Startseite --> Reiseführer Irland
Reiseführer Ferienhäuser & Wohnungen Angebote & Specials Anreise & Karte

Reiseführer Irland

Entdecken Sie Irland!

Urige Pubs und gesprächige Iren, von Efeu umwucherte, uralte Ringforts, grüne Hügel und klares Wasser: eine Liebeserklärung

Failte go Eireann: Willkommen in Irland. Irland, das sind seine Menschen und Geschichten, seine Dörfer, Berge, Wälder und Flüsse, das Meer, Seen und Quellen, seine pubs und stores, große und kleine Steinhäuser. Irland, das sind Vergangenheit und Gegenwart, seine Politik, die Norden und Süden trennt.

Naturliebhaber zieht es schon lange nach Irland. Einsame Buchten, in denen nur das Gekreische der Seevögel und das Wellenrauschen die Ruhe unterbrechen, Dörfer von sprödem Charme, Küsten, an denen die Klippen steil in die Tiefe fallen. Bekanntschaften sind schnell geschlossen, denn die Iren, diese melancholisch-heiteren Geschichtenerzähler, sprechen jeden an. Standardthema ist das Wetter: »Isn't it a nice day?« hört man bei Regen und Sturm, auf sonnigen Höhen und in einsamen Tälern. Die Freude über die Schönheit ihres Landes verbergen sie nicht.

Das feuchtmilde irische Klima schuf eine unvergleichliche Landschaft. Rechts und links der holprigschmalen Straßen identifiziert man auf Anhieb die viel besungenen »forty shades of green«. Im lichten Schatten von Ahorn, Kiefer und jahrzehntealten Baumriesen blühen Azaleen und Rhododendren, wachsen Farne und Gräser. Fuchsienhecken säumen die Wege.

Failte go Eireann: Welcome to Ireland - die Landessprachen sind Gälisch und Englisch. Die Angaben darüber, wie viele Menschen heute noch in der Lage sind, die alte keltische Sprache Gälisch zu verstehen und zu sprechen, sind höchst unterschiedlich und bewegen sich zwischen fünf und zehn Prozent. Daneben existieren eine ganze Reihe unterschiedlicher Dialekte: Corkonisch wird zum Beispiel vo ...
mehr










Andere Reiseführer

Alle Reiseführer in Irland
Irland Ostküste/ Midlands Südosten Cork und Kerry Shannon und Umgebung Westen Nordwesten


Impressionen



Klima

Belmullet, Irland Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 8 8 9 11 14 15 17 17 16 13 10 8
Tiefsttemperatur °C 4 4 5 5 8 10 12 12 10 8 6 5
Luftfeuchtigkeit % 87 85 85 83 83 84 86 86 85 85 86 86
Sonnenstunden h 1 2 3 5 6 5 4 4 4 3 2 1
Regentage 31 28 30 30 30 29 30 27 29 31 30 31
Regenmengen mm 122 88 95 59 70 72 99 97 104 141 133 123
Wassertemperatur °C 11 10 9 10 11 13 14 15 15 14 12 11

Cork-Corcaigh, Irland Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 7 8 9 11 14 16 18 18 16 13 10 8
Tiefsttemperatur °C 3 3 4 4 7 10 12 11 10 8 5 4
Luftfeuchtigkeit % 89 86 85 81 81 83 82 85 86 87 89 89
Sonnenstunden h 2 3 3 5 6 6 5 5 4 3 2 2
Regentage 29 28 29 28 28 28 27 25 28 29 30 30
Regenmengen mm 124 94 87 67 69 62 69 83 84 109 113 139
Wassertemperatur °C 11 11 10 10 12 15 16 17 17 15 13 12

Dublin, Irland Klima

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchsttemperatur °C 7 8 10 11 14 16 19 18 16 13 10 8
Tiefsttemperatur °C 2 3 3 5 7 10 12 11 10 7 5 3
Luftfeuchtigkeit % 88 85 83 83 81 80 81 84 86 86 89 88
Sonnenstunden h 2 3 3 5 6 6 5 5 4 3 2 2
Regentage 28 27 27 28 27 26 25 24 27 27 29 29
Regenmengen mm 63 51 51 49 56 57 66 76 63 75 70 69




nach oben

Angesagt

Angesagt!

Was Sie wissen sollten über Trends, die Szene und Kuriositäten in Irland

Angesagt

Verabredung im Luxushotel

Jeder Ire hat seinen Stammpub - doch wenn man sich mal was gönnen will, dann trifft man sich mit Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern im Hotel. Prosecco im Foyer, Guinness in der Hotelbar. Top bei der jungen, schicken Szene ist z. B. die »Ice Bar« des Four Seasons-Hotels in Dublin. Ebenfalls angesagt: Breakfast Meeting, bei dem man sich am liebsten vom Büfett renommierter Hotelketten bedient.

Meinungsfreiheit

Jetzt auch wieder in Irland: Wie die Londoner am Speaker's Corner im Hyde Park können jetzt auch Dubliner Bürger zu jedem Thema an einem zentralen Ort öffentlich ihre Meinung verkünden. Auf dem Temple Bar Square heißt es sonntags von 12 bis 16 Uhr: Speaker's Square! Man notiert seinen Namen auf einer Schiefertafel, dann geht es der Reihe nach.

Traditionelle Musik

Während andernorts die traditionelle Musik verkümmert, steht die Volksmusik in Irland hoch im Kurs. Die alten Melodien erklingen - zur Freude aller - oftmals abendlich in Pubs, gespielt werden sie von Jung und Alt. Auch die uralte Bodhran-Trommel, ohne die die irische Volksmusik nur schwer auskäme, wird dabei wieder zum Erklingen gebracht.

Health Food

Die Ökowelle ist auch nach Irland geschwappt. Jede Woche entsteht ein neuer Health Food Shop und selbst das kleinste Dorf hat jetzt einen Farmers' Market. Verkauft werden biologisch-organisch angebautes Gemüse, Wildlachs, Käse aus Rohmilch und Lammfleisch aus natürlicher Haltung.

Starköche

London hat Jamie Oliver, Dublin Kevin Thornton. Der kreative Koch ist für den kulinarischen Aufschwung Dublins verantwortlich. In seinem Restaurant, Thornton's Restaurant im Fitzwilliam Hotel, kombiniert er Jakobsmuscheln mit traditionellem Black Pudding, fügt frittierte Garnelen zum Pastinakenpüree. Sein Beispiel macht Schule - ständig eröffnen schicke Restaurants in Dublin, die mit der Kohl- und Kartoffelküche Schluss machen.



nach oben

Ausflüge und Touren

Einsame Küsten, wilde Pfade und beschauliche Flüsse

Ausflüge und Touren

Auf dem Dingle Way zwischen Tralee und der Dingle-Bucht

Die nördlichste der fünf Halbinseln, die im Südwesten Irlands in den Atlantik ragen, ist Dingle. Nahezu über die gesamte Halbinsel führt der 150 km lange Wanderweg Dingle Way. Besonders schön ist die 70 km lange Teilstrecke zwischen Tralee und Dingle, für die Sie drei Tage einplanen sollten.

Seitdem Regisseur David Lean »Ryan's Daughter« an den weißen Sandstränden der Dingle Bay entlangschlendern ließ und die Träumerei noch um eine Galoppsequenz erweiterte, garniert mit mitreißender Filmmusik, reisen zahlreiche Besucher an die Drehorte des Films. Die Wanderung führt Sie über Bergpfade und durch farnbewachsene Täler, entlang klarer Bäche, und immer wieder ergeben sich Ausblicke über die Tralee Bay und die Dingle Bay. Starten Sie von Tralee aus zum südwestlich gelegenen Blennerville, das Sie auch mit der historischen Dampfeisenbahn (3 km Schmalspur) erreichen können. Die alten Schleusentore am Hafen sollten Sie nicht verpassen. Hier bestiegen im 19. Jh. viele Iren das Schiff nach Amerika. Eine noch größere Touristenattraktion ist die 200 Jahre alte Windmühle von Blennerville, hervorragend restauriert und noch heute funktionstüchtig - die größte in Irland und Großbritannien. Gruppiert um die Mühle sind ein Ausstellungszentrum sowie Kunstgewerbeläden und ein Restaurant. Auf der alten Landstraße nach Dingle, vorbei an den Ruinen des verlassenen Dorfes Killelton, bewachsen mit Efeu und Fuchsien, und den Überresten des St.-Elton-Oratoriums, befinden Sie sich auf dem historisch interessanten Wegabschnitt. Die Ruinen des frühchristlichen Gebetshauses stammen aus dem 7. Jh. und sind damit älter als das bekannte Gallarus-Oratorium. Nach 20 km ist die erste Tagesetappe im Dorf Camp geschafft, wo Sie auch übernachten können (Barnagh Bridge County Guesthouse, Camp, 5 Zi., Tel. 066/ 713 01 45, Fax 713 02 99, mwarch@iol.ie, €). Einkehr bietet sich bei Ashe's auf ein pint Guinness an.

