Reiseführer Ungarn
Entdecken Sie Ungarn!Puszta, Piroschka, Paprika - diese Klischees werden Ungarns Vielfalt bei weitem nicht gerecht
In Kalocsa sitzen Frauen im Schatten der Bäume und sticken die typischen bunten Blumenmotive. In Budapest öffnet eine der größten Hightechschmieden im mittleren Osteuropa ihre Pforten. In der Puszta trainieren die Csikós ihre halsbrecherischen Reitkünste. Auf den Landstraßen zuckeln Pferdewagen und Trabis, unablässig überholt von PS-starken Neuwagen. Tradition und Moderne, Armut und Reichtum, Stagnation und Fortschritt: Ungarn ist ein Land, in dem vieles nebeneinander besteht - und miteinander auskommt.
Was ist Ungarn für das Gros der Besucher? Auch wenn sich kaum mehr jemand an den Film »Ich denke oft an Piroschka« von 1955 erinnert - allein der Name Piroschka weckt eine Fülle romantischer Assoziationen von Musik und Tanz bis Kesselgulasch und Puszta. Prägend für das Ungarnbild war aber auch die Ausnahmerolle des Landes im ehemaligen Ostblock. Mit Ungarn verband sich die Vorstellung des westlichsten Landes im Osten, einer Insel, die sich von niemandem ganz vereinnahmen ließ.
Das Bild von der Insel ist in vielerlei Hinsicht angemessen. Einer Insel gleich liegt das Land, von den Karpaten umschlossen, in der Mitte Europas, am Schnittpunkt zwischen Ost und West. Und in kaum einem anderen Land mischen sich östliche und mitteleuropäische Völker wie in Ungarn. Aus den eurasischen Steppen haben sich die Reiternomaden auf den Weg gemacht, die Ungarn begründeten. Zu ihnen gesellten sich weitere Nomadenvölker wie Kumanen und Jazygen, aber auch Italiener, Franzosen, Wallonen, Deutsche, Slowaken und viele andere. Am deutlichsten zeigt sich der Inselcharakter, das Anderssein an der ...
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In Kalocsa sitzen Frauen im Schatten der Bäume und sticken die typischen bunten Blumenmotive. In Budapest öffnet eine der größten Hightechschmieden im mittleren Osteuropa ihre Pforten. In der Puszta trainieren die Csikós ihre halsbrecherischen Reitkünste. Auf den Landstraßen zuckeln Pferdewagen und Trabis, unablässig überholt von PS-starken Neuwagen. Tradition und Moderne, Armut und Reichtum, Stagnation und Fortschritt: Ungarn ist ein Land, in dem vieles nebeneinander besteht - und miteinander auskommt.
Was ist Ungarn für das Gros der Besucher? Auch wenn sich kaum mehr jemand an den Film »Ich denke oft an Piroschka« von 1955 erinnert - allein der Name Piroschka weckt eine Fülle romantischer Assoziationen von Musik und Tanz bis Kesselgulasch und Puszta. Prägend für das Ungarnbild war aber auch die Ausnahmerolle des Landes im ehemaligen Ostblock. Mit Ungarn verband sich die Vorstellung des westlichsten Landes im Osten, einer Insel, die sich von niemandem ganz vereinnahmen ließ.
Das Bild von der Insel ist in vielerlei Hinsicht angemessen. Einer Insel gleich liegt das Land, von den Karpaten umschlossen, in der Mitte Europas, am Schnittpunkt zwischen Ost und West. Und in kaum einem anderen Land mischen sich östliche und mitteleuropäische Völker wie in Ungarn. Aus den eurasischen Steppen haben sich die Reiternomaden auf den Weg gemacht, die Ungarn begründeten. Zu ihnen gesellten sich weitere Nomadenvölker wie Kumanen und Jazygen, aber auch Italiener, Franzosen, Wallonen, Deutsche, Slowaken und viele andere. Am deutlichsten zeigt sich der Inselcharakter, das Anderssein an der Sprache. Sie hat nichts mit benachbarten Sprachfamilien gemeinsam. Das Idiom der Ungarn ist der markanteste Ausdruck ihrer fernen ethnischen Herkunft.
Landschaftlich teilt sich Ungarn entlang der Flüsse: Westlich der Donau liegt das hügelreiche Transdanubien mit 400 bis 700 m hohen Bergrücken, von den Keszthelyer Bergen am nordwestlichen Plattensee über die weinbestandenen Balaton-Vulkane bis zu den Höhenzügen Bakony und Vértes nördlich des Sees sowie den Pilis- und Visegráder Höhen am Donauknie.
Der Balaton, auf Deutsch Plattensee, ist ein Teil Transdanubiens, aber als Hochburg des Tourismus kommt ihm eine Sonderstellung zu - erst recht im Bewusstsein der Ungarn, denn für sie ist er das »Ungarische Meer«, ihr Hort der Glückseligkeit. Dort, wo die Donau von Westen kommend nach Süden abbiegt, liegt das Donauknie, kein eigener Landstrich, aber eine Kulturlandschaft von eigenständigem Charakter.
Mit seinen 800 bis über 1000 m aufragenden Mittelgebirgen ist Nordungarn die höchste Region des Landes. Daran schließt sich der wohl bekannteste Teil Ungarns an - die Große Tiefebene östlich der Donau, die weite, flache Puszta. Der kulturell reichste und auch wirtschaftlich prosperierendste Landesteil ist Transdanubien.
Die Vergangenheit ist für die Mentalität der Ungarn von enormer Bedeutung. Der Name Árpád ist jedem Schulkind gewärtig, denn mit der Landnahme des Fürsten 896 beginnt die ungarische Geschichte. Neben Árpád spielen vor allem der erste König Stephan und die großen Zeiten unter dem Renaissancekönig Matthias (1458-90) eine wichtige Rolle für die Bewusstseinslage der Ungarn.
Wie sieht sich Ungarn heute? Als Vielvölkerstaat. Aber das Miteinander ist keineswegs spannungsfrei. Deutlicher als die deutsche Landesbezeichnung »Ungarn« ist die ungarische, Magyarország, was so viel heißt wie »das Land der Magyaren«. Die Magyaren stellen etwa 90 Prozent der Bevölkerung. Welche Bedeutung dieser Tatsache zukommt, erleben Besucher nicht selten, wenn die Musiker in den Touristenhochburgen ihre mitreißenden Weisen zum Besten geben. Toll, diese Zigeunermusik, kommentiert der Gast begeistert. Und erntet nicht selten den Hinweis: »Das ist keine Zigeunermusik, das ist ungarische Musik.«
Wie schon der große Komponist Franz Liszt halten auch die meisten Ungarnbesucher Zigeunermusik für die ungarische Musik schlechthin. Ein Irrtum, den Magyaren nur schwer verzeihen! Die Ressentiments gegenüber der Musik der Zigeuner, politisch korrekt: der Roma und Sinti, sind nur ein Hinweis auf das problematische Verhältnis zu dieser größten ethnischen Minderheit des Landes. Die Zahl der Roma und Sinti wird auf 600 000 geschätzt, liegt aber wohl deutlich darüber. Ihre Lage war bereits vor der Wende schwierig und hat sich nach 1989/90 drastisch veschlechtert. Die übrigen Minderheiten sind um die 60 000 Deutsche, etwa ebenso viele Slowaken und etwa 80 000 Kroaten.
Mit der 1989 erreichten Selbstbestimmung und dem Beitritt zur EU ist die Rückkehr Ungarns nach Europa vollzogen. Doch der rasante Prozess der Modernisierung hat seine Schattenseiten. Einige Ungarn sind sehr vermögend, aber fast 40 Prozent der Menschen sind arm, d. h. das Haushaltseinkommen liegt bei unter 60 Prozent des Durchschnittsnettolohns von etwa 400 Euro - und das bei Preisen im Supermarkt und für Benzin, die denen in westlichen Ländern gleichen. Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung und der nationalen Identität spalten das Land in zwei Lager - versehen mit den Etiketten rechts und links -, die sich scheinbar unversöhnlich gegenüberstehen. Ungarn ist auf der Suche nach sich selbst, doch es lässt der Zukunft trotz aller Vergangenheitsorientierung viel Raum. Dass die moderne Entwicklung nicht zwischen den Fronten zerrieben wird, liegt am Temperament der Magyaren: Ihre große Emotionalität ist nämlich gepaart mit viel Humor, pragmatischer Vernunft und einer gehörigen Portion Gelassenheit.
Wer Ungarn bereist, erlebt vor allem eine wunderbar vielfältige Natur und die Wiederbelebung eines enormen Kulturerbes. Beim Naturreichtum reicht das Spektrum von der Steppenfauna und -flora der Puszta über die noch ursprünglichen Wälder des Bakony, die Weinregionen und die Tropfsteinhöhlen im Karstgebirge des Nordens bis zu den Alpenausläufern im Westen. Die Entdeckung des kulturellen Erbes gleicht einer faszinierenden Zeitreise: Die Römerzeit wird in Ausgrabungen wie Tác-Gorsium oder im Ruinengarten mitten in der Stadt Szombathely lebendig. Eine Augenweide sind die restaurierten mittelalterlichen Städte wie das kleine Koszeg oder Sopron. Barocke Stadtpracht zeigt sich in Eger, Gyor, Vác, Kalocsa und Szentendre in blendender Schönheit. Debrecen und Szeged stehen ganz im Zeichen des Klassizismus und Historismus.
