

Sport und Aktivitäten

Angeln

Ein Volkssport: Der Angler, der selbstvergessen am Ufer eines Flüsschens, Kanals oder Sees sitzt, gehört zum Bild der französischen Landschaft. Denn irgendein Gewässer ist immer in der Nähe. Eine gültige Angelkarte muss mitgeführt werden. Die Regeln variieren von Ort zu Ort und sind strikt einzuhalten, z. B. die genau kontrollierten Fangzeiten sowie erlaubte Zahl und Mindestgröße der gefangenen Fische. Verboten ist das Angeln in Naturparks und Réserves. Auskunft beim örtlichen Touristenbüro oder in Geschäften mit Angelzubehör und Conseil Supérieur de la Pêche, 134, avenue Malakoff, 75016 Paris, Tel. 01 45 02 20 20

Golf

Die übers Land verteilten knapp 600 Golfplätze lassen keine Wünsche offen. Man kann im schicken Golfhotel wohnen oder als Gast einlochen. Besonders in ländlichen Gebieten sind die Gebühren oft nur halb so hoch wie in Spanien oder Portugal. Eine Broschüre der 138 Top-Golfadressen verschickt die Fédération Française de Golf, rue Anatole France, 92300 Levallois-Perret.

Hausbooturlau

An der wachsenden Zahl der Verleiher lässt sich ablesen, dass der Urlaub im Hausboot immer beliebter wird. Die Voraussetzungen sind ideal: Flüsse und Kanäle erschliessen die schönsten Landschaften, wie in Burgund der Canal du Nivernais und im Süden der Canal du Midi. In der Hochsaison sind diese beiden Routen besonders stark befahren. Es lohnt sich also, bei Vermietern zu sondieren, die auch Elsass, Champagne, Bretagne oder Charente im Programm haben. Es stehen im Allgemeinen Boote für zwei bis zwölf Personen zur Verfügung, deren Motorleistung so gering ist. dass sie führerscheinfrei gefahren werden dürfen. Zwei Adressen: Rive de France, 55, rue d'Aguesseau, 92774 Boulogne-Billancourt, Tel. 01 41 86 01 02, www.rivedefrance.com; Crown Blue Line, Port de Plaisance, 21170 St-Jean de Losne, Tel. 03 80 29 13 81, www.wasserwege.com

Kanu & Kajak

An fließenden Gewässern herrscht in Frankreich kein Mangel. Man leiht einfach ein Kanu oder Kajak und erlebt so die schönsten Flusslandschaften: die burgengesäumte Dordogne, die wilden Gorges du Tarn oder die Gorges du Verdon, den Lot und viele andere. Bei den Tagestrips bringt der Verleiher Boot und Insassen zu einem Startpunkt flussaufwärts; wie lange man dann für die Strecke braucht, bleibt jedem selbst überlassen. Auskunft erteilen die jeweiligen Touristenbüros der Regionen.

Rad & Mountainbike

Alle Provinzen Frankreichs sind ideal für Ferien mit dem Fahrrad, egal, ob Sie sich nur auf Tagestouren beschränken oder den ganzen Urlaub im Sattel verbringen wollen. Das Straßennetz ist so dicht, dass man dabei problemlos große Städte und stark befahrene Straßen meiden kann. Mountainbiking (VTT, vélo tout-terrain) ist auf verschiedenen Fernwanderwegen (GR, sentiers de grandes randonnées) und Wanderwegen (GRP, grandes randonnées de pays) zugelassen. Bei manchen Bahnverbindungen, die gekennzeichnet sind durch ein Fahrradsymbol, wird das Rad kostenlos mitbefördert. Die Fédération française de cyclisme, 5, rue Louis Bertrand, 93110 Rosny-sous-Bois, Tel. 01 49 35 69 24, www.ffc.fr, verschickt eine Broschüre mit 36 000 km Piste für Mountainbiker.