Am nächsten Morgen führt der Weg weiter über die Dingle-Halbinsel in südwestlicher Richtung. Sie kommen vorbei an ausgedehnten Moorebenen, in denen immer noch Torf gestochen wird. Gen Süden ergeben sich auf dem letzten Tagesabschnitt herrliche Panoramablicke zur Dingle Bay. An klaren Tagen kann man die Berge der benachbarten Iveragh-Halbinsel erblicken. Schließlich erreichen Sie nach etwa 25 km das Städtchen Annascaul. Mehr als ein Dutzend Pubs gewähren Geselligkeit am Abend. Anschließend empfiehlt sich die Übernachtung im Anchor House (10 Zi., Tel./Fax 066/ 915 73 82, www.dingle-peninsula.ie/annascaul, €).

Der dritte Tag führt nach Dingle. Doch bevor Sie dort ankommen, genießen Sie den Blick auf das historische Minard Castle, das in romantischer Lage über der kleinen Kilmurry Bay thront. Über die alte O'Connor-Pass-Straße ist schließlich das lebhafte Dingle mit seinem kleinen Hafen erreicht.

Wer auf den Geschmack gekommen ist: Der Dingle Way führt weiter in westlicher Richtung um Slea Head, eine raue und einsame Gegend voller altgälischer Relikte: Steinkreuze, Ringforts und Ruinen frühchristlicher Gebetshäuser finden sich überall. In nördlicher Richtung geht es weiter nach Dunquin und zurück entlang der Nordküste der Halbinsel, vorbei an herrlichen Sandstränden und unterhalb des Brendan-Bergmassivs.

Informationsmaterial und Karten über den Dingle Way (mit Übernachtungsadressen) hält die Touristeninformation in Tralee bereit (Ashe Memorial Hall, Denny Street, Tel. 066/712 12 88, Fax 712 42 67).

Mit dem Kabinenkreuzer auf dem Grand Canal

Der Grand Canal führt von Dublin über Robertstown und Tullamore nach Shannon Harbour am Shannon (125 km). Diese Route folgt ihm von Tullamore östlich bis Robertstown (20 km), dort führt ein Zweig des Grand Canal südlich nach Athy und trifft den River Barrow, den Sie bis St. Mullins (110 km) befahren können. Dauer der Tour (hin und zurück): mindestens 1 Woche

Der Grand Canal war im 19. Jh. ein beliebter Reiseweg für bis zu 100 000 Passagiere jährlich, die von Dublin zum Shannon vier Tage benötigten, denn die Boote wurden von Pferden (im Schritt) gezogen. Transportiert wurden Whiskey und Guinness ebenso wie Kartoffeln und Torf. 1960 wurde der Betrieb mit Lastkähnen eingestellt. Die typischen Narrow Boats (schmaler als auf dem Shannon) können in Tullamore gemietet werden (Celtic Canal Cruisers, Cappincur, Tel. 0506/218 61, Fax 512 66, www.celticcanalcruisers.com). Ein Boot mit vier Betten kostet im Juli/August um 750 Euro wöchentlich, sonst ab 500 Euro. Einen Bootsführerschein brauchen Sie nicht. Bevor es losgeht, werden Sie 30 Minuten eingewiesen.

Während der Fahrt schippert man langsam durch sauberes Wasser und stille Natur. Fern von Straßenlärm erspäht man Wasservögel, von reichlich Grün bewachsene Steinbrücken, historische Schleusen und alte Dörfer, in denen Pubs zum Verweilen einladen.

In der Whiskeystadt Tullamore (County Offaly) können Sie sich für die Reise versorgen. Das Zentrum des fast viktorianisch anmutenden Städtchens ist eine breite, platzartige Straße mit Geschäften und Pubs. In Robertstown, dem nächsten Etappenziel, ist das majestätische Grand Canal Hotel aus dem Jahr 1801 renoviert worden. Der ehemalige Pfad der Zugpferde dient heute als romantischer Spazierweg. Südlich der Stadt führt ein Zweig des Kanals nach Süden zunächst nach Rathangan, einem Städtchen aus dem 19. Jh., dessen Gewässer gerühmt werden für ihren reichen Fischbestand. Monasterevin mit seiner historischen Ziehbrücke war 150 Jahre lang eine Whiskeydestillerie, die Ruinen sieht man vom Kanal aus. In der mittelalterlichen Marktstadt Athy mündet der Kanal in den River Barrow. Jetzt geht es flussabwärts, und auf der 65 km langen Strecke bis St. Mullins sind 23 Schleusen zu bewältigen. Carlow ist die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft; Sie fahren unter einer 400 Jahre alten Brücke hindurch und sehen die Ruine einer normannischen Burg am Ostufer. Über Muine Bheag führt der Fluss nun nach Graiguenamanagh mit der Duiske Abbey aus dem Jahre 1207, einem restaurierten Zisterzienserkloster. Die Fahrt endet 1 km vor St. Mullins an einer Schleuse, denn der weitere Flusslauf bis zur Mündung hinter New Ross unterliegt starken Gezeitenschwankungen und ist daher für die leichten Kanalboote nicht geeignet. In St. Mullins stand schon im 7. Jh. ein Kloster. Wer sein Boot nur für eine Woche gemietet hat, muss jetzt umkehren, um es rechtzeitig zurückzugeben, denn die Boote fahren etwa 10 km/h, und bis Tullamore sind es immerhin 130 km, mehr als die Hälfte davon flussaufwärts.

Eine Beschreibung aller schiffbaren Kanäle und Flüsse mit Tipps für Angler sowie 30 Plänen finden Sie in Jane Cumberlidges Buch »Binnengewässer Irlands«.

Historische Städte im Süden

Von Cork führt die N22 in westlicher Richtung über Macroom und durch die Derrynasaggart Mountains nach Killarney, dann weiter nach Tralee. Von dort erreichen Sie über die N21 in nordöstlicher Richtung Limerick. Südöstlich führt die Strecke weiter nach Tipperary, Cahir, Clonmel und Carrick-on-Suir. Über Youghal kehren Sie nach Cork zurück. In erster Linie sind es historische Bauwerke, die zu dieser Reise verführen. Aber auch malerische Flüsse und grüne Gebirge machen den Reiz dieser Route aus. Länge: 450 km, Dauer: etwa vier Tage

Von Cork, dem Ausgangspunkt, gelangen Sie in das ruhige, am Lee gelegene Marktstädtchen Macroom. Vorbei an weiteren kleinen Dörfern, die oft nur aus wenigen Häusern bestehen, windet sich die Straße durch die Derrynasaggart Mountains nach Killarney - für die meisten Reisenden Endpunkt der heutigen Etappe. In Tralee, der größten Stadt der Grafschaft Kerry, lohnt sich ein abendlicher Besuch im Siamsa Tire Theatre, dem bekanntesten Volkstheater der Insel mit Tanz, Musik und viel Gesang. Während der letzten Augustwoche verwandelt sich Tralee in ein einziges Openairfestival. Das schönste aller irischen Mädchen wird zur »Rose of Tralee« gewählt, in den Straßen wird gefeiert, musiziert und auf Pferde gewettet. Der Bierkonsum erreicht seinen Jahreshöchstwert. Sollte daher in den Hotels kein freies Bett mehr zu haben sein, fahren Sie besser weiter nach Limerick oder Tipperary. Eine Besichtigung des Cahir Castle, nationales Monument und größte mittelalterliche Festung des Landes, lohnt sich sehr. Eine sehenswerte audiovisuelle Show macht mit dem Leben der früheren Burgbewohner vertraut.

Schon Fürst Pückler, der zu Anfang des 19. Jhs. Irland bereiste, riet in seinen Berichten zu einer Wanderung entlang des Flusses Suir. An dessen Ufer liegt die Kleinstadt Clonmel, die mit ihrer Windhundrennbahn und den zahlreichen Pubs irischen Charme verbreitet. Naturliebhaber können von hier aus einen Abstecher nach Lismore und zum Tal The Vee unternehmen. Die Straße (R 671) führt zunächst über den Fluss und verläuft dann in südlicher Richtung. Auf dem Weg nach Dungarvan biegen Sie nach rechts ab auf eine »Scenic Route« nach Newcastle, Capoquin und schließlich Lismore. Das hübsche Städtchen wird beherrscht vom Lismore Castle, dessen herrliche Parkanlage für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Weiter geht es auf der R 668 Richtung Clogheen auf überwiegend kurviger Strecke, zunächst über ein Hochmoor und durch eine romantische Gegend: rauschende Bäche und Wasserfälle, Moor und Moos, dazwischen grasen ein paar einsame Schafe. Knorrige alte Bäume hängen dicht über den schmalen Straßen, auf denen nur selten Autofahrer entgegenkommen. Unterwegs laden altmodische Pubs zu einer Pause ein. Über zahlreiche alte Steinbrücken, vorbei an verlassenen Bruchsteincottages und einsam gelegenen Bauernhöfen, erreichen Sie schließlich wieder Clonmel. Dort bietet sich die Übernachtung in einer historischen Kutschenstation aus dem frühen 19. Jh. mit dem Namen Hearn's Hotel (25 Zi., Parnell Street, Tel. 052/216 11, Fax 211 35, €€) an. Das Mittelklassehaus ist stilvoller Treffpunkt der Stadt und bietet auch Abendunterhaltung. Nach einem deftigen Full Irish Breakfast machen Sie sich auf nach Carrick-on-Suir, wo Sie an schönen Tagen in den Gärten des elisabethanischen Herrenhauses Ormond Castle, sehr schön am Fluss gelegen, ein Picknick machen können. Das 1573 vom Grafen von Ormond anlässlich eines Besuchs von Queen Elizabeth I. gebaute Mansion ist verbunden mit einem älteren Castle, möglicherweise Geburtsstätte von Anne Boleyn, kann aber nicht besichtigt werden. Über Youghal gelangen Sie schließlich zum Endpunkt der Rundreise, nach Cork.



nach oben

Bloß nicht

Bloß nicht!