Das Beste an Ungarn? Es ist ein Land, das selbst große Herausforderungen mit bewundernswerter Überlebenskunst meistert. Dazu gehört auch, dass sich die Menschen trotz aller existenziellen Probleme Zeit nehmen, um gute Nachbarschaft und Gastlichkeit zu praktizieren. Diese Erfahrung gehört zu den schönsten, die Ungarnbesucher mitnehmen können.
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Impressionen






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Budapest, Ungarn
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Szolnok, Ungarn
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Zwischen Tradition und Hightech
Uralte Bräuche und Individualität haben die Ungarn mit ins 21. Jahrhundert genommen
Daten und Namen
Genau andersherum: Das sollte man sich als Eselsbrücke merken. In Ungarn schreibt man beim Datum zuerst das Jahr, dann den Monat, dann den Tag. Da man sich in den Tourismusregionen auf Urlauber eingestellt hat, wählt man zumeist die den Gästen vertraute Datumsfolge - jedoch nicht immer!
Genau andersherum - das gilt auch für Namen: Steht auf einer Visitenkarte Balogh István, heißt der Mann mit Vornamen István und mit Nachnamen Balogh. Verheiratete Frauen tragen traditionsgemäß den Namen ihres Mannes mit dem Zusatz -né (»Frau«). Die Ehefrau von Herrn Balogh würde also Baloghné heißen. Sie könnte aber auch ihren Geburtsnamen behalten. Bei Frauen der jüngeren Generation ist eine dritte Variante populär: Sie tragen den Namen des Mannes mit dem Zusatz -né in Kombination mit ihrem Geburtsnamen.
Hochzeitsbräuche
Bauernhochzeiten sind das meistgespielte Unterhaltungsprogramm für Urlauber. Da führen Eltern dem werbenden Bräutigam erst die weniger attraktiven Töchter vor, um sie unter die Haube zu bringen, bevor sie mit der richtigen herausrücken. Bräuche spielen aber auch bei echten Hochzeiten eine Rolle. So zieht die frisch gebackene Ehefrau um Mitternacht rote Stiefel an. Wer dann mit ihr tanzen möchte, muss zahlen. Einen Polterabend gibt es in Ungarn nicht. Porzellan wird dennoch zerschlagen, und zwar gegen Ende der Hochzeitsfeier. Das Brautpaar muss, sozusagen als erste gemeinsame Handlung, die Scherben zusammenkehren.
Kaffeehaustradition
Budapest hatte um 1910 etwa 500 Kaffeehäuser, und nicht wenige wurden als Intellektuellentreffpunkte zum Mythos. Die schöne Tradition erlebt eine Renaissance. Der Klassiker, das Kaffeehaus Gerbeaud, hat Gesellschaft bekommen: In neuem altem Glanz wieder eröffnet wurde z. B. das Café Centrál, und auch das berühmte New York soll 2006 im Hotel New Palace wieder seine Pforten öffnen. Außerdem gibt es viele angesagte Szenecafés. Im übrigen Land sucht man jedoch meist vergeblich nach einer attraktiven Adresse, erst recht in Kleinstädten und Dörfern. Außerhalb Budapests verbreiteten sich die so genannten Espressos. Hier werden, meist in einfachem Ambiente, Kaffee und belegte Brötchen serviert.
Männer am Kochtopf
Ein Ungar am Herd? Am heimischen gewiss nicht. Aber wenn es um Ruhm, Ehre und Preise geht, packt Ungarns Männer die Kochleidenschaft - ob bei dörflichen Sommerfesten oder vor großem Publikum beim Gulaschfestival in Budapest, bei dem auch Politiker und Diplomaten am Herd stehen. Das Kochfestival »Auf den Spuren der königlichen Köche« in Nagyszakácsi ist ein dreitägiges Volksfest mit Umzug, Musik und Historienspielen. Die Renaissance gibt den Ton an, denn in Nagyszakácsi fand der Renaissancekönig Matthias seine besten Köche. Die Zubereitung der halászlé (Fischsuppe) haben die Herren der Schöpfung ganz für sich reserviert. Schließlich ist diese Suppe die Krönung einer Passion ungarischer Männer: des Angelns.
Mathe- und IT-Genies
Mit dem Rubik-Würfel machte der Mathematiker Erno Rubik weltweit Schlagzeilen. Ungarn hat einige große Mathematiker hervorgebracht. Anteil daran hat nicht zuletzt das kommunistische Regime: Wer der Ideologie ausweichen wollte, wählte ein »unbelastetes« Studienfach. So wurde der Intel-Gründer Andy Grove, einer der Erfinder des Mikrochips, 1956 in Ungarn als András Gróf geboren. Mathematiker und Informatiker, vorwiegend Absolventen der ausgezeichneten Technischen Universität Budapest, haben Ungarn in den letzten Jahren auch zu einer ersten Adressen für die Softwareproduktion gemacht.
Musikleben
Im Land von Franz Liszt, Béla Bartók, Zoltán Kodály und des Operettenkönigs Emmerich Kálmán spielt die Musik eine große Rolle. Die Musikerziehung hat eine lange Tradition und wird intensiv gepflegt. Budapester gehen mit Begeisterung ins Theater, und die Ensembles und Solisten der großen Hauptstadtbühnen genießen internationalen Ruf. Aber auch Städte wie Pécs, Gyor, Debrecen und Szeged haben hervorragende Ballett- und Opernensembles. Ungarnbesucher kommen nicht nur im Rahmen des normalen Programms in den Genuss der Kunst: Von Budapest über Sopron und Gyor bis Debrecen und Szeged werden renommierte Sommerfestivals veranstaltet.
Puszta
Das Wort »Puszta« verbreitete sich in Ungarn Ende des 17., Anfang des 18. Jhs. als Bezeichnung für die nahezu menschenleere, durch die Türkenherrschaft verwüstete Tiefebene. Es bedeutet »öde«, »Ödnis«. Das Wort wird aber auch in anderem Sinnzusammenhang verwendet: Rund um den Plattensee gibt es eine Reihe von Ortsbezeichnungen mit dem Wortbestandteil -puszta, zum Beispiel Szántódpuszta. In diesem Fall sind mit Puszta die Wirtschaftsgebäude eines Gutes gemeint, die in einiger Entfernung zum Dorf lagen.
Religion und Kirchen
Selbst kleine Dörfer haben üblicherweise zwei, nicht selten sogar drei Kirchen. Dieser Reichtum ist eine Folge der Geschichte: Nach Beendigung der türkischen Besetzung traten die Lehren Martin Luthers ihren Siegeszug an. Ende des 16. Jhs. spaltete sich die protestantische Bewegung, die vorherrschende Richtung bildeten die Kalvinisten oder Reformierten. Ab Mitte des 17. Jhs. begann eine massive Gegenreformation, und die Mehrheit der Bevölkerung nahm wieder die katholische Religion an. Um die Kirchen unterscheiden zu können, schaut man am besten auf die Turmspitze: Die katholischen und evangelischen tragen ein Kreuz, die reformierten einen Stern.
Einer der renommiertesten modernen Kirchenarchitekten ist Imre Makovecz. Der Anhänger der organischen Architektur arbeitet vorwiegend mit Holz und schafft imposante Räume, die gigantischen Skulpturen ähneln. Er baute Gotteshäuser wie die Heilig-Geist-Kirche von Paks (1988-90) und die evangelische Kirche von Siófok (1990).
Schlösser
Um die 700 Schlösser und Herrenhäuser stehen in Ungarn unter Denkmalschutz. Viele dieser Adelssitze sind mit den großen Namen der ungarischen Aristokratie verbunden. Wer von Westen kommt, sieht beispielsweise bei Sopron das Széchenyi-Schloss, im nahen Fertod das imposante Schloss der Fürsten Esterházy, in Keszthely am Balaton das Schloss der Festetics, nahe Budapest Schloss Martonvásár der Brunswick-Familie und nördlich der Hauptstadt das berühmte »Sissi«-Schloss Gödöllo der Grassalkovich-Familie.
Sprache
Die einzigartige ungarische Sprache gehört zur finno-ugrischen Sprachfamilie. Leicht zu merken: Betont wird immer die erste Silbe. Einige wichtige Ausspracheregeln:
Ein S (s) wird wie sch gesprochen - wie in »Sopron« (schopron). Das »cs« eines Wortes wie Csárda ist ein tsch (tscharda). Ein sz klingt wie ein ß.
Die Diphthonge bereiten weniger Schwierigkeiten, als man denkt. »Ty« entspricht im Deutschen einem tj und »ly« einem j. Die Kombination »zs« wird wie das J im Wort Journalist ausgesprochen. Das »gy«, wie in dem Wort egy (eins), wird dj ausgesprochen, also »egy« wie ädj. Das e in egy wird zum ä, weil auch die Akzente bzw. die Aussprache der Vokale ohne Akzent von Bedeutung sind.
Ein »á« ist ein a wie im deutschen Wort Maat, ein »é« entspricht dem doppelten e wie in »Beet«, ein »ó« dem oh wie in »Mohn«, ein »í« dem ie wie in »Biene«, ein »u« dem ü in »über«. Ohne Akzent wird das e wie ä gesprochen und ein a wie ein kurzes o.
Doch auch wenn Sie kein Ungarisch sprechen: Mit Deutsch oder Englisch kommen Sie auf Ihrer Reise meist gut zurecht.
Thermalbäder
Das orientalische Flair der Bäder Rudas und Király in Budapest zeugt von der Badekultur der Türken im 15. Jh. Sie genossen, wie schon die Römer, den großen Thermalwasserreichtum Ungarns. An Thermalwasser fehlt es dem Land nach wie vor nicht: Bislang sind über 1000 Quellen bekannt, davon 350 mit Heilwirkung. Dieser natürliche Schatz macht Ungarn zu einem Tummelplatz für Kur- und Wellnessgäste.