Reiten

Centres équestres, Reitzentren, finden sich in allen Landesteilen. Hier kann man tage- oder wochenweise Reitausflüge (randonnées) mit Übernachtung in ländlichen Hotels und Herbergen buchen. Ideale Landschaften für den Reiterurlaub sind Vogesen, Bretagne, Auvergne, Cevennen, Périgord, Camargue und Gascogne. Auskunft in Touristenbüros und bei der Féderation française d'Equitation 9, boulevard Macdonald, 75019 Paris, Tel. 01 53 26 15 50, www.ffe.com

Segeln & Surfen

An großartigen Segelrevieren ist bei einer Küstenlänge von 4000 km kein Mangel. Jeder größere Ferienort an der Atlantikküste und am Mittelmeer hat seine Marina mit Segelschulen, Boots- und Surfbrettverleih. Auf den endlosen, breiten Stränden von La Baule, Les Sables d'Olonne und anderswo ist bei niedrigen Wasserständen Strandsegeln (char à voile) und Speedsail (Segelbretter mit vier Rädern) angezeigt. Fürs Surfen ist die Côte d'Argent das ideale Revier; Surfer reisen sogar aus Amerika und Australien zu Profiweltmeisterschaften an.

In nahezu jedem Küstenort gibt es einen Surfclub. Ideal zum Windsurfen (planche à voile) sind die Binnenseen des Landes, z. B. Lac de Biscarosse, Lac de Léon, Lac de Cazaux u. a., an denen in den Kiefernwäldern schöne Campingplätze liegen. Infos bei der Fédération française de voile, www.ffv.fr

Skifahren

Frankreich hat das größte Skigebiet der Welt. Zur Wahl für Wintersportler stehen Vogesen, Jura, Massif Central, Alpen und Pyrenäen. Drei Mal fanden bereits in den französischen Alpen die Olympischen Winterspiele statt: in Chamonix, Albertville und Grenoble. Davon profitieren weiterhin die Skiurlauber, ob in vorwiegend familienfreundlichen Stationen wie Chamonix oder extrem ausgelegten wie Alpe d'Huez mit ganzjährigem Gletscherskilauf und Extremtouren. Infos unter www.skifrance.fr

Wandern

Mit seinen vielfältigen Landschaften ist Frankreich ein Wanderland par excellence. Mehr als 130 000 km markierter Wanderwege durchziehen alle Landesteile, unter anderem die so genannten GR, grandes randonnées, die mit rot-weißen Zeichen markiert sind, die rot-gelb gekennzeichneten GRP (grandes randonnées de pays) und die gelb markierten PR (promenade randonnée). Unerlässlich für Wanderer sind die Karten vom Institut Géographique National (I.G.N), die es in Tabakläden, in den Maisons de la Presse und in Touristenbüros gibt. Infos: Fédération française de la randonée pedestre, 14, rue Riquet, 75019 Paris, Tel. 01 44 89 93 90



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Stichworte

Basken, Bretonen und andere

Über regionale Eigenheiten und weitere landeskundliche Details können Sie sich in diesem Kapitel informieren

Stichworte

Architektur

Antike Baudenkmäler sind vor allem in der Provence zahlreich erhalten geblieben: der Pont-du-Gard, der Tempel in Nîmes, die Amphitheater in Arles und Orange, die Arenen in Arles, Nîmes und Fréjus, die Triumphbögen und Denkmäler in St-Rémy und Orange. Römische Stadttore und Triumphbögen stehen in Besançon, Langres, Autun, Reims und Saintes, Thermen in Nîmes und Paris. Die Romanik hinterließ in Frankreich zahlreiche Klosteranlagen mit Kreuzgängen. Für den Bau von Basiliken ist Cluny in Burgund wegweisend.