Auch in Irland gibt es Dinge, über die Sie Bescheid wissen oder lieber meiden sollten

Bloß nicht

Curiosity missverstehen

»Curious« sein heißt neugierig sein, und diese Spielart des persönlichen Interesses an anderen Menschen ist eine von den redseligen Iren gern gepflegte Eigenschaft. Darauf sollte man nicht abweisend reagieren, denn Neugierde bedeutet in diesem Land nichts Negatives, sondern signalisiert Aufgeschlossenheit gegenüber Wohlergehen und Anteilnahme an Sorgen - auch bei Fremden.

Nachts Auto fahren

Schon tagsüber ist das Autofahren in Irland nicht so leicht wie zu Hause. Die Straßen sind eng, kurvig - und häufig auch hügelig -, und sie werden nicht selten von Pferden, Kühen und Schafen überquert. Hinzu kommen die vielen Schlaglöcher - pot holes genannt - und Kanaldeckel, die entweder zu tief oder zu hoch liegen. Vorsicht ist also besonders nachts geboten.

Ohne Regenschirm nach Irland

Die Iren halten es für ein ungerechtfertigtes Vorurteil, doch wir wissen es besser: Mit Regen sollte man immer rechnen, auch wenn es gelegentlich trockene Tage gibt. Daher ist es ratsam, stets Regenjacke oder Schirm dabeizuhaben.

Als Feinschmecker nach Kinsale

Kinsale ist zweifellos ein hübsches Hafenstädtchen, aber die kulinarische Hauptstadt Irlands, wie es sich selbst nennt, ist es bestimmt nicht. Nur wegen der Restaurants und des Essens lohnt sich die Reise also nicht. Während die Erbsen kaum gesalzen sind, sind es die Preise häufig um so mehr.

Doppelt sehen

Die gelbe Linie am Straßenrand bedeutet: Hier darf man nicht parken. Parkt man gar an einer doppelten gelben Linie, wird das Auto abgeschleppt, bevor man vom Fish-&-Chips-Essen zurück ist. Denn die Abschlepper erhalten angeblich Provision, und auf einen Abschlepp- passen zwei kleine Leihwagen. Dann beginnt der Ärger. Das Depot liegt weit draußen, ist nur mit dem Taxi zu finden, und das Bußgeld ist saftig. Wenn man Glück hat und überhaupt während der Öffnungszeiten erscheint.

Juli und August in Irland

Während sich die Besucherzahl in Irland im Frühling, Herbst und Winter einigermaßen gleichmäßig über das Jahr verteilt, herrscht im Juli und August so großer Trubel, dass die Hotels oft belegt und zudem auch noch teurer sind als zu anderen Zeiten.



nach oben

Einkaufen

Aran Sweaters und Tweed

Stricksachen und Webarbeiten gehören neben Kunsthandwerk zu den beliebten Mitbringseln

In Irland locken Einkaufsangebote, die das Leben angenehmer machen: Strickpullover und Tweedjacken, Angelausrüstungen und - für das leibliche Wohl - geräucherter Wildlachs. Ausgesuchte Qualität statt überwältigender Fülle ist die Devise. Besonders junge Leute mögen die in bunten Farben gestrickten Pullover, die zahlreichen Discount- und Secondhandläden, die in vielen Orten zu finden sind.

Große Warenhäuser gibt es nur in Dublin, Cork und Limerick. Viel aufregender sind ohnehin die kleinen Läden, die sich z. B. auf Schmuck mit altkeltischen Motiven spezialisiert haben, auf Filmplakate oder wohl riechende Seifen und Tinkturen. Häufig findet man auch noch stores, die vom Tabak über die Angelschnur und Gummistiefel bis zur Daily Mail ziemlich alles bereit halten, was der Landmensch zum Leben braucht.

Die meisten Besucher schätzen die Tea- und Coffeeshops, die gleichzeitig als Buchgeschäfte, Galerien (mit Werken jüngerer Künstler) oder Verkaufsausstellungsräume (für Kleidung, Schmuck und Kunsthandwerk) fungieren. Mit den steigenden Fremdenverkehrszahlen besann man sich auf traditionelles (Kunst-) Handwerk. Wieder belebt wurde die alte Kunst des Töpferns. Besonders im Süden Irlands befinden sich zahlreiche Töpfereien, von denen jede ihr eigenes typisches Design entwickelt hat. Begehrt sind althergebrachte Formen und kleinflorale Muster.

Die Geschäfte sind normalerweise von 9 oder 9.30 Uhr bis 17.30 bzw. 18 Uhr geöffnet. An Sonntagen haben nur einzelne Supermärkte offen.

Einkaufen

Kleidung

Stricksachen und Webarbeiten gehören zu den Favoriten beim Einkauf. Die berühmten Aran Sweaters werden in Irland seit ewigen Zeiten gestrickt, das jeweilige Strickmuster verwies symbolhaft auf das Leben der Iren als Fischer und diente der Identifizierung ertrunkener Seeleute. Traditionell werden die Aran Sweaters aus ungefärbter, beiger Wolle gestrickt. Die echten Pullover kosten um 100 Euro und tragen eingenäht den Namen der Strickerin. Handgewebte Tweedsachen (Decken, Schals, Bekleidung) stammen aus der Grafschaft Donegal und genießen weltweit einen guten Ruf. Groß ist die Auswahl an Tweedjacken in gediegenen Erdtönen, die, klassisch streng geschnitten, mit Lederflicken und Lederknöpfen bestückt, schön anzuschauen sind. Das zu Anfang steif erscheinende Tweed passt sich im Laufe der Zeit dem Träger an und wird mit den Jahren immer schöner. Zu den bekannteren Marken gehören Magee und Harris.

Regenjacken und -mäntel aus gewachster Baumwolle gibt es von Dutzenden verschiedener Hersteller in allen Preisklassen - und natürlich die unentbehrlichen Gummistiefel (wellington boots), vorzugsweise aus Kautschuk.

Reiter stöbern in den einschlägigen Shops, denn weitaus größer als hierzulande ist die Auswahl auf der Grünen Insel. Für Kinder gibt es günstig Reithosen und -westen, auch Erwachsene erhalten mit Sicherheit das richtige Outfit, sei es für ein Turnier oder die Freizeit. Für Angler, Jäger und Golfer halten Irlands Läden ebenfalls ein reichhaltiges Angebot an Spezialkleidung und Utensilien bereit.

Kristall

Nicht nur US-Amerikaner schwören auf irisches Kristall, das in Nordamerika einen besonders guten Ruf genießt. Üppig glänzende Kristalllüster schmücken so manchen Regierungspalast, so manches Museum. Gleich mehrere Unternehmen beherrschen die Kunst der Herstellung. Der renommierteste Betrieb liegt in Waterford. Hier wird das Waterford Crystal produziert. In dem 1783 von den Gebrüdern George und William Penrose gegründeten und 1947 erneut etablierten Unternehmen werden sowohl jahrhundertealte Formen aufgelegt als auch modernes Design verwendet. Das Kristall der irischen Betriebe enthält 33 Prozent Bleioxyd.

Kulinarisches

Als Mitbringsel empfiehlt sich geräucherter Wildlachs, eine seltene Delikatesse - zudem weniger fetthaltig als der auf dem Kontinent erhältliche Zuchtlachs, der seine rote Farbe häufig durch chemische Futterzugaben statt durch sein natürliches Futter (Kleinkrebse, genannt Krill) erhält. Im Dubliner Flughafen ebenfalls erhältlich sind farmhouse cheeses, köstliche Rohmilchkäse.

Kunsthandwerk

In Kunstgeschäften und Kunstgalerien finden Sie eine reichhaltige Auswahl an Bildern, Keramik, bedruckten Stoffen sowie Schmuck. Dabei wird das jahrhundertealte keltische Claddagh-Design (zwei Hände halten ein gekröntes Herz) heute für die Herstellung von Ringen und Ohrringen verwendet. Daneben gibt es Nachbildungen alter keltischer Spangen.

Marmor

Marmor aus den Felsablagerungen des Connemara-Gebietes findet Verwendung in dekorativen nützlichen Dingen, z. B. Buchstützen.

Musik

Musik-CDs irischer Volksmusik und Musikinstrumente (Flöte, Harfe, Fidel) werden gern als Andenken gekauft. Neben den auch im Ausland erfolgreichen Gruppen (U2, The Cranberries, The Corrs) bieten sich insbesondere lokal beliebte Volkssänger an, von denen man in Irland eine Menge hört.

Spitze

Irische Spitze, z. B. verarbeitet in Tischdecken und Taschentüchern, stammt traditionell aus Limerick und Carrickmacross. Landesweit bekannt und preiswert ist irisches Leinen, verarbeitet zu Geschirrtüchern und Bettwäsche.