Das westungarische Hévíz, der bekannteste Kurort, verfügt über ein ausgezeichnetes Angebot an Kur- und Wellnesshotels. Andere Orte haben nachgezogen, in Westungarn beispielsweise Harkány, Zalakaros, Bük, Sárvár, Balf, Mosonmagyaróvár, Gyor und der Höhlenkurort Tapolca.
In Ostungarn ist Hajdúszoboszló der populärste Thermalkurort. Gute Bäder haben aber auch Debrecen, die nette Klein- und Burgstadt Gyula sowie Eger und Miskolc-Tapolca im Nordosten. An und nahe dem Fluss Theiß sind die Orte Tiszaújváros, Tiszafüred und Berekfürdo sowie das familiäre Tiszaörs mit Thermalwasser bzw. Thermalbädern gesegnet.
Trinkregeln und Trinksprüche
Biertrinker, aufgepasst: Mit Bier anzustoßen ist in Ungarn ein Fauxpas! Warum? Weil 1849 - nach dem gescheiterten Freiheitskampf gegen die Österreicher - 13 Generäle auf Befehl von Kaiser Franz Joseph I. hingerichtet wurden und die Henker mit Bier feierten. Studenten stoßen heute schon mal mit dem augenzwinkernden Zusatz »Haynau soll sterben« kräftig an: Julius Jakob Haynau war der für die Exekutionen zuständige Militärbefehlshaber.
Apropos Augenzwinkern: Mit den vertrackten ungarischen Ausspracheregeln werden Urlauber beim Trinken gern aufs Glatteis gelockt. Egészségedre, »Auf Deine Gesundheit«: Diesen Trinkspruch hat der Gast schnell drauf - denkt er! Meistens kommt jedoch die Aussprache von egész seggedre dabei heraus. Und das heißt: Auf Deinen ganzen A… Also ein Prosit auf den ganzen Allerwertesten. Eine Mordsgaudi für die Ungarn!
Zigeunermusik
Heute musizieren die Zigeuner, die cigányok, fast nur noch für Urlauber. Ihr Repertoire besteht vor allem aus Operetten- und Unterhaltungsmusik und ungarischen Volksliedern. Eine Kapelle in klassischer Formation und mit echtem Zigeuner-Repertoire bekommen Besucher kaum zu sehen. Eine solche Kapelle besteht aus acht Mitgliedern: dem Primas, der zweiten Geige, einem Bassisten, einem Zimbelspieler, einem Klarinettisten, einem Cellisten, dem Vize-Primas und einem stellvertretenden Zweiten Geiger. In den Hotels und Restaurants erwarten die Musiker einen Obolus für ihr Spiel. Zumeist werden sie so schlecht bezahlt, dass sie vom Trinkgeld leben müssen.
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Angesagt!
Was Sie wissen sollten über Trends, die Szene und Kuriositäten in Ungarn
Angesagt
Bodykult
Bodybuilding hat Hochkonjunktur. Ungarns Männer, ohnehin ausgesprochen eitel, orientieren sich an starken Typen. Da stemmte Lászlo Fekete 2001 bei der Muskelmänner-Olympiade in Siófok eine 220 kg schwere Betonkugel. Wie er schuften Tausende für die idealen Muskelpakete.
Ungarn-Rock
Sie sind die angesagten Szenehits bei den ungarischen Jugendlichen: die Bands Anima Sound System, Hiperkarma, Emil Rulez und Yonderboi. Das Besondere an der Musik: Neben Rock und Trance schwingt ein eigener ungarischer Folkloresound mit.
Top-Disko-Clubs
Unter den ungarischen Städten ist Budapest die Clubstadt Nr. 1. Eine erste Adresse ist das Bank. Im Sommer zieht es aber auch viele in die Clubs im Urlaubsrevier Balaton. Der Diskohit am Balaton-Nordufer ist der Dexion Dance Club in Alsóors (am Strand), der Toptempel am Südufer das postmoderne Palace in Siófok.
Romantische Plätze
Fast wie in Paris: Für verliebte Ungarn ist Budapest ein Magnet. Die Lieblings-Schmuseplätze sind das Pester Donauufer zwischen Elisabeth- und Kettenbrücke, die Treppen des Nationaltheaters und die der Fischerbastei.
Folklore-Flirts
Traditionen stehen wieder hoch im Kurs. So nutzen junge Männer gerne den alten ungarischen Osterbrauch »Mädchen begießen«, um die Schönen ihrer Wahl auf sich aufmerksam zu machen. Sie ziehen vor allem in den kleineren Orten zu Familien mit Töchtern. Dort werden die Frauen mit Parfüm besprüht - damit sie aufblühen - und mit einem Gedicht beglückt.
Flotte Flitzer
Skateboarder, Rollerblader, Kickboarder: Der Roller-Trend hat nun auch Ungarn voll erreicht. Nicht gerade zur Freude der städtischen Ordnungshüter. So rollt man in Budapest vorwiegend auf der autofreien Margareteninsel. In der Provinz sind die Flitzer noch eine seltene und darum Eindruck schindende Spezies.
nach obenAusflüge und Touren
Bergidyll, Tokajer, weite Puszta
Ausflüge und Touren
Vértes- und Bakony-Gebirge
Von Székesfehérvár fahren Sie auf der Straße 81 nach Nordwesten Richtung Mór. Etwa 7 km vor Mór (bei Söréd) biegen Sie rechts nach Csákvár ab. In Csákvár - wegen der guten Luft ein Lungenkurort - baute der französische Architekt Charles-Pierre de Moreau den Esterházys ein repräsentatives Empireschloss, das nach dem Umbau von 1820 stark klassizistische Züge trägt und heute ein Sanatorium beherbergt. Von Csákvár aus geht es nach Nordwesten, nach Oroszlány. An der Straße liegt 4 km vor Oroszlány die einstige Eremitage von Majk (Majkpuszta, April-Okt. tgl. 9-16 Uhr, Nov. bis März Fr-So 10-15 Uhr) mit ihren 17 Barockklausen von 1796.
Über Oroszlány fahren Sie nun in Richtung Westen nach Bokod. In Bokod zweigt eine kleine Straße nach Mór ab. Die Südhänge des Vértes-Gebirges bei Mór sind Weinanbaugebiete. Hier ließen sich auch viele Deutsche, die so genannten Donauschwaben, nieder. Wer in die Fogadó az Öreg Préshez (Arany János utca 4, Tel. 22/40 86 92, www.oregpres.hu, €) einkehrt, erlebt deren Tradition. Dieser Gasthof mit bester Küche ist ein Ensemble aus restaurierten Bauernhäusern (auch ein Hotel mit 28 Zimmern). Mitten in Mór steht das spätbarocke, 1762 bis 1766 errichtete Schloss der Grafen Lamberg (Szent István tér 5), das jetzt als Bibliothek dient. Die römisch-katholische Kapuzinerkirche am Kapucinus tér entstand in ihrer heutigen Form 1880/81. Das Kloster grenzt direkt an die Kirche. Das Láncos-Schloss (Szent István tér 6), heute das Bürgermeisteramt, stammt von 1790. In westlicher Richtung geht es von Mór ins etwa 30 km entfernte Zirc. Sehenswert ist außer der Zisterzienserabtei auch das 18 ha große Arboretum (Damjaniach utca 9, 15. März-30. April 9-16 Uhr, Mai bis Aug. Di-So 9-18, Sept. 9-17 Uhr).
12 km nördlich von Zirc (Straße 82) liegt auf einem 350 m hohen Felsen die Burgruine Csesznek - schön anzusehen, aber nur bei Spitzenkondition zu besteigen! Zum Einkehren: Wenige Autominuten nordwestlich von Zirc (Richtung Borzavár) liegt in Szépalmapuszta, nahe dem höchsten Bakony-Berg Koris (709 m), das Hotel Szépalma. Die Haupttour führt weiter - mitten durchs Bakony-Gebirge - zur 48 km westlich von Zirc gelegenen Stadt Pápa. Auf dem Weg dorthin liegt im Landschaftsschutzgebiet Magas-Bakony der Ort Bakonybél, wie andere Bakony-Dörfer ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Die Barockstadt Pápa verdankt ihre Grandezza den Fürsten Esterházy. Der beste Ausgangspunkt für eine Erkundung ist der zentrale Fo tér.
Die Tour geht weiter auf der Straße 83 zur Landstraße E 66/ Straße 8 (in östlicher Richtung nach Veszprém). Zu empfehlen ist ein Abstecher (10 km hinter Pápa) nach Ganna und Döbrönte. In Ganna steht eine Grabeskirche der Esterházys. 2,5 km weiter, in Döbrönte, endet die Straße im Ort. Schön ist ein Spaziergang zur Ruine der Festung. Von oben haben Sie eine wunderbare Aussicht. Unterhalb der Ruine liegt das Hotel Hasik. Wer etwas mehr Zeit mitbringt und vorher anruft, kann den Reiterhof des Hotels besuchen. Für Kinder gibt es Streicheltiere wie Pony, Ziege, Esel und Hunde. Sie können Ausritte - wenn gewünscht, mit einem Picknick im hoteleigenen Weinberg - oder eine Kutschfahrt unternehmen. Die letzten Stopps sind das für seine Porzellanherstellung berühmte Herend und die Königinnenstadt Veszprém.