Eine ganz eigene Schöpfung, und daher auch als style français bezeichnet, ist die Gotik in Frankreich (12.-15. Jh.). Herausragendes Beispiel dafür ist die Kathedrale von Chartres, fast gleichwertig sind diejenigen in Reims und Amiens. Einzigartig ist die Anlage des Mont-St-Michel.

Die Renaissance hielt unter Karl VIII. Einzug, der bereits 1496 Künstler aus Italien für den Bau von Amboise nach Frankreich holte. Unter König Franz I. wurden die Schlösser Châteaudun, Chenonceau, Chambord und andere gebaut. In Paris entstanden die Bauten um die Place des Vosges, der innere Hof des Louvre und das Schloss der Tuilerien, das 1871 zerstört wurde.

Berühmte Architekten in der Zeit Ludwigs XIV., Ludwigs XV. und Ludwigs XVI., der Epoche des französischen Klassizismus, waren François Mansart und sein Großneffe Jules Hardouin-Mansart (Seitenflügel von Versailles, Place Vendôme). Die Baustile Empire und Romantik kennzeichneten die Zeit Napoleons I., während vom Ende des Klassizismus bis zum 20. Jh. zugleich ältere Stile nachgeahmt wurden. Herausragende Figur bei der Restaurierung mittelalterlicher Bauten war Eugène Viollet-le-Duc (1814-79), der u. a. die Cité von Carcassonne und Nôtre-Dame in Paris umfassend restaurierte. Die Epoche der Eisen- und Glasbauten begann Ende des 19. Jhs. mit dem Wirken des Architekten Tony Garnier. Als eines der kühnsten Erstwerke der Eisenbaukonstruktion gilt der Eiffelturm, 1887-89 von Alexandre Gustave Eiffel erbaut.

In der Nachkriegszeit entstanden die großen Trabantenstädte um Paris, in den 1970er-Jahren das Centre Pompidou und in jüngster Zeit die mächtige Arche de la Défense des dänischen Architekten Otto von Spreckelsen (1989) sowie die futuristische Cité de la Science et de l'Industrie de la Villette in Paris mit ihren imposanten Gebäuden (1984-89) und die Oper an der Bastille (1989).

Beur-Kultur

Les beurs, wie sie in ihrem Jargon genannt werden, sind die in Frankreich geborenen Nachkommen nordafrikanischer, das heißt mohammedanischer Eltern. Die beurs (»beur« ist durch Umkehrung und Lautverschiebung des Worts »arabe« gebildet) beherrschen von der Sprache der Eltern nur einige Brocken, sie sind - wie etwa die in Deutschland geborenen Kinder türkischer Eltern - eine Weder-noch-Generation, im Konflikt mit dem oft strengen Traditionalismus der Eltern, zugleich diffamiert und zurückgewiesen durch die französische Umgebung. Sie wachsen in den banlieues, den tristen Vorstadtzonen, auf, die berüchtigt sind für Jugendkriminalität, Drogensucht und Bandentum. Dennoch: Ein neues Selbstbewusstsein ließ in den 1980er-Jahren eine Culture Beur entstehen, die als lebendige Subkultur arabische und französische Elemente vereint, mit eigenen Musikgruppen und eigener Literatur. SOS-Racisme entstand, eine antirassistische Initiative, die Hunderttausende von Schülern mobilisierte.

Korsika (Corse)

Mit 8722 km² ist Korsika die nach Sizilien, Sardinien und Zypern viertgrößte Mittelmeerinsel. Mit mehr als 50 Gipfeln über 2000 m Höhe ist Korsika, ein Gebirge im Meer, zugleich die »Insel der Schönheit«. Nur 5,5 Prozent der Fläche können landwirtschaftlich genutzt werden, neben Wein und Obst wird Tabak angebaut. Eine große Rolle spielen daneben Oliven, Feigen und Kastanien. Schafe und Ziegen sind die wichtigsten Nutztiere.