Whiskey

Zu den häufigsten Spirituosen gehört Whiskey: Paddy's und Jameson sowie der in Nordirland in der ältesten Destillerie der Welt hergestellte Bushmills. Schauen Sie nach den zehn oder zwölf Jahre alten Sorten!



nach oben

Essen und Trinken

Irish Stew und Guinness

Probieren Sie unbedingt auch die vielen Fischsorten und Schaltiere aus Irlands Gewässern

Die irische Küche zeichnet sich nicht durch große Vielfalt aus. Auf den Speisekarten der Restaurants sind meist Fleischgerichte zu finden, die zusammen mit Pommes frites und Gemüse aufgetischt werden. Die Kartoffel gehört seit Jahrhunderten zum täglichen Essen der Iren, und deswegen erscheint sie auch in zahlreichen Rezepten. Recht groß ist die Auswahl an Fischund Meeresspezialitäten. Austern (in Irland recht preiswert), Hummer, Muscheln, Krabben sowie alle Sorten Fisch (auch Spezialitäten wie Haifisch, Thunfisch und Seewolf) glänzen auf mancher Speisekarte.

Noch heute wird die alte Kunst der Käseherstellung gepflegt. Zu den besten der farmhouse cheeses gehören der gubbeen, ein halbfester Schnittkäse, und gigginstown, ein Rohmilchkäse. Irish goat, ein brieähnlicher Ziegenkäse, der aus der Milch nordirischer Ziegen gewonnen wird, steht den mediterranen Angeboten in nichts nach. Zu empfehlen sind weiterhin cashel blue und burren gold sowie der dem Gruyère ähnliche gabriel (traditioneller Gebirgskäse) und desmond, von weicherer Konsistenz. Der cais nan deise ist ein Hartkäse mit nussartigem Aroma.

Die Preise für Restaurantmahlzeiten sind recht hoch, sie beginnen häufig erst bei 12 Euro. Eine gute Einrichtung sind die Touristenmenüs: dreigängige Menüs zum festen Preis (10-12 Euro). Sie erkennen die Lokale, die solche Menüs anbieten, an einem kleinen grünen Schild (Kochgesicht mit -mütze und der Aufschrift Special value, Tourist Menu). Serviert wird irische und internationale Küche von mittlerer Qualität.

In den gehobenen Restaurants ist es üblich, zuerst in der Lounge oder an der Bar einen Drink zu sich zu nehmen, bevor man dann später einen Platz zugewiesen bekommt. Hotelrestaurants haben keinen Ruhetag, Restaurants während der Saison (Juni bis Sept.) in der Regel ebenfalls nicht.

Neben Restaurants (häufig erst zum Abendessen geöffnet) bieten Cafés und Pubs kleine Snacks an (etwa pub grub, so genanntes Kneipenfutter, meist Salat, Sandwich, Suppe). Fastfoodlokale schießen in den größeren Ortschaften aus dem Boden, sie stellen eine Ergänzung der angelsächsischen Version der Fish-&-Chips-Buden dar; bei den Letzteren vorher sicherstellen, dass der angebotene Fisch auch frisch ist und nicht tiefgekühlt, deep frozen!

Das Frühstück ist in Irland reichhaltig: Orangensaft, porridge (Haferflockenbrei) und cereals (Getreideflocken), Eier und Würstchen sowie Speck ergänzen den Tee oder Kaffee. Dazu gereicht werden soda brown bread und Toast. Während der Mittagspause (lunch hour) nehmen die Iren oft nur einen leichten Snack ein, Berufstätige essen häufig im nächsten Pub eine Suppe oder ein Sandwich. In den Zentren sind die Gaststätten dann meist voll. Die Hauptmahlzeit findet abends statt. Immer mehr in Vergessenheit gerät der so genannte high tea, eine leichte Mahlzeit zwischen 17 und 19 Uhr, die aus Tee oder Kaffee, Brot, Eiern, Speck und Schinken, eventuell auch einem kleinen Steak sowie Kuchen besteht.

Die Iren sind Teetrinker und genießen das Getränk mit Milch und Zucker. Zwei bekannte Teefirmen, die die Kunst des Mischens (Verblenden) beherrschen, sind Barry (Cork) und Bewley (Dublin).

Der Pub (public house) ist in Irland weit mehr als eine Kneipe, in der Alkohol verkauft wird. Er ist ein Treffpunkt, um zu reden, zu musizieren, über die Politik zu klatschen, sich Gehör zu verschaffen, anderen zuzuhören. Im Pub begegnen sich Leute aller sozialen Schichten, aller Altersgruppen, früher (auf dem Land noch heute) vornehmlich Männer. Pubs in Irland sind zweigeteilt: in eine Lounge, in der die Ladies mit ihren Ehemännern zusammensitzen oder mit einer Freundin plaudern, und die Bar (Ausschankraum). Man muss seine Getränke am Tresen bestellen und auch gleich dort bezahlen. Die Pubs sind im Allgemeinen von 10 bis 24 Uhr, an Sonntagen von 16 bis 23 Uhr geöffnet. Jugendliche unter 18 Jahren finden nur selten Einlass, Kinder sind unerwünscht, und das Mindestalter für einen Sitzplatz an der Theke beträgt 21 Jahre. In Pubs und Restaurants herrscht seit April 2004 Rauchverbot, das auch kontrolliert wird. Vor den Pubtüren sind Aschenbecher aufgestellt, um die sich die Raucher scharen.

Guinness ist ein Markenname für dunkles Bier (stout), daneben sind in Irland Beamish und Murphy's beliebt. Wer ein stout bestellt, erhält ein pint (etwa einen halben Liter). Wem das zu viel ist, der bestellt half a pint oder einfach ein Glas, a glass. Ein lager ist ein helles Bier, es gibt zahlreiche Sorten, wer bitter verlangt, dem wird häufig Smithwicks ausgeschenkt. Wegen der hohen Alkoholsteuer ist irischer Whiskey teurer als in Deutschland.



nach oben

Feste und Events

Feste, Events und mehr

Ohne Musik und Tanz mögen die Iren weder Viehmarkt noch Literaturfestival

Der Inselsommer wird begleitet von Feten und Festivals, einige davon - wie das Cork Jazz Festival oder die Dublin Horse Show - sind international bekannt. Besucher schätzen besonders die dann gebotene Musik. Die Fleadh genannten Festivals sind ausschließlich der traditional music gewidmet, zu der auch getanzt wird.

Offizielle Feiertage

1. Januar

Neujahr

17. März

St. Patrick's Day (Nationalfeiertag)

März/April

Ostermontag

1. Montag im Mai

May Day

1. Montag im Juni

Bank Holiday

1. Montag im August

Bank Holiday

Letzter Montag im Oktober

Bank Holiday

25. Dezember

Weihnachten

26. Dezember

St. Stephen's Day

Feste und Veranstaltungen

Jeder irische Ort hat sein eigenes Festival, und fast zu jedem Zeitpunkt wird irgendwo in Irland ein Fest gefeiert. Es dreht sich dabei um Musik, Tanz, Pferde, Theater, Landwirtschaft, Sport, Boote, Rennen, Essen und Trinken. Ein Verzeichnis dieser Festivals (calendar of events) erhält man beim Irischen Fremdenverkehrsamt (www.festivals.ireland.ie).

März

St. Patrick's Festival, Mitte März: Rund um den Nationalfeiertag St. Patrick's Day feiert Dublin vier Tage auf der Straße: Umzüge, Tanz, Artistik, Unterhaltung. Tel. 01/676 32 05, www.stpatricksday.ie

Juni

Dublin Street Carnival, vier Tage Ende Juni: lustige Umzüge, komisches und satirisches Straßentheater. Tel. 01/602 40 00

Bloomsday, 16. Juni: ein Tag im Leben des Leopold Bloom im Jahre 1904, von James Joyce in seinem Roman »Ulysses« in aller Ausführlichkeit beschrieben. Er wiederholt sich für seine Anhänger in Vorträgen, Spaziergängen, Kneipenbesuchen. Tel. 01/602 40 00, Dublin

Juli

Galway Arts Festival, zweite Monatshälfte: zwei Wochen Kunst und Theater, Tanz und Musik, Literatur und Film. Tel. 091/50 97 00, www.galwayartsfestival.ie

August

Kilkenny Arts Festival, zehn Tage Mitte August: vom Konzert in der Kathedrale bis zum Straßentheater. Tel. 056/52175, www.kilkennyarts.ie

Fleadh Cheoil nah Eireann, zweite Monatshälfte: drei Tage lang irische Volksmusik in Pubs und Sälen, Hotels und Schulen, sogar auf der Straße, jedes Jahr an einem anderen Ort. www.comhaltas.com

Dublin Horse Show, fünf Tage im August: seit 130 Jahren Dressurund Springvorführungen, Pferdeshow, bedeutsamer Pferdemarkt. www.dublinhorseshow.com

Puck Fair, Mitte des Monats: Volksfest mit viel Musik, Viehmesse und 100 000 Besuchern. Hier dreht sich alles um einen Ziegenbock (puck). www.puckfair.ie, Killorglin, Kerry

Rose of Tralee International Festival, fünf Tage Anfang August: ein Schönheitswettbewerb für junge Irinnen aus aller Welt mit zahlreichen Openairkonzerten. Tel. 066/7121322, www.roseoftralee.ie, Tralee

September

Galway Oyster Festival, viertägiges Gourmetfestival Ende September mit Austern und viel Guinness. www.galwayoysterfest.com