Auf den Spuren der Tokaj-Weine
Im 17. und 18. Jh. fehlte der Tokajer auf keiner königlichen Tafel, und Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe setzte ihm im Faust ein literarisches Denkmal mit den Mephisto-Worten: »Euch soll sogleich Tokayer fließen./… Ein tiefer Blick in die Natur!/Hier ist ein Wunder, glaubet nur!/Nun zieht die Pfropfen und genießt!«
Das 6600 ha große Weinanbaugebiet an den südlichen Ausläufern der Zemplén-Berge, Tokaj-Hegyalja genannt, erlebt eine Renaissance, nicht zuletzt dank großer internationaler Investitionen in das »Mekka der Süßweinproduktion«. Der Ort Szerencs ist das Tor zur Weinregion, und wenige Kilometer weiter grüßt links der Straße 37 das Gelbe Weinhaus der Spitzenkellerei Disznóko (Restaurant). Auf dem weiteren Weg begleiten Sie zur Linken die Hügellandschaft mit ihren Weinanpflanzungen und bei Tokaj der 515 m hohe gleichnamige Berg.
In Tarcal, 9 km vor Tokaj (nach rechts abbiegen auf die Straße 38), ist das Schlosshotel des Weinguts Gróf Degenfeld (Terézia kert 9, Tel. 47/58 04 00, www.grofdegenfeld.hu) der ideale Ort, um sich beim Stopp im Restaurant mit einigen Geheimnissen des Tokajers vertraut zu machen. Aszú heißt das Zauberwort, das die kostbare Geschmackswelt der edelsüßen Weine erschließt. Die Rebsorten, aus denen Tokaj-Weine gekeltert werden - Furmint, Hárslevelu (Lindenblättriger) und der seltene Muscat Lunel - sind ständige Begleiter auf dieser Route. Ebenso der Fluss Bodrog, ohne den die Weine nicht wären, was sie sind, denn erst im Zusammenspiel mit der Flussfeuchtigkeit entsteht jener Schimmelpilzbefall der Trauben, der mit der Herbstsonne den Zuckergehalt in einzigartiger Weise konzentriert.
In Tokaj, am Zusammenfluss von Bodrog und Theiß, empfiehlt sich eine Besichtigung der historischen Innenstadt und des imposanten Rákóczi-Kellers. Über den netten Weinort Bodrogkeresztúr geht es weiter nach Tolcsva (links der Straße 37) mit dem Spitzenweingut Tokaj-Oremus (Bajcsy-Zsilinszky utca 45, Tel. 47/38 45 05, Fax 38 45 04, www.tokajoremus.com). Einzigartig ist dort das kilometerlange dreistöckige, seit dem 12. Jh. von Hand ausgeschlagene Kellersystem, das 8-30 m in die Tiefe reicht (Verkostungen: Mo-Fr 10-16 Uhr, möglichst nach Anmeldung). Spätestens hier werden Sie weitere Geheimnisse der Tokaj-Weine lüften. So werden beispielsweise für einen Aszú-Wein die unter dem Schimmelpilzeinfluss geschrumpften Trauben bei der Lese einzeln aus der Gesamttraube herausgepflückt. Für den Szamorodni dagegen wird die gesamte Traube verwendet.
Über die Straße 37 geht es weiter bis zur Abzweigung (links) nach Hercegkút (12 km). In einer der für Tokaj charakteristischen vierreihigen Anlagen liegt das Kellersystem des kleinen Weingutes Götz (Götz Pincészet, Petofi Sándor út 193, möglichst mit Anmeldung, Tel/Fax 47/34 62 47, gotz@enternet.hu).
Das Städtchen Sárospatak, rechts der Straße 37, verdankt seinen Beinamen »ungarisches Cambridge« dem Mitte des 16. Jhs. gegründeten Reformierten Kollegium. Einen schönen Spaziergang können Sie im Schlosspark der am Bodrogufer gelegenen Rákóczi-Burg unternehmen. Vom Turm (bei einer Führung zu besichtigen) bietet sich ein wunderbares Panorama. Unter dem Schlosspark verbirgt sich das 1 km lange und 12 m tiefe Kellersystem des renommierten Weinguts Pajzos-Megyer (Nagy Lajos utca 12, Tel. 47/31 23 10, Fax 31 23 20). Kellerführungen und Verkostungen finden Mo-Fr stündlich, im Sommer auch an den Wochenenden statt.
Sie können jetzt auf der gleichen Strecke zurückfahren oder den Ausflug über den Wintersportort Sátoraljaújhely durchs Gebirge und dann entlang der westlichen Abhänge des Zemplén-Gebirges fortsetzen. Sátoraljaújhely mit dem schönen barocken Rathaus (Kossuth Lajos tér 5) von 1754 und der Piaristenkirche (Deák Ferenc utca 12) mit dem mittelalterlichen Kreuzgewölbe und dem barocken Interieur ist ein beliebter Wintersportort. Übernachten können Sie im Hotel König (Széchenyi tér 5, Tel. 47/ 52 34 00, Fax 52 34 02, www.hotelkonig.hu, €€).
Von Sátoraljaújhely geht es durch die Hügel westwärts nach Pálháza. Lohnend ist ein Abstecher (2 km) nach rechts, nach Füzérradvány zum Schloss Károlyi in einem 100 ha großen Park und zur Burg von Füzér. Über den Goldgräberort Telkibánya und Gönc geht es wieder südwärts. Zwischen Gönc und der Straße 37 liegen weitere Weinorte wie Abaújszántó, Tállya und Mád.
Puszta-Romantik in der großen Tiefebene
Etwa 30 km hinter Budapest, in Kiskunlacháza, führt eine Abzweigung zur einstigen Serbenstadt Ráckeve (auf der Insel Csepel) mit dem eleganten Schloss Savoyen (Kossuth Lajos utca) und der Serbenkirche (Viola utca 1) aus dem 15. Jh. mit beeindruckenden Fresken und einer spätbarocken Ikonostase. Mit dem Bau seines Schlosses beauftragte der Türkenbezwinger Prinz Eugen 1702 den Ingenieur Johann Lukas Hildebrand. Zur Weiterfahrt kehren Sie zurück zur Straße 51, auf der es in südlicher Richtung bis Solt geht. Für einen guten Cappuccino, ein prima selbst gemachtes Eis oder einen hervorragenden Strudel lohnt ein Abstecher zum unscheinbaren Café Erzsébet (von der Straße 51 nach rechts auf die 52 abbiegen, gegenüber einer Tankstelle links an einem Parkplatz, mit Tischen im Freien).
Auf der Straße 52 geht es in östlicher Richtung weiter Richtung Kecskemét. Die Einzelhöfe, tanya genannt, sind ein Markenzeichen der Puszta-Landschaft. Die meisten sind entweder verfallen oder wurden zu Restaurants oder Gasthöfen ausgebaut. Auf dem Weg nach Kecskemét liegt bei Fülöpháza die Somodi Tanya von Marika und Alwin, ein urgemütlicher, reetgedeckter Reiterhof mit gutem Restaurant. Westlich des Ortes liegt ein Teil des Puszta-Nationalparks Kiskunság mit Flugsanddünen, den zwei Lehrpfade erschließen (einer beginnt direkt an der Somodi Tanya). Wie einst ein echter Puszta-Einzelhof aussah, erleben Sie wenige Kilometer nordöstlich von Fülöpháza in der sandigen Einöde von Kunpuszta/Kerekegyháza. Dicht beieinander liegen dort die touristische Varga Tanya (Tel. 76/37 10 30) und der Hof von Olga Rendek (Kunpuszta 81, Kerekegyháza, Tel. 76/38 17 62), von der Varga Tanya per Kutsche oder in einer halben Stunde zu Fuß zu erreichen. Olga Rendek und ihr Mann haben die tanya der Großeltern restauriert und zeigen das Anwesen im ursprünglichen Zustand - so, wie man damals darin lebte. Das nächste Ziel ist die bildschöne Stadt Kecskemét. Wer den Ort bei einem Kaffee auf sich wirken lassen möchte, sollte die markisenüberdachten Terrasse des Café und Restaurant Túróczy (Szabadság tér 1) ansteuern. Das elegante Haus wurde von Gyula Pártos 1875 als Ladenpassage gebaut.
Über die Landstraße 54 geht es weiter zum südlich der Stadt gelegenen Nationalpark Bugac-Puszta. Mitten in der Puszta liegt die kleine Hofanlage Gál Tanya (Bugac Puszta, Tel./Fax 76/46 21 23, €) mit zwei komfortabel eingerichteten Häusern, die als Apartments zu mieten sind.
Der schnellste Weg zurück nach Budapest führt über die bei Kecskemét beginnende (gebührenpflichtige) Autobahn M5.
nach obenBloß nicht
Bloß nicht!
Reisende sind in Ungarn ziemlich sicher - aber ein paar wichtige Vorsichtsmaßregeln sollten beachtet werden
Bloß nicht
Auf der Straße Geld wechseln
Zum einen können Sie sich Falschgeld einhandeln, zum anderen sind einige Händler geschickte Trickbetrüger: Man zählt dem Kunden die Scheine vor - aber der bekommt dann nicht das vorgezählte Geldbündel, sondern ein anderes mit weniger Scheinen.
Die Polizei provozieren
Wer bei der Polizei auffällig wird, sollte eine erste Warnung der Beamten ernst nehmen. Kommt zum ersten ein zweiter Vorfall hinzu, findet sich der Delinquent schnell hinter Gittern wieder. Die Ordnungshüter greifen meistens fair, aber eben sehr konsequent durch.
Das Auto unbewacht abstellen
Autodiebstahl ist in Budapest, aber auch in anderen Orten an der Tagesordnung. Gestohlen werden teure neue Autos, aber auch ältere. Stellen Sie ein Fahrzeug darum nur auf einem bewachten Parkplatz oder nachts in der Hotelgarage ab.