Korsika wurde nach turbulenten Jahren der vergebens angestrebten Unabhängigkeit und 484-jähriger genuesischer Herrschaft 1768 an Frankreich abgetreten. 1794 fiel die Insel an England, wurde aber nur zwei Jahre später von dem größten Korsen, Napoleon Bonaparte, zurückerobert und ist seitdem in zwei Departments eingeteilt: Corse-du-Sud und Haute-Corse. Aber es rumort heftig auf der Insel. Immer wieder kommt es zu Bombenanschlägen der FLNC (Front de Libération Nationale de la Corse) und anderer separatistischer Bewegungen, denen auch hohe Beamte zum Opfer fallen. Gegen touristische Einrichtungen sind die Anschläge indes nicht gerichtet.

Größte Stadt der Insel ist Napoleons Geburtsort Ajaccio (55 200 Ew.), gefolgt von Bastia (50 000 Ew.). Ausführliche Informationen finden Sie im MARCO POLO Band »Korsika«.

Land und Leute

Mit 551 000 km² ist Frankreich der Fläche nach das größte Land Westeuropas. Rund 190 000 km² werden landwirtschaftlich genutzt. Die Küsten an Atlantik und Mittelmeer haben eine Gesamtlänge von rund 3100 km.

Vielgestaltig wie die Landschaft Frankreichs ist auch die Bevölkerung (etwa 60,5 Mio. Menschen). Sie setzt sich zusammen aus Nachfahren der Kelten und verschiedener Invasionsvölker wie Römer, Germanen und Normannen sowie aus Einwanderern von Spanien, Italien, Polen, Russland, den nordafrikanischen und anderen Ländern. Darüber hinaus leben zahlreiche Minderheiten in Frankreich: im Norden Flamen und Nachfahren der Normannen sowie Bretonen, im Südwesten und Süden Basken sowie Katalanen, die Menschen der Provence und des Languedoc, im Osten Elsässer und Lothringer, ferner die Korsen.

Das Bemühen, Sprache und Traditionen der Basken, Bretonen und anderer Minderheiten wie Elsässer oder Katalanen auch für kommende Generationen zu erhalten, wird begrüßt und gefördert. Das moderne Französisch entstand aus der Langue d'Oil, einer Gruppe von Dialekten, die nördlich des Massif Central gesprochen wurden und sich aus dem einheimischen Latein in galloromanischer Zeit herausbildeten. Die Langue d'Oc, das Okzitanische, wurde im Süden gesprochen und hat in mehreren großen Dialekten, patois genannt, überlebt. Es ist aber fast ausschließlich die vor dem Zweiten Weltkrieg geborene Generation, die noch mit dem patois vertraut ist. Die weltweit starke Stellung des Französischen - immerhin rund 122 Mio. Menschen in Belgien, der Schweiz und den französischen Besitzungen in Übersee haben sie als erste Sprache - wird von einem eigenen Ministère de la Francophonie gehütet.

Landwirtschaft

Je nach Region ist die Nutzung des Landes sehr unterschiedlich. In der Normandie dominiert Weideland und damit die Milchwirtschaft, in der Bretagne herrscht der Gemüse- und Futteranbau vor, während die Gebiete der Île-de-France südwestlich und nördlich von Paris als Kornkammer gelten können. In den Gebirgsgegenden wie dem Zentralmassiv, dem Jura, den Westalpen und den Pyrenäen mit ihrem hohen Anteil an Grünland überwiegt die Rindermast. In den Regionen Provence-Alpes-Côte d'Azur und Languedoc-Roussillon ist neben der Schafhaltung die Bewässerungslandwirtschaft mit Gemüse-, Obst- und Weinproduktion von besonderer Bedeutung.