Oktober

Guinness Jazz Festival, vier Tage Ende Oktober in Cork: seit Jahrzehnten eine fast legendäre Veranstaltung mit Jazzgrößen aus aller Welt, Sessions und Rhythmen an fast jeder Ecke der Stadt. Tel. 021/427 89 79, www.corkjazzfestival.com

Wexford Festival Opera, zweite Oktoberhälfte: seit 50 Jahren zeigt die kleine Stadt jährlich vergessene und wenig bekannte Opern. www.wexfordopera.com, Wexford



nach oben

Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Irlandreise

Anreise

Auto - Fähre

Die Fähren ab Cherbourg oder Roscoff fahren auf direktem Weg nach Irland (Rosslare): März-Okt., Fahrtdauer 18-22 Std., Preise: 400 bis 1000 Euro für einen PKW mit zwei Personen (retour) plus Kabinenkosten. www.irish-ferries.de

Der Landweg über Großbritannien führt durch den Eurotunnel (PKW inkl. Insassen ab 275 Euro retour), dann mit der Fähre nach Irland (z. B. Holyhead-Dun Laoghaire ab 390 Euro retour). Sie können auch mit Fähren von Belgien bzw. Frankreich aus fahren: z. B. von Ostende oder Calais nach Dover (Dauer 1,5-3 Std.), dann mit dem Auto an die Westküste, dort von Fishguard oder Pembroke nach Rosslare oder von Swansea oder Holyhead nach Dun Laoghaire (Dauer: 2-4 Std., Preise: PKW inkl. 2 Personen für beide Fähren ab 470 Euro retour).

Flugzeug

Preiswert fliegen Ryanair (www.ryanair.com) von Hahn (Hunsrück) nach Kerry und Shannon, Hapag Lloyd Express (www.hlx.com) von Hamburg und Stuttgart nach Dublin und von Köln/Bonn nach Shannon sowie German Wings (www.germanwings.com) von Köln nach Dublin. Aer Lingus (www.aerlingus.com) bietet Direktflüge von München nach Cork und von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Wien, Genf und Zürich nach Dublin, von dort Anschlussflüge mit Aer Arann (www.aerarann.com) zu sechs irischen Flughäfen. Condor (www.condor.de) und LTU (www.ltu.de) fliegen (im Sommer) von Frankfurt und Düsseldorf nach Dublin. Lufthansa (www.lufthansa.com) verkehrt von Frankfurt und Stuttgart nach Dublin, Swiss (www.swiss.com) von Zürich nach Dublin und Shannon, Lauda Air (www.aua.com) von Wien nach Dublin. Sondertarife für Hin- und Rückflug ab 130 Euro.

Bus vom Dubliner Flughafen nach Dublin-Zentrum: Nr. 41, 46 X, 58 X (2,05 Euro) mit vielen Stopps, schnellere Verbindung Nr. 747 (5 Euro) alle 10-15 Min. Nr. 748 (5 Euro) fährt zu den Bahnhöfen; nachts fahren die Busse 33 N und 41 N ins Zentrum und zu den Bahnhöfen (4 Euro).

Appartements und Ferienwohnungen

Ferienwohnungen kann man in Irland in der Hochsaison ab 200 Euro, Ferienhäuser ab 450 Euro pro Woche mieten. Auskunft und Buchung bei: Irish Cottage Holiday Homes, Bracken Court, Bracken Road, Sandyfort, Dublin 18, Tel. 01/205 27 77, Fax 293 30 25 www.irishcottageholidays.com.

Wer individuell auf die Suche nach einer Ferienunterkunft gehen will, besorgt sich für 5,20 Euro den »Ireland Self Catering Accomodation Guide« mit 3000 Angeboten. Eine Liste von 40 Reiseveranstaltern mit Ferienhäusern gibt es beim Irischen Fremdenverkehrsamt.

Auskunft

Irland Information

Deutschland: Gutleutstr. 32, 60329 Frankfurt, Tel. 069/66 80 09 50, www.tourismireland.de

Österreich: Rotenturmstr. 16-18, 1010 Wien, Tel. 01/900 14 13 51, www.tourismireland.com

Schweiz: Ireland Mailing House, 5634 Merenschwand, Tel. 01/210 41 53, www.tourismireland.com

Auto

In Irland herrscht Linksverkehr. Kreisverkehr hat Vorfahrt. Höchstgeschwindigkeit in Orten 30 Meilen (48 km/h), auf Landstraßen 55 Meilen (89 km/h). Entfernungen sind übrigens in Kilometern, Höchstgeschwindigkeiten in Meilen angegeben. Die Straßen 2. und 3. Ordnung sind sehr schmal. Die Blutalkoholgrenze liegt bei 0,8 Promille. In Irland benötigen EU-Bürger lediglich den nationalen oder EU-Führerschein. Bußgelder (z. B. bei Alkohol am Steuer, Tempoüberschreitung, falschem Parken) sind sehr hoch.

Banken und Kreditkarten

Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 10-12.30, 13.30-15 Uhr bzw. bis 17 Uhr. Geld erhält man an den Geldautomaten mit der EC-Karte oder der Kreditkarte. Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert.

Camping

In Irland werden über 100 offiziell anerkannte Campingplätze gezählt. Die Broschüre Caravan & Camping Parks ist erhältlich bei der Irischen Fremdenverkehrszentrale.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft in Irland

31 Trimleston Avenue, Booterstown, Blackrock, Co. Dublin, Tel. 01/269 30 11, Fax 269 39 46

Österreichische Botschaft in Irland

91, Ailesbury Road, Dublin 4, Tel. 01/2694577, Fax 2830860

Schweizer Botschaft in Irland

6 Ailesbury Road, Dublin 4, Tel. 01/218 63 82, Fax 283 03 44

Ein- und Ausreise

Es genügt der gültige Reisepass oder Personalausweis.

Gesundheit

Apotheken (chemist shops, pharmacies) sind häufig einer Drogerie angeschlossen. Wechselnder Apothekennotdienst in Städten, Angabe der jeweils diensthabenden Apotheke im Schaufenster von Drogerien.

Bürger von EU-Staaten erhalten von ihrer gesetzlichen Krankenkasse die EHIC (Europäische Krankenversicherungskarte), die seit Juni 2004 eingeführt wird (oder eine Ersatzbescheinigung), mit der man sich in Krankenhäusern und bei niedergelassenen Ärzten behandeln lassen kann. Arztpraxis: doctor oder general practitioner oder surgery. Zahnarzt: dentist.

Internet

www.visitdublin.com breitet die gesamte Hauptstadt für Touristen aus;

www.shannonregiontourism.ie erstreckt sich auf die Shannon-Region

www.eventguide.ie führt alle aktuellen Feste und Events auf

www.heritageireland.ie erläutert die Kulturgeschichte und historischen Bauwerke des Landes

www.gardensireland.com wendet sich an Gartenliebhaber;

www.hiddenhr.com und www.irelands-blue-book.ie führen zu kleinen, aber feinen Übernachtungshäusern;

www.ireland.ie, www.irland-ferien.de und www.tourismireland.de sind die offiziellen Websites des Fremdenverkehrsamts.

Internetcafés

Internetcafés findet man in allen größeren Städten. Sie sind oft rund um die Uhr geöffnet. Einige Beispiele: Global Internetcafé, 8 Lower O'Connell Street, Dublin 1; Web-Talk, 12 Main Street, Killarney, Net@ccess, Olde Malte Arcade, Galway

Jugendherbergen

Von den rund 35 staatlich betriebenen Jugendherbergen, zusammengeschlossen in der »Irish Youth Hostel Association - An Oige«, sind 16 ganzjährig geöffnet. Für Besucher gibt es keine Altersbegrenzung, allerdings sollte vorbestellt und ein internationaler Jugendherbergsausweis vorgelegt werden. Die Übernachtung kostet zwischen 8 und 15 Euro. Ein Verzeichnis gibt es bei der Irish Youth Hostel Association, 61 Mountjoy Street, Dublin 7, Tel. 01/830 45 55, Fax 830 58 08, www.irelandyha.org.

Daneben gibt es ca. 150 unabhängige Hostels (ab 8 Euro), die verzeichnet sind im Guide to independent Holiday Hostels, erhältlich bei Independent Hostels. Online-Buchung: www.hostels-ireland.com

Maße und Gewichte

Trotz der Umstellung auf das Dezimalsystem stößt man immer wieder auf folgende Maße und Gewichte:

1 foot (12 inches): 30,5cm

1 gallon (8 pints): 4,48l

1 inch: 2,54cm

1 mile: 1,609km

1 pint: 0,56l

1 pound: 453g

1 yard (3 feet): 91,4cm

Mietwagen

Wegen des Linksverkehrs ist in irischen Autos das Steuerrad rechts angebracht. Wer einen Wagen mieten will, muss mindestens 21 Jahre alt sein, bei höheren Wagenkategorien auch 23 oder 25 Jahre. Der nationale Führerschein genügt. Ein Auto kostet ab 35 Euro pro Tag. Es empfiehlt sich, das Auto (mit Vollkasko) bereits vor der Abreise zu reservieren. Angebote für Autovermietungen finden Sie unter www.marcopolo.de.