Auf Abrechnungstricks hereinfallen
Achten Sie bei Taxifahrten stets darauf, dass der Taxameter eingeschaltet ist. Bei Fahrten zu Zielen außerhalb des Ortes wird oft auch die Rückfahrt berechnet. Doch mancher Fahrer hat seine eigenen Vorstellungen davon, wo sich die Ortsgrenze befindet. Darum klären Sie schon vor der Abfahrt, welcher Preis zu zahlen ist. Im Restaurant rechnen Sie bei nicht maschinell erstellten Rechnungen lieber nach, ob der Gesamtbetrag stimmt. Und kontrollieren Sie auch, ob das Rückgeld korrekt herausgegeben wird. Am besten lassen Sie die Geldscheine auf dem Tisch liegen, bis der Kellner das Wechselgeld ausgezahlt hat.
Jeden Preis akzeptieren
Achtung beim Kauf von Souvenirs: Die Händler auf den Märkten haben einen »Riecher« für Nicht-ungarn. Und nennen flugs einen zumeist weit überhöhten Preis für die Tischdecke oder die Lederjacke. Nur wer hartnäckig handelt, erzielt am Ende einen fairen Preis.
Taschendieben das Handwerk erleichtern
Taschendiebstähle sind an belebten Plätzen wie an Bahnhöfen leider keine Seltenheit. Es wird empfohlen, Geld, Kreditkarten und Dokumente sicher, am besten in einem Brustbeutel, unterzubringen. Lassen Sie Ihre Wertsachen im Hotelsafe aufbewahren.
nach obenEinkaufen
Kunst, Kitsch und Köstlichkeiten
Zum Kauf verführen vor allem Salami, Schnäpse und das schöne Kunsthandwerk
Salami ist zu Recht das beliebteste ungarische Souvenir. Ihr Erfinder: Márk Pick aus Szeged an der Theiß. Er nannte die Wurst téliszalámi (Wintersalami), weil sie - noch bis Mitte des 20. Jhs. - nur in den Monaten Oktober bis März hergestellt wurde, denn beim Reifeprozess spielte die vom Fluss aufsteigende Kühle eine wichtige Rolle. Für manchen Geschmack fast noch köstlicher ist eine ungarische Paprikasalami - und zwar die scharfe.
Schöne Mitbringsel sind auch Porzellan und Keramik. Die Porzellanmanufaktur Herend (www.herend.com) ist fast so berühmt wie die in Meißen. Wer den modernen Landhausstil liebt: In Herend wird auch handbemalte Keramik hergestellt - zu erschwinglichen Preisen. Einen Kaffeebecher gibt es schon für etwa 5 Euro. Herend-Keramik (Herendi Majolika, www.herendmajolika.hu) gibt es in vielen Formen und Farben. Ebenfalls bekannt ist das Zsolnay-Porzellan mit Formen und Dekoren im Stil der Sezession (www.zsolnay.hu). Alle Regionen Ungarns haben ihre eigenen kunsthandwerklichen Traditionen und halten ein vielfältiges Angebot an Keramik bereit.
Eine große Auswahl haben Sie auch auf einem anderen Gebiet der Volkskunst: bei Stickereien. Berühmt sind Kalocsa- und Matyó-Stickereien, die bunten Auflegestickereien aus Buzsák sowie die Weißstickerei.
Pálinka heißen die ungarischen Schnäpse - und das Land hat einige wirklich gute hervorgebracht. Die besten hochprozentigen Souvenirs sind aromatische Obstschnäpse aus Aprikosen (barackpálinka), Süßkirschen (cseresznye) oder aus Pflaumen (szilva). Eine weitere Spezialität ist der traditionelle Magenbitter »Zwack Unicum«. Erstmals gemixt hat ihn Dr. Zwack, Hofarzt des österreichischen Kaisers Joseph II.
Von Budapest über Pécs bis Veszprém und zum Plattensee: Große Märkte (vásárok), auf denen von Kunst über Kitsch bis zu Praktischem alles feilgeboten wird, sind typisch für Ungarn. Für alle gilt: Erst genau prüfen, dann kaufen. So mancher Markenturnschuh hat sich schon als Billigimport entpuppt und so manche handgestickte Decke als »made in Taiwan«. Echtes Kunsthandwerk wird vielfach nur in Spezialgeschäften angeboten.
nach obenEssen und Trinken
Pörkölt, Paprika und Palatschinken
Bei guter Zubereitung sind ungarische Gerichte ein Gedicht
Die ungarische Küche: Man könnte sie rühmen als Schmelztiegel köstlicher kulinarischer Einflüsse, zum Beispiel türkischer, österreichischer, deutscher, slowakischer, serbischer und kroatischer. Und wer nach einem guten ungarischen Kochbuch kocht, wird eine Fülle dieser Einflüsse in köstliche Gerichte umsetzen können.
In den Restaurants wird glücklicherweise immer seltener nach dem Motto »Masse statt Klasse« gekocht. Es gibt eine deutliche Entwicklung hin zu mehr Qualität, allerdings weitgehend auf dem Niveau einer guten Hausmannskost. Zum klassischen Repertoire der ungarischen Restaurants gehören vor allem die auf pörkölt, paprikás, tokány oder gulyás endenden Gerichte. Paniertes, ein Erbe der Donaumonarchie, ist in Ungarn ungemein beliebt. Und nicht nur Fleisch kommt paniert auf den Tisch: Auch Fisch und Gemüse werden mit Vorliebe in Panade ausgebacken.
Gewürzpaprika und Paprikahuhn, Gulaschsuppe und das Nationalgericht Kesselgulasch: Diese typischen Gerichte sind in der Tiefebene beheimatet, dem Land der Pferdehirten und der Puszta. Die Zwiebel- und Knoblauch-Hochburg des Landes ist die Region um Makó. Und so wundert es wenig, dass man hier auch Gerichte wie »Gefüllte Zwiebeln nach Makóer Art« erfand.
Zahlreiche ungarische Gerichte sind mit den Namen prominenter Künstler oder Köche verbunden. So gibt es eine Bohnensuppe »à la Jókai«, benannt nach dem Romancier Mór Jókai, und die Gundel-Palatschinken, benannt nach dem berühmten Koch Johann Gundel (1844-1915).
Palatschinken finden sich auf jeder Speisekarte bei den Desserts. Neben der Gundel-palacsinta (mit einer Füllung aus Walnüssen, Orangeat, Rosinen und einem Schokoladenguss) besonders beliebt sind almás palacsinta (mit Äpfeln), ízes palacsinta (mit Marmelade) oder túrós palacsinta (mit Quarkfüllung). Als Vorspeise sind in Ungarn Suppen sehr gefragt, nicht zuletzt süße Suppen aus Früchten wie Sauerkirsche oder Apfel.
In den ungarischen Wäldern gibt es Wild in großer Zahl, vor allem in den Donauknie-Gebirgen Börzsöny und Pilis und in den Mittelgebirgen Mátra und Bükk. Im Bükk-Gebirge werden auch die besten frischen und geräucherten Forellen serviert. Sie stammen aus den Fischzuchten am Fluss Szalajka. Nordöstlich von Budapest liegt die Heimat der Palózen. Ihre Küche hat Köstlichkeiten wie die Palózer Lammsuppe hervorgebracht. Wo immer Sie einen Hinweis auf Siebenbürgener Küche sehen: Sie hat einen ausgezeichneten Ruf und ist allemal einen Versuch wert.
Eine Spezialität der Küche Transdanubiens ist der fogas, der Balaton-Zander. Bei diesem edlen Raubtier handelt es sich um eine Art, die nur im Plattensee vorkommt. Am besten schmeckt er als ganzer Fisch vom Grill. Auch der Esterházy-Rostbraten ist in Transdanubien zu Hause. Den Feinschmeckern Miklós und Pál Esterházy (18. und 19. Jh.) von Schloss Fertod verdanken eine Reihe von Gerichten den Zusatz »à la Esterházy«. Eines der beliebtesten Sauerkrautgerichte, das Székler Gulasch, soll der Archivar József Székely als Resteessen erfunden haben, als er nur noch ein wenig Gulasch und Sauerkraut im Haus hatte.
Internationalität beschränkt sich in Ungarn, von Budapest einmal abgesehen, weitgehend auf Pizzerien und Fastfoodketten. Fast alle Restaurants weisen darauf hin, dass sie vegetarische Kost anbieten. Meist beschränkt sich das Angebot jedoch auf Gebackenes (Blumenkohl, Champignons und Käse) oder auf eine Platte mit diesen Gerichten.
Gaststätten und Restaurants heißen vendéglo bzw. étterem. Sie sind in drei Qualitätsstufen eingeteilt, aber das muss nicht viel bedeuten. Eine csárda ist ein bescheidenes Dorfgasthaus, in dem das Essen aber durchaus besser sein kann als anderswo. Im traditionell sehr einfachen eszpresszó gibt es beispielsweise Getränke und belegte Brötchen. Der gängigen Vorstellung von einem Café entsprechen die cukrászda (Konditorei) und das kávéház (Kaffeehaus).