Verglichen mit Deutschland oder Großbritannien ist in Frankreich der Anteil der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft mit knapp 5 Prozent immer noch hoch. Steigende Kosten und harte Konkurrenz machen aber auch den französischen Landwirten das Überleben schwer. Hinzu kommt, dass von den 500 000 Bauern, die um das Jahr 2000 in Pension gegangen sind, rund 300 000 keinen Nachfolger haben. Zwischen 2000 und 2003 ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 664 000 auf 600 000 gesunken. Fachleute gehen davon aus, dass in Zukunft 200 000 Grossbetriebe ausreichen würden, den derzeitigen Anteil von rund 2,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts zu erwirtschaften.

Nationalparks

In Frankreich gibt es derzeit sieben Nationalparks. Daneben wurden 38 regionale Parks sowie réserves geschaffen. Die Nationalparks nehmen jeweils die größten Flächen, überwiegend im Alpenraum, ein: der Parc National de la Vanoise zwischen Arc und Isère ist 530 km² groß und durch insgesamt 500 km Wanderwege erschlossen. In der Größe wird er vom Parc National des Écrins (2700 km²) zwischen den Tälern von Romanche, Drac und Durance und dem Parc National du Mercantour (6850 km²) entlang der italienischen Grenze übertroffen. In letzterem ist eine besonders reiche Tier- und Pflanzenwelt erhalten, darunter über 20 Königsadlerpaare. Berühmt ist im Parc National du Mercantour die Vallée des Merveilles, das Tal der Wunder, mit rund 100 000 Felszeichnungen aus der Bronzezeit. Ein Paradies für Naturfreunde und Wanderer ist auch der Parc National des Pyrénées (457 km²) im westlichen Teil des Gebirges mit 350 km Wanderwegen. Auskunft: Fédération des Parcs Naturels de France, 4, rue Stockholm, 75008 Paris, Tel. 01 44 90 86 20, www.parcs-naturels-regionaux.tm.fr

Weingebiete

Mit rund 5000 Weingütern, den großen und kleinen Châteaux und 1350 km² Anbaufläche ist das Bordelais bei Bordeaux die größte und wichtigste Weinregion Frankreichs. Zwei bedeutende Anbaugebiete sind im Nordosten die Champagne (jährlich rund 150 Mio. Flaschen Champagner) und das Elsass. Burgund umfasst fünf Weingebiete: Côte d'Or, Côte Chalonnaise, Chablis, Mâconnais und Beaujolais. Touraine, Anjou und Muscadet sind die wichtigsten Anbaugebiete im Val de Loire. Klein, aber fein ist die Weinproduktion in Savoyen. Das gilt auch vom Gebiet Cahors im Südwesten, wo bereits im 7. Jh. Wein angebaut wurde. Die aus Amerika eingeschleppte Reblaus vernichtete im 19. Jh. einen Großteil der Rebstöcke, doch wurde mit Erfolg neu begonnen.

Flächenmäßig größer ist Gaillac weiter südlich, wo viele verschiedene Sorten erzeugt und auch hauptsächlich in der Region selbst getrunken werden. Im Südosten umfasst die riesige Appellation Côtes-du-Rhône 400 km² Rebfläche. Noch größer ist die Weinregion Languedoc, in der hauptsächlich vin ordinaire, Landwein, erzeugt wird. Allerdings ist seit einigen Jahren die Qualität zum Teil erheblich verbessert worden. Das gilt auch für das angrenzende Gebiet Roussillon. Die Provence ist Frankreichs ältestes Weingebiet.



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Autofahren

Autofahren

Frankreich verfügt über ein gut ausgebautes Strassennetz. Es gibt gebührenpflichtige Autobahnen (Autoroutes), Schnellstrassen (routes nationales) und Landstrassen. Die Gebühren können auch mit den gängigen Kreditkarten bezahlt werden. Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen 130 km/h (bei Nässe 110), auf Schnellstrassen 110 km/h (bei Nässe 100) und auf den übrigen Strassen 90 km/h, innerorts 50 km/h. Es besteht Gurtanlegepflicht für Fahrer und Beifahrer. Alkohollimit ist 0.5 Promille.