Notruf

Notruf landesweit: 999 oder 112

Öffentliche Verkehrsmittel

Außer der staatlichen Transportgesellschaft C. I. E. gibt es diverse private Busunternehmen. Die Busfahrkarte Cork-Dublin und zurück (Bus Eireann) gibt es bereits ab etwa 20 Euro. Die Mitnahme von Fahrrädern kostet 6,50 Euro. Mit dem Rambler Ticket (z. B. 15 Tage gültiges Ticket, davon 8 Tage reisen 116 Euro) können außer dem Flughafenbus alle Busse beliebig benutzt werden. Auskünfte bei C. I. E. Tours, Walzwerkstr. 14, 40599 Düsseldorf, Tel. 0211/21 06 40 12, Fax 210 64 03, www.irland-reisencie.de

Mit dem Explorer Ticket ist unbegrenztes Reisen mit der Bahn in einem bestimmten Zeitraum möglich, z. B. an 5 von 15 Tagen für 115 Euro (www.irishrail.ie). In Dublin verkehrt die S-Bahn DART um die gesamte Bucht von Howth nach Bray. Hier lohnt sich das Ticket Dublin Rambler, mit dem alle Busse der Stadt (inkl. Flughafenbus) benutzt werden können (1 Tag 5, 3 Tage 10, 5 Tage 15 Euro).

Preise und Währung

Irlandreisen sind sehr teuer geworten. Vor allem die Preise von Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten sind in den letzten Jahren kräftig gestiegen. Die Lebensmittelkosten in Irland liegen nun ca. 17 Prozent über dem EU-Durchschnitt.

Reisezeit und Wetter

Im Winter fällt das Thermometer selten unter 0°C, es übersteigt jedoch auch kaum 25°C im Sommer. Mit Regen muss man immer rechnen, besonders im Westen. Mai und Juni sind die sonnigsten Monate. Im Juli und August ist touristische Hochsaison.

Sprache

Man spricht Englisch mit irischem Akzent. Im Westen, Nordwesten und auf Inseln spricht man noch Gälisch, die Sprache der Kelten. Straßenschilder sind zweisprachig.

Strom

Spannung: 220Volt. Da britische Stecker benutzt werden, sollten Sie einen Adapter mitnehmen.

Telefon

Viele irische Telefonnummern werden derzeit auf 6 oder 7 Ziffern erweitert. Auch ein Teil der Vorwahlnummern in den Bereichen 04, 05, 07 und 09 wird gegenwärtig geändert; die neuen Vorwahlen findet man unter www.eircom.ie/numberchanges.

In Irland benötigt man ein Handy (mobile phone) mit GSM-Standard. Eircell und Digiphone bieten eine flächendeckende Nutzung. Ein Steuerungssystem schaltet Handys in öffentlichen Gebäuden (auch Theatern) aus. In phone shops kann man auch eine pre-paid calling card kaufen.

Kartentelefone sind weit verbreitet, Telefonkarten kosten 10, 15 oder 20 Euro und sind bei der Post erhältlich.

Durchwahl nach Deutschland: 0049 + deutsche Ortsnetzkennzahl ohne 0 + gewünschte Nummer. Vorwahl Österreich 0043, Vorwahl Schweiz 0041. Vorwahl nach Irland von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus: 00353.

Trinkgeld

Bei Taxifahrern rundet man auf, im Restaurant sollte man rund 10 Prozent (falls nicht auf der Rechnung), im Pub 10 Prozent (nicht am Tresen) geben, Zimmermädchen pro Tag 50 Cent. An der Tankstelle mit Bedienung rundet man ebenfalls auf.

Unterkunft

In Irlands Unterkünften entspricht die Qualität des Gebotenen oft nicht dem Preis. Verzeichnisse von Bed & Breakfast-Häusern, Ferienhäusern und -wohnungen versendet das Irische Fremdenverkehrsamt.

Die preiswerteste Form der Übernachtung sind die Bed & Breakfast-Häuser (B & B), die man überall findet. Der Übernachtungspreis pro Person schwankt in der Stadt zwischen 30 und 50 Euro, je nach Komfort.

Ein Verzeichnis der Hotels, die in ehemaligen Schlössern, Burgen und Herrenhäusern untergebracht sind, ist erhältlich bei Adams & Butler, Suite 9, Baggot Rath House, Newbridge Av., Ballsbridge, Dublin 4, Tel. 01/660 79 75, 668 65 78, www.irishluxury.com (alle €€€).

Über Ferien auf dem Bauernhof informiert: Irish Farmhouse Holidays, 2 Michael Street, Limerick, Tel. 061/40 07 00, Fax 40 07 71, www.irishfarmholidays.com

Rund 20 Bauernhöfe bieten Urlaub gegen Mithilfe auf dem Bauernhof. Wer an WWOOF (Willing Worker on Organic Farms) interessiert ist, wendet sich direkt an einen der Farmer aus der Services- Placelist von www.irishorganic.ie

Ungewöhnliche Unterkünfte wie einen Leuchtturm, eine Burg und denkmalgeschützte Häuser vermittelt The Irish Landmark Trust, 25 Eustace Street, Dublin 2, Tel. 01/670 47 33, Fax 670 48 87, www.irishlandmark.com.

Zeit

In Irland gilt Westeuropäische Zeit, es ist ganzjährig eine Stunde früher als auf dem Kontinent.

Zoll

Innerhalb der EU können EU-Bürger über 17 Jahren alle Waren des persönlichen Gebrauchs frei ein- und ausführen, z. B. 800 Zigaretten und 10 l Spirituosen. Für Schweizer gelten erheblich reduzierte Freimengen.



nach oben

Sport und Aktivitäten

Angeln, Reiten, Golfen und Co.

Aktiv und sportlich ist man in Irland zu Wasser und zu Lande.

Golfen, Reiten und Angeln - in Irland sind Landleben und country sports seit jeher untrennbar miteinander verbunden. Heutzutage gesellen sich Trendsportarten wie Drachenfliegen und Tauchen dazu.

Sport und Aktivitäten

Angeln

4000 Seen, 14 000 km Flüsse und 3200 km Küstenlinie - kein Wunder, dass man kaum einen Iren findet, der nicht angelt. Lachse gibt es in den Atlantikflüssen, Forellen in fast jedem Bach oder See (game angling). Das Angeln von Hecht, Aal und anderen Fischen heißt coarse angling. Eine Lizenz besorgt man sich in einem der vielen Angelgeschäfte. In den Häfen von Galway, Kinsale, Valentia Island und Youghal werden auch Törns zum Hochseeangeln (deep sea fishing) angeboten. Auskunft: Central Fisheries Board, Angling Division, Balnagowan House, Glasnevin, Dublin 7, Tel. 01/884 26 00. Informationen auch unter www.angling.travel.ie und www.cfb.ie.

Drachenfliegen

Hang gliding heißt der Sport in Irland, und den Drachen, den Kinder fliegen lassen, nennt man kite. Die sanften Berghügel, unbebaute Moorflächen und die beständige Atlantikbrise sind beste Voraussetzungen, um einmal in die Luft zu gehen. Beliebt sind die Grafschaften Donegal, Wicklow, Carlow, Cork, Kerry, Tipperary und Galway. Vor dem Start erkundigt man sich nach den entsprechenden Vorschriften bei der Irish Hang Gliding and Paragliding Association, www.ihpa.ie. Angebote im Paragliding/Hang Gliding Centre, Kilmacanogue, Bray, Wicklow, Tel. 01/831 45 51.

Golf

Irland besitzt mehr als 450 Golfplätze - Golfen ist hier Volkssport. Die greenfees sind niedriger als auf dem Kontinent. Einen Golfführer und eine Liste von Reiseveranstaltern mit Golfprogramm gibt es beim Irischen Fremdenverkehrsamt und unter www.golf.travel.ie. Eine verkleinerte Golfversion, die Fairways sind zwischen 50 und 70 m lang, das pitch and putt, findet man in fast jedem Dorf.

Hausboote/Kabinenkreuzer

Unterkunft und Transport in einem: Urlaub auf dem Erne-Shannon Waterway, den Seen des Shannon und Kanälen des Tieflands wird immer beliebter. Die Hausboote gibt es in allen Größen (zwei bis acht Betten plus Toilette, Dusche, Küche), mit Fahrrädern und Beiboot, zu leihen sind auch Motoryachten mit zwei Decks, 8-12 m lang und 3-4 m breit. Ein Führerschein ist nicht erforderlich. Vor der Reise wird man gründlich in das Führen des Hausbootes eingewiesen. Ein Boot mit vier Schlafplätzen kostet in der Hochsaison ca. 600-850 Euro pro Woche. Mieten können Sie z. B. bei Carrick Craft, Kinnego Marina, Oxford Island, Lurgan BT66 6NJ (Nordirland), Tel. 0044/28/38 34 49 93, Fax 38 34 49 95, www.cruise-ireland.com; Übernahme und Rückgabe der Boote in Banagher, Carrickon- Shannon oder Knockninny (auch einfache Touren).

Kanuwandern

Die vielen Seen, Flüsse und Kanäle fordern das Canoeing fast heraus, selbst Wildwasserfahrten sind möglich. Die am besten geeigneten Flüsse sind Liffey, Barrow, Shannon und Suir. Auskunft: Irish Canoe Union, Sport HQ, Joyce Way, Park West, Dublin 12, Tel. 01/625 11 05, Fax 625 11 06, www.irishcanoeunion.com

Pferdewagen

Horse Drawn Caravans heißen die gummibereiften, tonnenförmigen, von einem Pferd gezogenen Wagen mit Platz für bis zu vier Personen. In Kerry wendet man sich an Slattery's Horse Drawn Caravans, 1 Russell Street, Tralee, Co. Kerry, Tel. 066/712 40 88, Fax 712 59 81. Über Anbieter in den Grafschaften Galway, Mayo und Wicklow informiert das Irische Fremdenverkehrsamt. Ein Wagen kostet pro Woche ab 500 (Juli/Aug. ab 700) Euro.