Wein gehört zu Ungarn wie die Zigeunermusik. Fehér bor ist der Weißwein, vörös bor der Rotwein. Ein trockener Wein trägt die Bezeichnung száraz, ein halbsüßer den Hinweis félédes. An seine größten Zeiten als »Wein der Könige« reicht er zwar noch nicht ganz wieder heran, aber der Tokajer ist nach wie vor Ungarns berühmtester Wein. Besonders köstlich ist der süße Tokaji aszú, den es in verschiedenen Qualitätsstufen (drei bis sechs Bütten, puttony) gibt. Der wohl bekannteste Rotwein ist der Erlauer Stierblut aus Eger und Szekszárd. Ein weiterer populärer Rotwein ist der Soproni kékfrankos (Soproner Blaufränkischer) aus der nordwestungarischen Weinregion Sopron. Gute Rotweine kommen mehr und mehr aus der Region Szekszárd. Am Balaton ist Badacsony ein gutes Weinanbaugebiet. Die wichtigsten Sorten dieser Region sind der Olaszrizling (Welschriesling), der Zöldszilváni (Grüner Silvaner), der Muskotály (Muskateller) und der Graue Mönch. Zur Weinregion Balatonfüred-Csopak gehört auch die Halbinsel Tihany. Das Zentrum des Anbaugebietes Dél-Balaton am Südufer erstreckt sich von Balatonboglár bis Fonyód. Ungarns südlichstes Weinanbaugebiet ist Villány/Siklós, wo vor allem Cabernet und Merlot angebaut werden.
nach obenFeste und Events
Feste, Events und mehr
Klassische Kultur, Folklore, Rock & Pop, Spitzensport und viele Sommershows
Budapest ist das kulturelle Zentrum des Landes, aber auch von Sopron im Westen bis Debrecen im Osten stehen erstklassige Veranstaltungen auf dem Programm. In den Sommermonaten finden vorwiegend Historienspektakel und bunt gemischte Festivals zur Unterhaltung der Gäste statt. Einen aktuellen Überblick erhalten Sie im Internet unter www.ungarn-tourismus.de, bei den Ungarischen Tourismusämtern oder bei den örtlichen Touristeninformationen.
Offizielle Feiertage
1. Jan.
Neujahr
15. März
Tag des Unabhängigkeitskampfes von 1848/49 (Nationalfeiertag)
März/April
Ostermontag
1. Mai
Tag der Arbeit
Mai/Juni
Pfingstmontag
20. Aug.
Tag der Verfassung (Nationalfeiertag)
23. Okt.
Tag der Republik (Nationalfeiertag)
1. Nov.
Allerheiligen
25./26. Dez.
Weihnachten
Feste und Veranstaltungen
Januar
Neujahrskonzert am 1. Januar in der Staatsoper in Budapest (www.hungariakoncert.hu)
Februar
Buscho-Karneval in Mohács: größter Karneval in Ungarn, farbenfrohes Spektakel mit Umzug und Jahrmarkt
März/April
Frühlingsfestival in Budapest: Top-Klassikevent mit namhaften Orchestern und Ensembles. Schwerpunkt 2006: Mozart und Bartók. Konzerte, Oper und Ballett, aber auch Operette (www.festivalcity.hu)
Ostern in Hollokö: In dem malerischen Dorf werden alte Volksbräuche lebendig. Mit Prozession, Volksmusik und Kunstgewerbemarkt
Mai
Balaton-Festival in Keszthely: Saisoneröffnung mit Flaggenparade am See, Ausstellungen und Konzerten
Fest des Segelsetzens in Balatonfüred: seit über 70 Jahren die traditionelle Eröffnung der Saison
Hortobágyer Reitertage: Open-Air-Puszta-Shows mit tollkühn reitenden Pferdehirten (csikós), Gespannfahrten, Gulaschkochwettbewerben
Juni/Juli
Beethoven-Abende der Nationalen Philharmoniker im Schloss Brunswick in Martonvásár (www.hunphilharmonic.hu)
Opernfestival in Miskolc, das zum besten Bartók-Festival werden will (www.operafesztival.hu)
Burgfestspiele von Visegrád: Ritterspiele - die kleine Königsstadt steht im Zeichen des Mittelalters.
Szeged-Freilicht-Festwochen: Votivkirche und Domplatz sind die imposante Kulisse für Theater und Konzerte (klassische Musik, Rock, Folklore).
Ende Juni feiert Budapest das Brückenfest und den Budapester Búcsu (Sommerfest) mit Open-Air-Konzerten und Straßenfest (www.festivalcity.hu).
August/September
Jazztage von Debrecen: die ältesten in Ungarn (www.fesztivalkozpont.hu)
Sziget-Festival: Der an Woodstock erinnernde Mega-Event auf einer Insel 4 km vom Zentrum Budapests zieht Hunderttausende Besucher an (www.sziget.hu).
Formel 1, Grand Prix am Hungaroring: das Spitzenereignis für Motorsportfans (www.hungaroring.hu)
Budapest Paradé, die ungarische Love Parade
Debrecener Blumenkarneval: Wagenkorso mit Aufbauten aus Millionen von Blüten (www.fesztivalkozpont.hu)
St.-Stephans-Tag: Am 20. August gibt es ein großes Feuerwerk in Budapest. An diesem Tag ist die halbe Stadt auf den Beinen. Kleinere Feierlichkeiten werden in allen Städten und Dörfern veranstaltet.
Herbstfestival in Budapest: Der Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer, experimenteller Kunst (www.festivalcity.hu).
Dezember
Ein Topevent ist am 30. Dezember das Konzert des 100-köpfigen Zigeunerorchesters. Mit Abendessen und Wein (www.viparts.hu).
nach obenPraktische Hinweise
Von Anreise bis Zoll
Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Ungarnreise
Anreise
Flugzeug
Direktverbindungen nach Budapest gibt es z. B. ab Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Wien und Zürich. Die Zahl der Flugverbindungen zum Airport Budapest (www.bud.hu) ist deutlich gestiegen. Außer den nationalen Airlines wie Malév, Austrian und Lufthansa fliegen auch Billigflieger wie Easy Jet (www.easyjet.com), Air Berlin (www.airberlin.com), Germanwings (www.germanwings.com) und Wizz Air (www.wizzair.com) von/nach Budapest. Der Hauptflughafen ist Ferihegy 2 (15 km vom Zentrum) mit den beiden Terminals 2 A und 2 B. Ferihegy 1, der alte Flughafen der Stadt, wurde gerade renoviert. Es ist ratsam, sich zu erkundigen, welcher Flughafen bzw. Terminal von der gebuchten Airline angeflogen wird. Sehr viel günstiger als eine Taxifahrt in die Stadt (ca. 4000 Ft.) ist der Transport per Minibus (Tel. 1/296 85 55). Dieser Busservice fährt zu jeder Adresse in der Stadt zu einem Preis von 2300 Ft. (hin und zurück 3900 Ft.). Flugauskunft in Budapest: 1/296 70 00
Regionalflughäfen werden in der Regel während der Sommersaison angeflogen. Der Balaton-Airport (www.flybalaton.com) bei Keszthely/Hévíz wird von mehreren Charterfluglinien angeflogen (z. B. Malév, Lufthansa City Line, Swiss Airlines). Abflugorte in Deutschland sind z. B. Frankfurt, Leipzig, Düsseldorf, Berlin und Stuttgart (www.balatonair.de). Flugverbindungen gibt es auch nach Debrecen (www.olt.de, München-Debrecen). Die Strecke Wien-Pécs (www.airport-pecs.hu) fliegt Austrian Airlines (www.aua.com) im Sommer (Ende März-Okt.) viermal pro Woche.
Bahn
Die Bahnfahrten dauern recht lange: von Frankfurt/M. nach Budapest rund 10 Std., ab München ca. 8 Std., ab Wien etwa 3,5 Std. und ab Zürich 13,5 Std. Ankunfts- und Abfahrtsort der meisten internationalen Züge ist in Budapest der Ostbahnhof (keleti pályaudvar). Internationale Zugauskunft in Budapest: Tel. 1/461 55 00
Bus
Es gibt eine Vielzahl von Busverbindungen nach Ungarn, z. B. ab Berlin, Frankfurt/M., Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Wien, Graz oder Salzburg. Auskunft (auch Ticketverkauf) in Budapest: am Internationalen Autobusbahnhof (Népliget, Tel. 1/219 80 20). Busreiseveranstalter: Deutsche Touring (DTG, Tel. 069/79 03 55, www.deutschetouring.de), Pannon Volán (Tel. in Deutschland 06122/ 912 40, www.sippeltravel.de) oder, auch ab Wien, Munich Bus (www.munichbus.de).
Auto
Von Deutschland führt die beste Strecke über Wien (Grenzübergang Nickelsdorf-Hegyeshalom) und die Autobahn M1 Richtung Gyor.
Auskunft
Ungarisches Tourismusamt
- Informationen zu allen Orten in Ungarn: www.ungarn-tourismus.de, Tel. Deutschland 09001/86 42 76 (0,61 Cent/Min.); kostenlose Infohotline nach Ungarn: Tel. 00800/ 36 00 00 00
- Wilhelmstr. 61, 10117 Berlin, Tel. 030/243 14 60, Fax 24 31 46 13, ungarn.info.berlin@t-online.de
- Lyoner Straße 44-48, 60528 Frankfurt/M., Tel. 069/928 84 60, Fax 92 88 46 13, ungarn.info.frankfurt@t-online.de
- Opernring 5/2. Stock, 1010 Wien, Tel. 01/585 20 12 10, Fax 585 20 12 21, www.ungarn-tourismus.at
- Hegibachplatz/Minervastrasse 149, 8032 Zürich, Tel. 043/ 818 51 13, Fax 818 51 14, www.ungarn-tourismus.ch
- Die staatliche Touristeninformation Tourinform (www.tourinform.hu) gibt es in nahezu allen touristisch wichtigen Orten Ungarns. Daneben bieten auch private Dienstleister ihren Service an.