Radfahren

Im hügeligen Irland findet das Fahrrad als Fortbewegungsmittel große Zustimmung. Zehn Prozent der Besucher unternehmen Radtouren, vor allem im Westen und Südwesten. Es gibt zwar keine Radwege, aber geteerte Nebenstraßen mit wenig Verkehr. In Dublin sprießen die Fahrradvermieter aus den Backsteinbauten, die Stadt baut fieberhaft Radwege, insgesamt sind es schon über 360 km. Fahrräder lassen sich fast überall mieten. Radübergabe am Shannon Airport bei Emerald Alpine (1 Patrick Street, Limerick, Tel. 061/41 69 83, Fax 31 92 29, www.irelandrentabike.com), Rückgabe auch an anderen Orten. Der Preis für die Mitnahme eines Fahrrades hängt von der Strecke ab, z. B. Dublin-Cork 8 Euro.

Reiten

Die irische Landschaft und das Klima sind ideal für einen Reiturlaub. Ob Unterricht, Jagdreiten, begleitete Ausritte oder mehrtägige Pferdewanderungen mit Unterkunft in zünftigen Häusern, alles aus einer Hand bietet in Deutschland Katja van Leeuwen Reitferienvermittlung, Dietkirchenstr. 7, 53113 Bonn, Tel. 0228/280 94 00, Fax 280 94 01, www.reitferien-in-irland.de, vor Ort ist Horse Holiday Farm, Grange, County Sligo, Tel. 071/916 61 52, Fax 916 64 00, www.horseholidayfarm.net (deutschsprachig) ein guter Anbieter von Reitferien.

Segeln

3200 km Küste, 100 Yachtclubs und 50 Bootshäfen umgeben Irland. Das ideale Segelrevier liegt an der Südküste zwischen Waterford und Kinsale. Auskünfte erteilt die Irish Sailing Association, 3 Park Road, Dun Laoghaire, Co. Dublin, Tel. 01/280 02 39, Fax 2807558, www.sailing.ie. Eine Broschüre zum Segeln mit Reiseveranstaltern hat das Irische Fremdenverkehrsamt.

Tauchen

Trotz des stetigen Windes und der unruhigen See bieten die irischen Küsten eine gute Sichtweite bis zu 30 m. Flora (riesige Kelpwälder) und Fauna (von Heringsschwärmen bis zu Seehunden) sind vielfältig, der Golfstrom sorgt für erträgliche Tauchtemperaturen - bei 20 m Tiefe immer noch etwa 15 Grad. Auf der Westseite der Insel liegen zahlreiche Wracks, aber auch die Ostküste bietet interessante Tauchplätze, zu denen man mit dem Boot gelangt. Auskunft über Tauchen (scuba diving) und Tauchbasen gibt: Irish Underwater Council, 78A Patrick Street, Dun Laoghaire, Co. Dublin, Tel. 01/284 46 01, Fax 284 46 02, www.scubaireland.com. Tauchbasis mit Verleih, Service und Unterkunft: Mevagh Dive Centre, Carrigart, Co. Donegal (30 km von Letterkenny zwischen Sheephaven und Mulroy Bays), Tel. 074/915 47 08, www.mevaghdiving.com

Wandern

Wandern gilt als mega-in, bevorzugte Ziele sind die Halbinseln im Südwesten des Landes. Hinweise und Angebote findet man unter www.walkireland.ie und www.walking.ireland.ie. Die höchsten irischen Berge liegen bei einer Höhe von ca. 1000 m, Bergsteigen (mountaineering oder mountain climbing) ist in Irland deshalb weniger verbreitet als Bergwandern (mountain walking). Besonders schön ist das Bergwandern in den Grafschaften Wicklow (Glendalough), Donegal (Glencolumbkille), Clare (Doolin) Galway (Connemara, Twelve Pins) und Kerry (Gap of Dunloe). Restaurants und Berghütten gibt es unterwegs nicht, aber selbst im kleinsten Weiler findet man oft einen Pub. Auskunft: Mountaineering Council of Ireland, House of Sport, Long Mile Road, Walkinstown, Dublin 12, Tel. 01/450 73 76, Fax 450 28 05, mci@eircom.net



nach oben

Stichworte

Von Gärten bis zum Musizieren

Irland ist ein Land voller Musik und landschaftlicher Schönheit

Stichworte

Bevölkerung

Spätestens seit der großen Hungersnot 1845 war das Armenhaus Europas ein klassisches Emigrationsland. Seit Beginn des 21. Jhs. jedoch kehren wegen des Wirtschaftsbooms immer mehr Iren in die Heimat zurück. Irland ist eine junge Gesellschaft, das Durchschnittsalter der 4 Mio. Einwohner liegt bei 35 Jahren. Zwar nimmt die Zahl der Kinder pro Familie wie in ganz Europa ab, jedoch sind immer noch 21 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre alt, 50 Prozent unter 28 und nur 11 Prozent zählen mehr als 65 Jahre. Die Republik Irland gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Ein Drittel der Einwohner lebt im Großraum Dublin, so dass große Gebiete wie menschenleer wirken.

Fauna und Flora

(Hoch-)Moore, Dünen und Feuchtland, die überall sonst rar geworden sind, konnten in Irland überdauern. Hier konzentrieren sich Heidekraut, Flechten- und Moosarten. Zu den botanisch besonders interessanten Gebieten gehört der Burren in der Grafschaft Clare: Auf karbonhaltigem Kalkstein wachsen sowohl arktische und alpine als auch mediterrane Pflanzen wie seltene Orchideenarten. Subtropische Bäume und Pflanzen gedeihen bei Killarney und Glengariff (Kerry). Im Frühsommer und Sommer begeistern wild wachsende, verschwenderisch blühende Rhododendren und Fuchsienhecken. Die irischen Wälder wurden im 17. Jh. zum großen Teil gerodet, so dass heute nur noch wenige Waldflächen erhalten sind.

Knapp 400 Vogelarten sind in Irland gezählt worden. Die lange Küstenlinie mit ihren spektakulären Kliffen an der West- und Südwestküste sowie Hunderte von Inseln sind die Heimat riesiger Vogelkolonien. In den zahlreichen irischen Gewässern leben vor allem Lachs und Forelle. Ca. 250 Meeresfischarten schwimmen in den Seegebieten rund um die grüne Insel.

Gaeltacht

Als Gaeltacht-Gebiete werden die Regionen im Westen Irlands bezeichnet, in denen die irische Sprache, nämlich Gälisch, noch heute gesprochen wird und in denen besondere traditionelle Sitten und Gebräuche erhalten geblieben sind. Vermutlich kam die gälische Sprache im 1. Jh. v. Chr. nach Irland. Im 19. Jh. wurde sie von den Briten durch die englische Sprache ersetzt. Seit den 1890er-Jahren begann die Zeit der Wiederbelebung der gälischen Sprache. Offiziell ist Irland zweisprachig. Heute beherrschen aber nur noch zwischen fünf und zehn Prozent der Iren Gälisch.

Gärten

Das milde irische Klima, hervorgerufen durch den warmen Golfstrom, und häufige kurze Regenschauer haben eine einzigartige Vegetation geschaffen, die in Europa ihresgleichen sucht. Insbesondere in den verschwenderisch angelegten irischen Gärten gedeiht eine ungeheure Vielfalt an Bäumen, Büschen und Blumen. Häufig umgeben parkartig angelegte Gärten, teilweise mit Golfplatz, ein historisches Gebäude, etwa ein Schloss, eine Burg oder einen Gutshof. Vor über einem Jahrhundert geschaffene kunstvolle Anlagen mit majestätischen Rosenarrangements, exotischen Palmen, Rhododendren, Lilien, Farnen und Kamelien, mit kargen Steingärten und Wasserspielen wurden harmonisch in die sie umgebende Landschaft mit ihren Bergen, Seen und Hügeln integriert.

Hungersnot

The great famine, die größte Katastrophe in der irischen Geschichte, ereignete sich 1845-1849. Schuld an der Misere war eine schreckliche Armut, hervorgerufen durch englische Misswirtschaft: Der Landbesitz der Iren war zumeist in den Händen englischer Großgrundbesitzer, Getreide und Vieh mussten massenhaft nach England verschifft werden. Um die Konkurrenz auszuschalten, wurde der irische Handel mit dem Ausland eingeschränkt. Die irischen Bauern waren so arm, dass ihr einziges Nahrungsmittel die Kartoffel war, nur selten ergänzt durch Milch und Fisch. Zwischen 1816 und 1842 hatte es schon über ein Dutzend kleinere und größere Kartoffelkrankheiten gegeben. Im Herbst 1845 wurde die Kartoffel erneut von einer Pilzkrankheit befallen. In diesem und in den darauf folgenden Jahren wurden die Ernten, die die Lebensgrundlage der Menschen bildeten, komplett vernichtet. Während dieser Zeit starben eine Million der damals 8,5 Mio. Iren, ebenso viele mussten auswandern.