Auto
Die ungarischen Verkehrsregeln - dazu zählt auch die Anschnallpflicht - entsprechen weitgehend denen in den anderen europäischen Staaten. Es besteht absolutes Alkoholverbot (null Promille). Außerhalb von Ortschaften muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. In Kurven, an Bahnübergängen und auf Kreuzungen ist das Überholen verboten. Telefonieren ist nur mit Freisprechanlage erlaubt. Für Pkw beträgt die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften 50, auf Landstraßen 90 und auf Autobahnen 130 km/h. Bahnübergänge dürfen nur mit Tempo 30 überquert werden. Sicherheitswesten sind mitzuführen (für jeden Sitzplatz im Auto).
Wer in Ungarn mit dem Auto unterwegs ist, sollte ständig auf Überraschungen eingestellt sein, vor allem bei Fahrten auf Landstraßen. Viele Radfahrer sind im Dunkeln ohne Licht unterwegs, und es kommt auch nicht selten vor, dass Autos in einer Kurve stehen und die Fahrer ein Schwätzchen halten. Und Autos, die eine Panne haben, sind nur selten mit einem Warndreieck gesichert.
Eine grüne Versicherungskarte erleichtert bei einem Unfall die Abwicklung der Formalitäten. Bei einem Unfall mit Verletzten muss die Polizei gerufen werden. Verursacht ein ausländisches Fahrzeug den Unfall, ist die internationale Versicherung Hungária Biztosító (Tel. 1/ 421 14 21, Mo-Fr 8-20 Uhr) in Budapest zu informieren.
Autobahngebühren
Ungarns Autobahnen sind vignettenpflichtig. Der Preis richtet sich nach der Gültigkeitsdauer und der Fahrzeugklasse. Die entsprechenden Aufkleber sind bei den Zahlstellen der Autobahnen, an den Grenzstationen und an Tankstellen in Autobahnnähe erhältlich.
Pannenhilfe
Der Notruf des Ungarischen Autoklubs (Gelbe Engel/Sárga angyal): ist landesweit unter Tel. 188 erreichbar.
Internationale Notdienstzentrale: Tel. 1/345 17 44
Notruf für Mitglieder des ADAC/ÖAMTC: Tel. 1/345 17 17 (Mitte Juni-Mitte Sept. 8-20 Uhr)
Bahn
Ungarn Card, Budapest Card, Balaton Card
Die Karten (erhältlich an Tankstellen, in größeren Bahnhöfen, Hotels, in Reisebüros und in den Tourinform-Büros) bieten vielfältige Preisvorteile. Die Ungarn Card (www.hungarycard.hu) kostet 8400 Ft. Die Budapest Card (www.budapestinfo.hu) gibt es mit einer Gültigkeitsdauer von 48 Std. (4700 Ft.) oder 72 Std. (5900 Ft), die Balaton Card (www.balatoncard.com) für 4 oder 10 Tage bzw. als Familienkarte (ab 1500 Ft.).
Banken und Kreditkarten
Das größte Filialnetz hat die Landessparkasse OTP (Országos Takarékpénztár), meist Mo-Do 8-17 und Fr 8-13 Uhr geöffnet.
Camping
Die Campingplätze sind in drei Kategorien eingeteilt und entsprechend mit Sternen bewertet. Wild campen darf man nirgendwo in Ungarn. Der Übernachtungspreis pro Tag und Person liegt in der Hauptsaison auf einem guten Platz bei etwa 6 Euro (60 m²-Parzelle ca. 12 Euro). Öffnungszeiten: meist Mai-Anfang/Mitte September.
Auskunft: Magyar Camping Club, 2030 Érd, Kövirózsa utca 10/3, Tel. 23/37 41 00, www.camping.hu
Diplomatische Vertretungen
Botschaft und Konsulat der Bundesrepublik Deutschland
Úri utca 64-66, Budapest, Tel. 1/ 488 35 00, Fax 488 35 05, Notruf 06/30/924 17 67, www.deutschebotschaft-budapest.hu, Mo-Fr 8 bis 16.30 Uhr, Pass- und Visastelle Mo bis Fr 9-12 Uhr
Botschaft und Konsulat der Republik Österreich
Benczúr utca 16, Budapest, Tel. 1/351 67 00, Fax 352 87 95, www.austrian-embassy.hu, Mo-Fr 9 bis 12 Uhr (Konsulat) bzw. 9-11 Uhr (Botschaft)
Botschaft und Konsulat der Schweiz
Stefánia út 107, Budapest, Tel. 1/460 70 40, Fax 384 94 92, vertretung@bud.rep.admin.ch, Mo bis Fr 10-12 Uhr
Ein- und Ausreise
Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten genügt für Deutsche, Österreicher und Schweizer ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.
Gesundheit
Erste Hilfe ist für Ausländer kostenlos. Was vor Reiseantritt zu regeln ist, erfahren Sie bei Ihrer Krankenkasse.
Internet
Das Internet ist in Ungarn gut verbreitet. Allgemeine Informationen bietet das Ungarische Tourismusamt unter www.ungarn-tourismus.de, www.ungarn-tourismus.at, www.ungarn-tourismus.ch, www.hungary.com, www.budapestinfo.hu, www.thermaltourism.hu, www.nordtur.hu (Nordungarn), www.tisza-to-info.hu, www.pusztaregion.hu, www.sudtransdanubien.hu (Südungarn).
Unter www.travelport.hu laufen der Hotelführer (www.hotels.hu) und der Restaurantführer (www.restaurantguide.hu).
Internetcafés
Budapest: Ami, Váci utca 40; Debrecen: Datanet-Café, Kossuth utca 8, Pécs: Matrix, Király utca 15; Szeged: Café Matrix, Kárász utca 5, und Cyber Arena, Híd utca/Ecke Ferenc utca; Kecskemét: Piramis, Csányi utca 1-3 (im Einkaufszentrum); Siófok: Bázis Café, Árpád utca 1 (bei McDonald's)
Reisezeit und Wetter
Ungarn ist durch seine Lage im Karpatenbecken vor extremer kontinentaler Witterung geschützt. Der Wind ist überwiegend schwach, es fällt wenig Niederschlag. Die Sommer sind warm bis heiß, die Winter kalt und klar. Schmuddelwetter ist selten. Der Balaton hält mit über 2000 Sonnenstunden im Jahr sogar einen Spitzenplatz in Mitteleuropa.
Mietwagen
Mietwagenunternehmen gibt es in allen größeren Orten. Preisbeispiel: Tagespauschalpreis ab ca. 35 Euro bei Fox Autorent (zentrale Reservierung Budapest Tel. 1/382 90 00, Fax 382 90 03, www.fox-autorent.com). Avis ist in Budapest am Flughafen (Tel. 1/296 64 21, www.avis.de) sowie in Szekesféhervár, Gyor, Szombathely, Sopron und Veszprém vertreten. Weitere Angebote für Autovermietungen finden Sie unter www.marcopolo.de.
Notruf
Feuerwehr (tuzoltók): Tel. 105
Rettungsdienst (mentok): Tel. 104
Polizei (rendorség): Tel. 107
Magyar Autóklub (Gelbe Engel): Tel. 188
Die Polizei hat einen »Heißen Draht« eingerichtet, um bei Verständigungsschwierigkeiten mit den lokalen Ordnungshütern zu helfen (u. a. Deutsch und Englisch). Tel. 1/438 80 80, tgl. 8-20 Uhr
Öffnungszeiten
Auf Öffnungszeiten und auch auf Preisangaben ist in Ungarn recht wenig Verlass. Sie werden oft sehr kurzfristig festgelegt und auch geändert. Bei den Öffnungszeiten gilt das auch für den Saisonzeitraum. Am Balaton dauert die Saison üblicherweise von Pfingsten bis Anfang September, im Donauknie und in den Nationalparks der Tiefebene zumeist bis Ende Oktober. Ist das Besucheraufkommen gering, wird geschlossen. Das gilt für Museen, aber auch für zahlreiche Restaurants, Hotels und Pensionen, vor allem in kleineren Orten.
Post
Postämter sind meist Mo-Fr 8 bis 18 Uhr und Sa 8-13 Uhr geöffnet.
Preise und Währung
Das Zahlungsmittel in Ungarn ist der Forint (HUF, Ft.). Trotz der alljährlich deutlichen Preissteigerungen ist Ungarn noch immer ein relativ günstiges Reiseland. Das Preisgefälle zwischen Budapest und der Haupttourismusregion Balaton auf der einen und den weniger touristischen Regionen auf der anderen Seite ist jedoch beträchtlich.
Servicegebühr
Restaurants (Imbissstuben nicht) dürfen eine Servicegebühr von bis zu 15 Prozent erheben. Davon fließen 81 Prozent in die Rentenkasse, der Rest wird ans Personal ausgeschüttet.
Strom
Die Netzspannung beträgt 220 Volt Wechselstrom.
Telefon
Telefonkarten bekommt man in Postämtern, an Zeitungskiosken und in Tabakläden. Bei Inlandsgesprächen, die keine Ortsgespräche sind, muss vor der Vorwahl eine 06 gewählt werden (z. B. von Sopron nach Budapest 06, dann die Vorwahl 1 für Budapest, dann die Rufnummer). Per Handy sind Sie auch in Ungarn gut erreichbar. Sie können zwischen Vodafone, Pannon GSM und T-Mobile/Westel wählen. Landesvorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Ungarn 0036
Trinkgeld
In der Gastronomie ist ein Trinkgeld in Höhe von 10 bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags üblich. Auch Frisöre bekommen ein Trinkgeld. Eine Garderobiere wird mit 100 Ft. bedacht, die Servicekraft an der Tankstelle mit 100 bis 200 Ft.
Zoll
Zollkontrollen finden nicht mehr statt. Waren für den persönlichen Verbrauch können in Mengen, wie sie in der EU erlaubt sind, ein- und ausgeführt werden, z. B. 10 l Spirituosen und 90 l Wein. Bei Zigaretten gelten noch Beschränkungen (max. 200 Stück). www.zoll-d.de
nach obenSport und Aktivitäten
Action & Fun für jedes Temperament
Ob Reiten oder Segeln auf dem Balaton - Ungarn bietet jede Art von Fitnessspaß
Ungarn, das ist bekannt, ist ein Paradies der Reiter. Aber auch Angler, Wassersportler, Golfspieler und Biker finden im Land der Hügel, Seen und Flüsse viele Möglichkeiten, um ihre Sportarten auszuüben.
Sport und Aktivitäten
Angeln
Gute Reviere in Westungarn sind der Balaton und der Velence-See (Info »Angeln auf dem Velencer See« bei den Tourismusämtern). Angelurlaub in Balatonalmádi: Marathon Yacht Club Angelzentrum, Véghelyi D. utca 1, Tel. 88/ 43 85 14, Fax 43 91 57, www.marathon.hu
In Ostungarn ist man am Fluss Theiß (Tisza) und am Theiß-See intensiv auf Angelurlauber eingestellt. In Tiszafüred: Horgász Center (Holt-Tisza Part, Tel. 30/965 98 24) und Angler- und Familiencamping (Kastély út, Tel./Fax 59/35 12 20, www.hotels.hu/horgcamp) mit Pool und Restaurant. Ein rustikaler Campingplatz (mit Hafen) ist die Horgásztanya (Tel. 30/975 88 09) in Tiszaderzs.
Fürs Fischen in öffentlichen Gewässern benötigt man eine Genehmigung (erhältlich z. B. in Angelgeschäften). Infos gibt es bei den Tourismusämtern der jeweiligen Orte.
Bobbahnen
Bobbahnen mit bester Aussicht gibt es im Donauknie in Visegrád (Nagyvillám, www.visegrad.hu/bob, tgl. Juni-Aug. 9-19 Uhr, Dez.-Feb. 11-16 Uhr, sonst 10-17 Uhr) und im Westen Ungarns in Sopron (Bécsi domb, www.sopronnet.hu/bob, tgl. Juni-Aug. 9-19 Uhr, Mai und Sept. 10-18 Uhr, April und Okt. 10-17 Uhr). In Balatonfüzfo: Uszoda utca 2, www.balatonibob.hu, tgl. ab 10 Uhr bis in den Abend
Fliegen
Dieses Vergnügen bieten Veranstalter vor allem am Balaton.
Zalakaros: BE-SZI Top, Flughafen Zalakaros (Richtung Zalakomár), Tel. 20/932 73 04, Fax 93/ 70 10 91, www.bezitop.hu (Rundflüge, Drachen, Sportflugzeuge)
Siófok: 5 km südwestlich der Stadt in Siófok-Kiliti, Tel. 84/ 32 26 55, Fax 52 20 53, www.bud.hu (Drachenfliegen, Gleitschirm, Rundflüge)
7 km südwestlich von Pápa, bei Dáka, liegt ein Flughafen für Rundflüge und Drachenflüge (Tel. 30/ 258 39 42).
Golf
Es gibt inzwischen 14 Golfplätze in Ungarn, davon vier 18-Loch-Plätze (Ungarischer Golfverband, Dózsa György út 1-3, Budapest, Tel. 1/422 06 29, www.hungolf.hu).
Topadressen sind der neue Pólus Palace Golf & Country Club und die attraktive Anlage in Alcsútdoboz (25 km westlich von Budapest).
In Göd bei Budapest: Pólus Palace Thermal Golf Club Hotel, Kádár utca 49, Tel. 30/400 56 11, Hotel Tel. 27/53 05 00, Fax 53 25 15, www.poluspalace.hu
In Alcsútdoboz: Pannonia Golf & Country Club, Máriavölgy, Dez., Jan. geschl., Tel. 22/59 42 00, Fax 59 42 05, www.pannonia-golf.hu
Kanu, Kajak & Rudern
Wie Adern durchziehen Flüsse und Wasserläufe das Land. Einige der interessantesten Wasserlandschaften liegen im östlichen Ungarn.
Der Theiß-See ist ein ideales Revier für erlebnisreiche Bootstouren. In Tiszafüred: Albatrosz, Ady Endre utca, Tel. 30/967 60 37 (Kajak- und Kanutouren)
Privathafen Szabics-Kiköto, Tiszafüred-Örvény, Tel. 59/35 12 41 (Theiß-Touren, Bootsverleih, Liegeplätze, Anglerservice und Camping)
Radfahren
Das Radwegenetz ist in den letzten Jahren ständig ausgebaut worden. Außer in Intercity- und Eurocityzügen nimmt die ungarische Bahn (MÁV) Räder in markierten Waggons mit. Radtourbroschüren gibt es bei den Tourismusämtern.
Touren und Ausflüge am Balaton und im Balatonoberland (mit gutem Service) veranstaltet Vinociped (Tel. 20/340 65 99, www.vinociped.hu) in Balatonalmádi. Schön zu befahren ist der Damm rund um den Theiß-See.
Reiten
Im Pferdeparadies Ungarn steht der Reitsport hoch im Kurs.
Balatonfenyves: Zum Hubertus-Hof gehören neben dem Reit- und Jagdhotel eine Reitschule und ein Gestüt. Kutschfahrten oder Jagdreiten, Ausritte und Grundausbildung in Dressur und Springen. Nimród út 1, Balatonfenyves, Tel. 85/56 09 30, Fax 56 02 71, www.hubertus.hu
Balatonlelle: An der Straße 7 bei km 132 finden Sie die attraktive Anlage Rádpuszta Pferdezentrum (15. April-30. Nov., Tel. 20/ 339 43 83, Fax 84/36 12 74, www.radpuszta.hu).
In Zánka am Nordufer des Balaton: Lovas Szabadidopark, Tatyonhegy dulo, Tel. 20/474 84 61, www.lovasfalu.hu
Einer der ältesten Puszta-Reiterhöfe ist die rustikale Magony Tanya (II. körzet 72, Fülöpháza, Tel./Fax 76/37 12 01). Zur Biczó Csárda (Hármaspuszta 11, Fülöpszállás, Tel. 78/54 51 00, Fax 54 51 01, www.biczocsarda.hu) mit Pension gehört ein Lipizzanergestüt.
2 km von der Burg in Eger liegt am Fuß des Eged-Hügels ein Lipizzaner-Reiterhof mit einer Familienpension. Mátyus Udvarház, bei der Noszvaji út, Tel./Fax 36/51 79 37, www.matyusudvarhaz.hu
Segeln & Wasserski
Am Balaton sind Motoren verboten, am Theiß-See darf mit Motor (z. B. Jetski) gefahren werden.
Yachthafen und -charter in Balatonkenese, einem der schönsten Balatonhäfen: Kenese Marina Port, Kiköto utca 2-4, Tel./Fax 88/ 49 23 69, www.marinaport.hu
Wasserskianlage in Balatonfüred: Wasserski/Füred Camping, Széchenyi utca 24, Tel. 20/ 352 26 50; in Siofók: Pentasí, Siófok-Szabadifürdo, Vizisí pálya
Abádszalók am Theiß-See: Riviéra Sportgeräteverleih (hinter dem Szalok Yacht Klub am József Attila körút 42, Tel. 30/958 88 22, Informationen gibt's an der Riesenrutsche).
Surfen
Der kleine Velence-See, sein großer Nachbar Balaton und der flache Theiß-See sind die Hauptreviere für Windsurfer.
Ein guter Treffpunkt für Surfer am Balaton ist in Vonyarcvashegy die Windsurfschule Vonyarcvashegy (Tel./Fax 83/34 89 48 und 30/ 946 06 86, www.iridium.hu/surf).
Surfen und Kitesurfen in Balatonfüred: in der Anlage Füred Camping, Tel. 30/407 94 43, www.vizisport.gportal.hu.
nach obenEssen und Trinken
Essen und Trinken
Die ungarische Küche bietet vor allem einfache und sättigende Gerichte, die mit Paprika, Zwiebeln und Tomaten zubereitet werden. Die bekannteste ungarische Speise ist ohne Zweifel Gulasch. Daneben schmecken aber auch Paprika-Huhn mit Nudeln, gefüllter Kohl und verschiedene Suppen ganz vorzüglich. Auch Fische aus den vielen Seen und Teichen des Landes stehen häufig auf der Speisekarte. Nicht selten ist auch eine Speisekarte in deutsch oder englisch erhältlich und natürlich gibt es - gerade in touristischen Zentren - Restaurants mit internationaler Küche. Zu den einheimischen Gerichten empfiehlt sich Bier oder ungarischer Wein, insbesondere Tokajer, der auch ausserhalb Ungarns geschätzt wird.
nach obenAutofahren
Autofahren
Das ungarische Strassennetz ist recht gut ausgebaut. In der Nähe der Grenzen, entlang der Hauptstrassen und in städtischen und touristischen Zentren sind Tankstellen in ausreichender Zahl vorhanden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 50km/h in geschlossenen Ortschaften, 80 km/h ausserhalb, 120 km/h auf Autobahnen. Die Promillegrenze liegt bei 0,0. Also absolutes Alkoholverbot für Fahrzeugführer. Es besteht Gurtpflicht. Pkw und Motorräder müssen auch am Tag mit Abblendlicht fahren.