Katholische Kirche

91 Prozent der Iren sind katholisch, und dies lässt sich im Alltag nicht übersehen: Am Sonntagmorgen sind die Straßen um die Kirchen mit parkenden Autos zugestellt. In Erziehung und Bildung (Schulen, Universität), im Gesundheitswesen (Kliniken) und im Sozialwesen (soziale Dienste) übernimmt die Kirche vielfältige Aufgaben des Staates. Der Schwangerschaftsabbruch bleibt auf Betreiben des Klerus nach einem Volksentscheid verfassungswidrig, jedoch sind Scheidung und Verhütungsmittel heute erlaubt. Seit vielen Jahren bringen Skandale und Enthüllungen über Kindesmissbrauch durch irische Geistliche die katholische Kirche in die Schlagzeilen.

Keltische Kunst

Kunst in Irland begann ursprünglich als abstrakte Kunst, als rituelle Dekoration von Gräbern in der frühen Bronzezeit. Die Kunst der Kelten bestand aus komplexen geometrischen Mustern mit Spiralen, Rauten, Triangeln und Quadraten. Diese Figuren wurden sorgsam in die Granitsteine von Gräbern und Grabkammern geschnitzt. Beim Gravieren folgte man der Form des Steines. Die frühen keltischen Steindenkmäler, allen voran Newgrange, Dowth und Knowth, erinnern an das künstlerische Schaffen eines Volkes, das stets um Harmonie und um Rhythmus einfacher abstrakter Formen bemüht war.

Landwirtschaft

In Irland gibt es 8,4 Mio. Schafe, die unübersehbar das Landschaftsbild prägen, doch ihr wirtschaftlicher Ertrag ist eher gering. Die Landwirtschaft, einst Irlands wichtigster Erwerbszweig, beschäftigt heute nur noch 8 Prozent der Werktätigen (29 Prozent arbeiten in der Industrie und 64 Prozent im Dienstleistungsbereich) und trägt mit nur 5 Prozent (Industrie 46, Dienstleistungen 49 Prozent) zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Moore

Ein Geruch von Torf liegt über den irischen Dörfern, aufsteigend aus den Mooren und Feuern. Wer in Irland ein Grundstück erwirbt, erhält manchmal noch die alten turbery rights, das Recht, auf dem dörflichen bog das braune Gold Irlands zu stechen. Noch zu Anfang des 19. Jhs. waren 15 Prozent der Inselfläche mit Torfmooren, bogs genannt, bedeckt. Neben dem industriellen Abbau durch die 1946 gegründete Bord na Mona, die Torfkraftwerke betreibt, wird traditionell von Hand gestochen. Viele Gebiete stehen indes unter Naturschutz, auch jene des 7 m tiefen und 10 000 Jahre alten Clara Bog in der Grafschaft Offaly.

Musik

Die Iren sind nicht nur große Geschichtenerzähler, sondern auch virtuose Musikanten. Am weitesten verbreitet sind Akkordeon, Blechflöte, Geige, Bodhran-Trommel (aus Ziegenfell), Violine, Querflöte und uilleann pipe, die irische Variante des Dudelsacks. Seit den Sechzigerjahren des 20. Jhs. gibt es eine Bewegung, die die traditionelle Musik wieder aufleben lassen will, eingeleitet vom Komponisten Sean O'Riarda. Seitdem treffen die Musiker verstärkt zu Sessions, in Irland auch seisiun genannt, zusammen, bei denen ausgelassen gesungen, getanzt und musiziert wird.

Politik

Der irische Staat, der sich 1949 konstituierte, ist eine parlamentarische Republik. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Abgeordnetenhaus (Dail Eireann, 166Mitglieder) sowie dem Senat (Seanad Eireann, 60 Mitglieder). Im Zentrum der Außenpolitik stehen die Wiedervereinigung mit dem zum United Kingdom gehörenden Nordirland, die Politik in der Europäischen Union und die Unterstützung von Ländern der Dritten Welt. Irland ist nicht Mitglied der Nato.

St. Patrick

Die wichtigste Figur des irischen Katholizismus ist der Heilige Patrick, Irlands Schutzpatron. Der häufigste Name ist daher in Irland Patrick (Paddy). Der um 385 in Wales Geborene wurde um das Jahr 400 von Piraten auf die Grüne Insel verschleppt. Patrick floh nach Frankreich, erlangte dort die Priesterwürde und kehrte 432 als Missionar nach Irland zurück. Dort gründete er Kirchen, Klöster und Schulen und ernannte Priester, wurde schließlich Bischof. Anhand eines dreiblättrigen Kleeblatts versinnbildlichte er den Iren die Dreifaltigkeit. Zum Wallfahrtsort wurde der Berg Croagh Patrick, auf dessen Gipfel der Heilige 441 angeblich 40 Tage fastete und alle Schlangen ins Meer trieb. Am 17. März 461 starb Patrick in Nordirland.

Travellers

Es gibt in Irland etwa 24 000 so genannte Nichtsesshafte oder auch tinkers. Man sieht ihre Wohnwagen und Camps gewöhnlich an den Straßenrändern. Ihre Herkunft ist ungeklärt. So weiß man nicht, ob die travellers (so nennt man sie heute) nach der großen Hungersnot auf die Straße gingen. Die travellers sprechen Englisch, trotzdem hat ihre Muttersprache, nämlich Cant, überlebt. Aberglaube ist vielen travellers gemeinsam: Die Farbe Rot zum Beispiel dient der Abschreckung gegen den bösen Blick. Dies erklärt auch, warum ihre kleinen Kinder rote Schleifchen im Haar tragen. Neben Rot spielen auch die Farben Schwarz und Weiß eine wichtige Rolle: An Campierplätzen zurückgelassene rote und weiße Tücher verweisen auf einen guten Platz, schwarze Tücher hingegen bedeuten Ärger, beispielsweise (und immer wieder) mit den Sesshaften.

Ulster

Der Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten ab 1919 endete 1921 mit der Teilung des Landes, weil sechs der neun Grafschaften von Ulster, nämlich Antrim, Armagh, Derry, Down, Fermanagh und Tyrone mit überwiegend protestantischer Bevölkerung, auf eigenen Wunsch bei Großbritannien verblieben; sie bilden das heutige Nordirland. Die bis heute anhaltenden Unruhen in Ulster begannen Ende der Sechzigerjahre des 20. Jhs. in Londonderry und Belfast als Bürgerrechtsdemonstrationen mit der Forderung nach gleichen Rechten für Katholiken im Wahl- und Sozialrecht. 1973 scheiterte der Versuch einer politischen Machtteilung zwischen katholischer Minderheit und protestantischer Mehrheit. Die Friedensvereinbarungen von 1994 und 1998 haben die politische Lage etwas beruhigt, aber noch nicht entschärft, denn 2001 kam es erneut zu Unruhen.

Wetter

Das irische Wetter ist natürlich schön - zwischen den Regenschauern, between the showers, wie die Iren augenzwinkernd verraten. Aber Spaß beiseite, in Irland gibt es in der Tat lots of weather, etwa zu übersetzen mit »jede Menge Wetter«. Der wärmende Golfstrom sorgt für ein ganzjährig mildes Klima. Weiße Winter sind außerordentlich selten, und im Sommer steigt das Thermometer kaum über 20Grad. Beständige Südwestwinde sorgen für eine dauernde Brise. Ein häufiger Begleiter ist der Regen, meist als kurzer Schauer oder Irish mist, das heißt Sprühregen.

Wirtschaft

1973, beim Eintritt Irlands in die EG, lag das Bruttoinlandsprodukt bei 60 Prozent des EU-Durchschnitts; Irland war damals das ärmste Land der Neunergemeinschaft. Nach 35 Mrd. Euro Zuschüssen und starker wirtschaftlicher Entwicklung liegt das BIP heute bei 110 Prozent des EUDurchschnitts, das Pro-Kopf-Einkommen ist unter den höchsten der EU, das Wirtschaftswachstum liegt über dem Durchschnitt, die Arbeitslosigkeit weit darunter. 2006 will Irland daher EU-Nettozahler werden.



nach oben

Autofahren

Autofahren

Um mit dem eigenen Auto nach Irland zu gelangen, fährt man am schnellsten über Grossbritannien (Eurotunnel, dann mit der Fähre ab Holyhead; gesamte Reisezeit ab Grenze Schweiz oder Deutschland um die 20 Stunden). Es gibt aber auch Fähren ab Nordwestfrankreich (Le Havre, Cherbourg etc.). Schneller ist man aber auf der Insel per Flugzeug. Es empfiehlt sich, in Irland einen Auto zu mieten, so kann die Insel am bequemsten erkundet werden. Alle renommierten Mietwagenfirmen sind in Irland vertreten. Auf der Insel gilt der Linksverkehr. Distanzen und Geschwindigkeiten sind meist in Kilometer angeschrieben, teilweise aber noch in Meilen. Abgesehen davon gelten in Irland die gleichen Verkehrsregeln wie auf dem europäischen Festland. In der Republik Irland gibt es praktisch keine Autobahnen, das Vorwärtskommen ist deshalb relativ gemächlich. Höchstgeschwindigkeiten sind innerorts 48 km/h (30 mi/h), auf Landstrassen 89 km/h (55 mi/h).